★★★★★
k.A.
04.06.2026
ean-shopping.de
Ein sehr berührendes und atmosphärisches Buch, das mich mit der Geschichte von Ankommen und Loslassen tief berührt. Die Darstellung der Erinnerungen ist sehr schön, allerdings finde ich den Aufbau etwas zu langsam.
★★★★★
k.A.
04.06.2026
ean-shopping.de
Tiefgründig
★★★★★
robby lese gern (Buchbloggerin)
23.10.2024
amazon.de
„Unter Wasser ist es still“ ist ein Buch das über Schuld, Vergangenheitsbewältigung , aber auch über Neuanfang handelt und das Spuren im Herzen der Leser hinterlässt.Maira ist in einem kleinen Dorf auf dem Darß aufgewachsen. Ihre Mutter ist jung Mutter geworden und Maira alleine großgezogen. Ihren Lebensunterhalt verdient sie als Übersetzerin. Mairas Jungend auf dem Hof an der Ostsee ist glücklich und von Freiheit und Naturerlebnissen geprägt.Dann geschieht ein Unglück, Maira verlässt den Darß und soll erst nach mehr als einem Jahrzehnt wiederkommen.Mittlerweile lebt sie in Frankfurt, arbeitet als Restauratorin und bekommt von ihrem Chef das Angebot seinen Betrieb zu übernehmen. Um das Startkapital zu bekommen, will sie den Hof auf dem Darß verkaufen, doch dafür muss sie zurück in ihre Heimat und sich ihrer. Vergangenheit stellen.„Unter Wasser ist es still“ ist ein Buch, das berührt, auch deshalb weil die Autorin es verstanden hat in sehr einfühlsamer Art und Weise das Seelenleben eines jungen Mädchens zu beschreiben, das meint, große Schuld auf sich geladen zu haben. Die Schilderungen Mairas im Zusammenleben mit ihrer Mutter haben mich oft weinen lassen, weil ich mir gar nicht vorstellen wollte, wie überfordert ein Kind mit einer wie dieser war.Aber auch die Aufarbeitung der Vergangenheit zu beschreiben, ist der Autorin gut gelungen.Die sehr schöne, teilweise bildhafte Schreibweise hat mich das Buch genießen lassen und ich hoffe, dass der Autorin die Ideen nicht ausgehen werden, denn ich hoffe auf noch ganz viele Bücher dieser Autorin.
Es ist nun wahrlich kein leichter Sommerbuch-Thema, mit dem Maira in das Dorf zurückkehrt, wo sie ihre Kindheit verbracht hat. Und so ist auch der Roman alles andere als ein seichter Ostsee-Roman zum Wohlfühlen.Maira hat einen Koffer voll ungeaufgearbeiteter Geschehnisse dabei, und Fragen, die sie sich nie gewagt hat zu stellen.Julia Dibbern gelingt es trotzdem, eine Geschichte zu erzählen, die sich fast leicht anfühlt, die man - wie sagt man? - einfach so wegliest. Die den Kopf nicht schwer macht.Und das liegt daran, dass man als Leserin ein permanentes Vertrauen in Maira setzt, dass sie ihren Weg schon gehen wird. Dass sie, so schwer es werden mag, eine Lösung finden wird.Das macht "Unter Wasser ist es still" trotz schwerer Themen niemals schwermütig. Es ist auf jeder Seite eine zutiefst hoffnungsvolle Geschichte über die Stärke einer Frau, die sich erst dann voll entfaltet, wenn sie sich ihrer Vergangenheit stellt. Und das tut sie!Unheimlich gern gelesen und zu meinem Erstaunen in wenigen Stunden - viel zu schnell.
Geschichten, in denen die Hauptfigur nach längerer Abwesenheit an den Ort der Kindheit zurückkehrt, gibt es wie Sand am Meer. Meist aktiviert die Rückkehr Erinnerungen, führt zur Konfrontation mit der Vergangenheit, was durchaus schmerzlich werden kann, wenn traumatische Erlebnisse nicht verarbeitet wurden und noch immer im Unterbewusstsein schwelen.Ein solches Szenario hat sich auch Julia Dibbern für ihren neuen Roman „Unter Wasser ist es still“ ausgesucht, in dem sie die Protagonistin Maira in ihre ehemalige Heimat reisen lässt. Aus freien Stücke geschieht das nicht, es ist ein konkreter Anlass, der sie dazu bewogen hat. Sie muss ihre Angelegenheiten regeln, das Haus ihrer Kindheit zum Verkauf vorbereiten, die Vergangenheit endlich abhaken, damit die Zukunft gesichert ist.Jeder, der schon einmal in der Situation war, kann wohl nachvollziehen, was mit einem passiert, wenn man ein Haus leer räumen muss, in dem man Kindheit und Jugend verbracht hat. Jedes Stück, das man in die Hand nimmt, birgt Erinnerungen an vergangene Tage. Und wie könnte es auch anders sein, es sind nicht nur die schönen Erlebnisse, die Erinnerung an die unbeschwerten Tage der Kindheit mit ihren Freunden, die aufploppen. Freundschaften, die in die Brüche gegangen sind. Entscheidungen, die sich im Rückblick als falsch erweisen. Die Erkrankung der Mutter, deren Tod und die damit verbundenen Schuldgefühle. Das alles prasselt auf Maira nieder, als sie wieder in ihrem ehemaligen Zuhause auf dem Darß angekommen ist.„Unter Wasser ist es still“ ist ein ruhiger, ein nachdenklicher Roman, was nicht nur dem Thema, sondern auch Julia Dibberns Art des Schreibens geschuldet ist, erzählt sie doch Mairas Geschichte sehr behutsam und mit viel Fingerspitzengefühl für das Seelenleben ihrer Protagonistin. Obwohl in vielen Passagen eine fast greifbare Melancholie mitschwingt, gibt es auch solche, die durch Leichtigkeit bestimmt sind. Alles passt und wirkt nicht aufgesetzt – bis auf das Ende. Tut mir leid, aber das war eindeutig zu konstruiert und hat leider einen Teil des guten Eindrucks, den ich von diesem Roman hatte, zunichte gemacht.