Wenn Sie sich jemals gefragt haben: "Was ist KI?" - wer sie vorantreibt und warum, was für sie dabei herausspringt und was die Folgen für den Rest von uns sind, wird Matthias Pfeffers neues Buch diese Fragen und mehr beantworten. Pfeffer zweifelt an den Versprechungen und Vorteilen der "KI" und erklärt, warum die Rhetorik des technologischen Determinismus rund um die künstliche Intelligenz zutiefst zu hinterfragen ist. Dieses Buch ist eine humanistische Warnung, dass Technologie, egal wie nützlich oder praktisch sie ist, nicht darüber bestimmen darf, wie wir unser Leben führen.
Sehr gutes und hilfreiches Buch zu einem der wichtigsten heutigen Themen. Die einzelnen Kapitel umfassen alle wichtigen Aspekte der künstlichen Intelligenz und werden in einer zugänglichen Sprache dargestellt. Absolut empfehlenswert, auch für Einsteiger.
★★★★★
sebastian zimmermann
06.06.2023
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Ich habe "Menschliches Denken und Künstliche Intelligenz" als Einstiegs-Lektüre gelesen, um etwas über KI zu erfahren.Das schmale Buch ist in übersichtliche Kapitel gegliedert, gut durchdacht und elegant geschrieben.Der Autor beschreibt die Macht einer Technologie, die mit ihrem rapiden Wissenswachstum fast alle Bereiche der Gesellschaft revolutionieren wird. Die KI wird Probleme lösen (allein in der Medizin durch Nanotechnologie) an denen kluge Köpfe seit Jahrhunderten erfolglos arbeiten.Als Beispiel erwähnt der Autor das neueste selbstlernende Google-Program "AlphaGo". Dieses "Deep Learning Program" entschlüsselte in kurzer Zeit ein krankmachendes Proteins. Die schlauesten Programmierer konnten nicht mehr nachvollziehen wie die Maschine das machte!Pfeffer stellt überzeugend die Gefahren einer ungebremsten KI dar:1. Machtmissbrauch der KI durch private Konzerne2. Machtmissbrauch durch autokratische Regierungen3. Politische Radikalisierung der Gesellschaft durch soziale Netzwerke und dadurch eine Bedrohung der Demokratie4. Überwachungskapitalismus (tracking, manipulation, biometric ID)5. Wettrüsten um die Superintelligenz und ein potentiell katastrophaler Cyber-War.Der Autor beschreibt sehr klar die Kernprobleme der KI. Für mich war das besonders erhellend.1. Das Kontrollproblem: Die KI kann sich nicht selbst kontrollieren. Es fehlt ihr an Selbstreflexion.2. Eine Superintelligenz hat kein Bewusstsein, sie kann ihren eigenen Code nicht zügeln. Alle Eindämmungsalgorithmen sind bislang gescheitert.3. Man kann der KI keine ethischen Entscheidungen einprogrammieren. Ihr fehlt die Moral.4. Wenn eine Superintelligenz wichtige Entscheidungen vorgibt, deren Resultate für den Menschen nicht nachvollziehbar sind, führt das zum Freiheitsverlust. Kann man der KI vertrauen, dass sie immer im Interesse des Menschen entscheidet?Als abschreckendes Beispiel führt der Autor das "Wunder vom Hudson" an: Der Pilot im Cockpit des defekten Flugzeugs vertraute auf seine persönliche Erfahrung und ignorierte die ihm vorgegebenen Computer-Algorithmen. Er landete das Flugzeug sicher im Hudson River. Wäre es nach dem Computer gegangen, hätte kein Mensch den Crash überlebt.Am Ende des Buches zieht der Autor die folgenden Schlüsse:1. Wertentscheidungen müssen den Menschen vorbehalten sein.2. Die gigantische Macht der KI muss unbedingt rechtlich-politisch reguliert werden.3. Wenn wir nichts tun, um die Algorithmen zu kontrollieren, könnte die KI eventuell unsere letzte Erfindung sein.Insgesamt ein intelligentes, spannendes Buch zu einem brisanten Thema.