★★★★★
k.A.
14.06.2026
ean-shopping.de
Das Buch ist ein spannendes Abenteuer für Kinder und die Geschichte von Thabo und Emma gefällt mir sehr. Allerdings empfand ich den Text für die jüngeren Leser als etwas zu einfach.
Die "Thabo und Emma"-Geschichten sind spannend und entführen in eine Welt, die so fern von uns ist - das südliche Afrika. Ein bisschen Kriminalfall, ein bisschen Freundschaft, viel Lokales - das macht den Reiz der Geschichten aus. Aber Achtung: "Thabo und Emma" sind keine Forsetzung oder Teile von "Thabo - Detektiv und Gentleman". Es handelt sich zwar um dieselben Kinder, und der Ort der Handlung ist derselbe. Die "Thabo und Emma"-Geschichten sind aber für Kinder von 5-7 Jahre geschrieben und deutlich einfacher als die andere "Thabo"-Reihe. Die Handlung ist auch aus einer Erzähler-Perspektive gesprochen, und nicht von Thabo als Subjekt.
★★★★★
Vielfältiges Klassenzimmer
30.06.2023
amazon.de
Ich habe sehr lange überlegt, was ich von "Thabo und Emma" halten soll. Besonders weil Schwarze Kinder/Kinder of Color (nicht nur, aber besonders) in Erstlesebüchern so selten die Hauptrolle spielen.Dabei habe ich mit dem Protagonisten Thabo überhaupt kein Problem. Er ist clever, hilfsbereit, mutig und fair. Thabo will später Privatdetektiv werden und hat schon viele Fälle aufgeklärt.Was mich stört, sind die Nebencharaktere, die meiner Meinung nach rassistische Stereotype reproduzieren. Zunächst einmal spielen die Geschichten in einem Safaripark, in dessen Mitte ein Hotel für die Parkbesucher*innen liegt. Dieses gehört Emmas Mutter - einer weißen Frau. Alle Schwarzen Personen, die im Park arbeiten, sind fast ausschließlich deren Bedienstete.Insgesamt werden Schwarze Erwachsene hier überwiegend in sehr unvorteilhaftem Licht dargestellt.Inspektor Gwebu ist gutmütig, aber scheinbar unfähig, Verbrechen alleine aufzuklären.In "Diebe im Safaripark" vermisst ein alter weißer Tourist sein Handy. Am Ende stellt sich heraus, dass dieses von zwei Schwarzen Männern gestohlen wurde.In "Ein böser Verdacht" fehlt bei einem anderen alten weißen Touristen Geld im Portemonaie. Dieser verdächtigt direkt den Schuhputzer Paki. Thabo und Emma hingegen beschuldigen den Ranger Sipho, der als Alkoholiker bezeichnet wird.Insgesamt sind mir das einfach zu viele Negativzeichnungen Schwarzer Charaktere, während es im Vergleich viel weniger positiv dargestellte Schwarze Personen gibt (pro Buch jeweils nur Thabo und eine weitere).Kinder brauchen Figuren, mit denen sie sich identifizieren können. Für Schwarze Kinder und Kinder of Color gibt es diese Möglichkeit auf dem deutschen Kinderbuchmarkt noch viel zu selten. Da schmerzt es umso mehr, wenn es dann ein solches Buch gibt, dass ihnen positive Vorbilder liefern soll und doch fast alle Schwarzen Erwachsenen so negativ darstellt.