★★★★★
k.A.
28.07.2026
ean-shopping.de
Dieses Buch bietet eine sehr gute Grundlage für das Notfallmanagement in der Internistischen Akut- und Intensivmedizin und ist sehr praxisrelevant. Allerdings fehlen einige tiefgehende klinische Details, die man in einer intensiven Anwendung eventuell ergänzen würde.
★★★★★
k.A.
28.07.2026
ean-shopping.de
Perfekt!
Bücher für die Notfall- und Intensivmedizin gibt es inzwischen viele, meistens entweder als "großes Lehrbuch" verfasst mit einem Anspruch auf Vollständigkeit oder als "Taschenbuch" mit den notwendigsten Tabellen und Formeln. Die großen Lehrbücher helfen oft wenig bei den alltäglichen Fragen - oftmals fehlen konkrete Dosierungsangaben etc - und die kleinen Taschenbücher lassen vielfach erläuterndes Bildmaterial und Hintergrundinformation vermissen.Das aktuell in der zweiten Auflage vorgelegte Buch zur "internistischen Akut-, Notfall- und Intensivmedizin" möchte offensichtlich die Lücke zwischen den genannten Varianten füllen und hat den Anspruch das "Überleben" des Arztes im stressigen und hektischen Alltag der internistischen Akutbehandlung abzusichern. Meines Erachtens wird diese Aufgabe durch die gelungene Kombination von kurzen erläuternden Texten, konkreten Therapievorschlägen in Tabellen und Flow-Charts, sowie vielen Bildbeispielen aus der Praxis in hervorragender Weise erfüllt! Damit eignet sich das Buch in erster Linie als täglicher Begleiter im Stationsalltag - nicht in der Kitteltasche, aber auf dem Schreibtisch im Arztzimmer - sowohl zur schnellen Information während der Behandlungsplanung, als auch zur Vorbereitung auf kleinere Interventionen und diagnostisch-therapeutische Maßnahmen (ZVK Anlage, Pleuradrainage, Ultraschalluntersuchungen, Dialysegeräte u.s.w.). Das Buch ist vor allem durch die abwechslungsreiche Gestaltung aber auch als anregendes Repititorium z.B. vor Prüfungen bestens geeignet, ohne langweilig zu werden.Besonders gut gefallen hat mir das oft vernachlässigte Thema Schmerztherapie (Kapitel 13 Palliation und Analgesie) und zahlreichen Abschnitte zur praktischen Durchführung der Maßnahmen mit den dazugehörigen Fotos aus der Praxis.Natürlich können knappe 350 Seiten nicht die gesamte Notfall- und Intensivmedizin in 100% Vollständigkeit abbilden und sicherlich wird es in dem ein oder anderen Kapitel ein paar Lücken geben oder die häufig wechselnden Leitlinienempfehlungen mögen nicht immer 100% aktuell sein, aber das ist kaum zu verhindern und verzeihlich.Uneingeschränkt empfehlenswert - das haben mir auch die Rückmeldungen mehrer Weiterbildungsassistenten in unserer Klinik bestätigt!
Alles gut zusammengefasst, ich finde das Buch sehr gut.
Alles in allem durchaus brauchbar.Bereits beim "Blick ins Buch" via Amazon war mir jedoch negativ aufgefallen, dass in dem CPR-Algorithmus auf Seite 5 unter "Pulslose VT / Kammerflimmern" "ggfs. Amiodaron 300 mg i.v." geschrieben steht. Adrenalin wird in diesem Zusammenhang gar nicht erwähnt. Trotz fehlender Evidenz hierfür sehen die Leitlinien allerdings nach wie vor die Gabe von Amiodaron und Adrenalin nach der dritten Defibrillation vor (mit Weitergabe von Adrenalin ca. alle drei Schocks). Diese Empfehlungen mögen sich in der Zukunft als obsolet herausstellen, aber gerade in Prüfungen wird doch sehr viel Wert auf Leitlinienkenntnis gelegt.- Leider werden in dem Buch bei großen Themen keine Leitlinien zitiert (zum Beispiel im Kapitel Lungenembolie oder Endokarditis). Worauf basieren also die aufgeführten Therapie-Schemata? Lediglich im Anhang befindet sich eine Übersicht über Internetadressen zu Leitlinien.- Der Index ist nicht vollständig und inkonsistent ("Lungenembolie" und "Lungenarterienembolie" werden bspw. separat aufgeführt, über Lysetherapie ist im Index gar nichts zu finden...). Verwirrend ist auch das Kapitel ACS mit seinen vielen Unterpunkten und z.B. der Differenzierung der Indikationen von Ticagrelor und Prasugrel - wobei auf die einschränkenden Kontraindikationen von Prasugrel gar nicht eingegangen wird. Hier wird die (Rescue-)Lysetherapie sogar völlig ignoriert.- Es wird generell eine Vollantikoagulation für 48 Stunden bei ACS empfohlen - auf welcher Grundlage?- Manche Präparate werden wie Wirkstoffe behandelt (es wird immer "Disoprivan" statt Propofol und "Solu-Decortin" statt Prednisolon geschrieben) - eine Unart, die schon so schwer genug aus dem klinischen Alltag zu verbannen ist.- Es gibt einige relevante Flüchtigkeitsfehler wie vertauschte "kleiner-als-Zeichen" (z.B. statt ">" "<" auf S. 239 bei Nierenersatztherapie) und falsch eingezeichnete Pfeile (z.B. auf S. 244, Algorithmus 9-4, "PCT positiv" müsste zur Antibiotikatherapie führen - wie in der eigenen Originalarbeit im Ärzteblatt auch korrekt dargestellt).- Fachlich falsch ist etwa die Aussage, dass Paracetamol in der Schwangerschaft kontraindiziert sei (gerade nicht!) oder das Festhalten an NaCl 0,9% zur Volumensubstitution (siehe die entsprechende Leitlinie!). Außerdem stimmen die Kontraindikationen von Codein auf Seite 352 zum Teil nicht - dies ist auch kein Pyrazol. Auch die Aussage auf Seite 362, dass Propofol (hier wurde auch wieder Handelsname und Wirkstoff vertauscht) nicht länger als 48 Stunden gegeben werden darf, ist falsch. Laut Fachinfo sind es bekanntlich 7 Tage.- Die Tabellen im Kapitel 14.2 durchmischen Indikationen und Nebenwirkungen.- Ein sträflicher Schönheitsfehler ist die Tatsache, dass für das Buchcover dieses explizit internistischen Intensivmedizin-Buches das Foto einer eindeutigen prä-OP-Situation gewählt wurde. Da weint das internistische Auge...Die praxisnahe Präsentation mit entsprechenden Grafiken und Fotos zu Interventionen ist aber gelungen.