Ich habe dieses Buch inzwischen 3 Mal gekauft. 1 x um es zu behalten und zu lesen und 2x habe ich es verschenkt (mit äußerst positiver Resonanz) Ja, immer mal wieder schwer zu lesen, wenn man kein Fan von Biochemie ist und das erfolgreich seit dem Studium verdrängen konnte.Begeistert hat mich die Gliederung des Buchs, sehr strukturiert und übersichtlich, ebenso wie die vielen Tabellen, bei denen man die Wirkungen von Arzneimitteln auf die Versorgung mit Mikronährstoffen "eben mal" nachsehen kann. leider ist es ja so, dass (aus Angst?) nur nach Leitlinie therapiert wird, etwa beim Thema Cholesterin, KHK, Diuretika, Epilepsie und alles andere an Beratung wegfällt, weil vielleicht zu aufwändig und für viele Patienten möglicherweise auch zu teuer.Wie viel besser wäre es, wenn man zur Hochdrucktherapie auch mal an Magnesium denkt oder auch nur, dass mit Diuretika auch Mineralstoffverluste passieren, nicht nur in Sachen Kalium. Da werden Antiepileptika verordnet und nicht an Vitamin D gedacht , geschweige denn über den Einfluß auf andere Mikronährstoffe. usw!Es werden vorab auch die Risikogruppen wie Alter, chronisch kranke Patienen und Frauen in der Schwangerschaft oder mit Kinderwunsch besprochen. Ebenso wie basics zur Interaktionen und mitochondraler Toxizität von Arzneimitteln.Es wäre wünschenswert, wenn eine andere Medizin möglich wäre und man vielleicht zuerst mal nach den Mikronährstoff - Mängeln schaut als gleich mit den pharmakologischen Hämmern zu beginnen (vielleicht auch noch ohne sich über die Nebenwirkungen auch nur Gedanken zu machen, wie im Fall von Cholesterinsenkern auf B12 etc.)Dieses Buch erlaubt, sich umfassend zu informieren, ist wissenschaftlich gut begründet, übersichtlich und gehört in jede Praxis, egal ob Medizin, Zahnmedizin (ja, auch Antibiotika werdenin Wirkung und Folgen besprochen und inzwischen ist ja auch angekommen, dass es bei Parodontopathien auch um Mikronährstoffmangel geht) oder HP.Vielleicht schliesse ich noch einen Wunsch an für die - hoffentlich nächste - Auflage dieses Buchs: noch eine Tabelle über unverträgliche Kombintionen von Nährstoffen und über beste Einnahmezeiten und -arten.
„Die meisten Kranken sterben nicht an ihrer Krankheit, sondern durch die Medikamente, die man ihnen aufzwingt.“ Das Zitat stammt von Molière und ist auch nach so langer Zeit noch aktuell. Medikamente haben nicht nur Nebenwirkungen, sie verursachen auch Mangelerscheinungen im Körper, was den Nährstoffhaushalt angeht. In diesem Buch kann man nachschlagen, welche Medikamente, welche Mängel verursachen und demenstprechend mit Supplementierungen ausgleichen.