★★★★★
k.A.
24.05.2026
ean-shopping.de
Das Buch bietet eine sehr gute Grundlage, um den Garten und die Natur besser zu verstehen, allerdings sind einige tiefergehende Einblicke eventuell noch durch weitere Erfahrungen ergänzbar.
★★★★★
k.A.
24.05.2026
ean-shopping.de
Dieses Buch ist ein fantastischer Leitfaden, der mir geholfen hat, meinen Garten viel bewusster und mit größerer Freude zu gestalten. Ich empfehle es jedem, der die Verbindung zur Natur sucht und mehr über Gartenarbeit lernen möchte.
Der deutsche Verlag nennt diesen Ratgeber vorsorglich und wider das englische Original ein Buch "für Realisten und Träumer". Das prächtige Format und die biedermeierlichen Illustrationen erlauben es uns, schon den einen Morgen Land enorm geräumig zu finden -- eine ordentlich heile Welt. Sieht gar nicht so verdammt eng aus, wie"s in Wirklichkeit wäre, wenn den Schweinen zum Wühlen, den Hühnern zum Scharren, der Kuh zum Weiden insgesamt knapp ein halber Morgen zufällt. Denn geballter Gartenbau ereignet sich auf dem mit Hilfe der Tiere wunderbar gedüngten Rest.Im Buche wachsen dort: Erbsen, Kartoffeln, dreierlei Bohnen, fünferlei Kohl, dreierlei Rüben, Karotten, Zwiebeln, Salat, Kräuter, Sonnenblumen, Rhabarber, Steinobst und dreierlei Beeren. An Käse und Schinken, Marmelade und Mist, Beilagen und Suppengrün, Kreuzweh und Überraschungen kann es dem gutgläubigen Leser nun nimmermehr mangeln. Das alles läuft nämlich in der Wirklichkeit nicht so recht wie in den süffigen Kurzbeschreibungen, mit denen Seymour uns den Mut einflößt, unter der Leselampe unser Leben neu zu bestellen.Ein Selbstversorger werden, gibt das denn Sinn angesichts der erstickenden nationalen und supranationalen Selbstversorgung mit Landprodukten? Zahlt die Bundesrepublik nicht Milliarden für Verwaltung oder Verschleuderung von Ergebnissen einer chemisch forcierten Überselbstversorgung?Daran gerade entzündet sich das seelische Sodbrennen der an dieses industrialisierte Überfütterungs-System scheinbar wehrlos angeschlossenen Endverbraucher. Wonach es sie jetzt hungert, das ist die Utopie von Unabhängigkeit und sinnvermittelnder eigener Produktivität, die sich bei den Beschreibungen Seymours wie mit Händen greifen läßt.Die neue deutsche Kleingartenbewegung gibt ebenso Aufschluß über dieses Bedürfnis wie der Umschwung in den Gärten des Wohlstands, wo statt des künstlich gedüngten Edelrasens natürlich gedüngtes Gemüse bereits Prestige bringt