Fingerspiele werden oft unterschätzt, dabei sind sie einfach, direkt, erzeugen sofort Aufmerksamkeit und ein/e ErzieherIn kann sie leicht lernen und spontan anwenden – ideal für die Krippe. Das Buch geht auf 66 Seiten sehr detailliert auf einzelne Fingerspiele ein und die Einleitung erklärt in einer präzisen Sprache, warum Fingerspiele so wirksam sind: Sie beziehen das Kind oder die Kinder sofort mit ein, sie sind rhythmisch, voller Bewegung und sie vermitteln eine kurze Geschichte in einer reimenden Sprache. Das schafft bei kleinen Kindern Aufmerksamkeit, gibt ihnen ein Gefühl der Vertrautheit und die Fingerspiele bleiben für das Kind interessant, selbst wenn es die Geschichten alle kennt, denn gerade aus der Wiederholung kommt ein Teil der Freude und ganz nebenbei wird das sprachliche Vermögen dadurch gefördert. Mir gefallen die klassischen Fingerspiele für den Frühling „Das Schneeglöckchen“ und „Steigt ein Bübchen …“ am besten, weil Geschichte, Sprache und Pointe mir hier sehr gut gefallen. Das Fingerspiel der „Das ist der Daumen …“ ist auch sehr gut, hier kann das Kind lernen, was ist der Daumen und es bezieht Berührung und Nähe mit ein. Ich will nicht zu viel vorweg nehmen, aber ich denke, jeder Mensch wird hier seine Vorlieben entwickeln und ideal damit kleine Situation gestalten oders diese Spiele Nutzen, um die Beziehung zu einem Kind zu intensivieren.