Toll, was Frauen alles leisten! Dieses Buch würdigt am Beispiel ungewöhnlicher Lebensläufe und Talente alle Frauen. Die „Reisen zu außergewöhnlichen Frauen“ sind eher GEDANKENreisen mit überraschenden Informationen. Wer hätte gewusst, dass Hillary Clinton als engagierte junge Frau eine juristische Anlaufstelle für Vergewaltigungsopfer ins Leben rief? Oder dass das Mathematikgenie Katherine Johnson mit ihren Berechnungen das Gelingen der ersten Mondlandung sicherte? Man begegnet im Buch bekannten Persönlichkeiten wie Lady Di, Mutter Theresa, Nofretete oder Anne Frank, aber auch Personen, die trotz geringer öffentlicher Wahrnehmung bedeutende Spuren hinterlassen haben. Das Buch inspiriert und macht Mut, sich zu trauen!
In dem Buch werden Frauen vorgestellt, die für Rechte gekämpft haben, mutig waren, leben konnten oder einfach lebten wie sie wollten (meist hilft Reichtum dann doch „exzentrisch“ sein zu dürfen), herausragende Künstler, Entdecker, Kämpfer oder Herrscher über ganze Reiche waren (und manchmal auch noch sind).Ich verzichte bewusst auf Gendergerechte Sprache. Denn ich finde es nervig wenn jeder Begriff noch verkomplizierter dargestellt werden muss. Ich sehe z.B. das Wort Pionier als Neutrum, dass für JEDEN gültig ist.Das Buch ist für mich ein Lexikon oder ein Wikiwoman.Überraschend und interessant wer schon vor langer Zeit (teilweise VOR Christi Geburt) sich für mehr Rechte, Freiheiten, besseren Lebensstandard oder Gleichstellung eingesetzt hat.Alle Frauen die hier aufgeführt sind haben meist einen Erinnerungsort. Das kann ein Museum sein, ein Gedenkstein, eine Statue, das Geburtshaus, eine Universität oder ein Ort, an dem sie sich gerne aufhielt.Die Frauen werden in einem kleinen Kapitel kurz beschrieben - was ihre herausragende Eigenschaft war (und für die Lebenden darunter gilt natürlich - ist).Punktabzug gibt es nur dafür, dass manche Berichte zu kurz waren. Beispiele: Laura Ingalls Wilders jährliche Gedenkfeier ist umstritten – warum? Mathilde von Canossa – Heinrich IV fiel in ihrer Burg vor dem Papst auf die Knie – warum? Ein weiterer kleiner Aufklärungssatz würde da genügen um den Lebenslauf vollständig (verständlich) zu machen.
Es ist wichtig, dass vor allem Frauen als Aktivist:innen, Künstler:innen, Wissenschaftler:innen usw. mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit rutschen. Dieses Buch macht hier einen schönen Schritt und gibt vielen Frauen, die Wertvolles geleistet haben, eine Bühne - solche Bücher sollte es deutlich mehr geben. Was allerdings zu einem Stern Abzug führt, ist dass gerade in einem solchen Buch nicht auf gendergerechte Sprache geachtet wurde. Da ist von "Namenhafte(n) Künstler(n) und Anhänger(n)" die Rede, obwohl darunter auch Frauen fallen. Gerade hier täte gendern gut.