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k.A.
16.06.2026
ean-shopping.de
Die Bücher bieten wunderbare und inspirierende Rezepte, die das Kochen wirklich zu einem Lebensstil machen. Allerdings finde ich, dass die Auswahl an Rezepten etwas mehr Tiefe hätte.
Nigella Lawson kenne ich noch aus meiner Kochanfangszeit. Ihr Buch "Leckerbissen" war eines meiner ersten Anschaffungen in dieser Richtung. Schon damals hat mir gut gefallen, dass sie zwar strahlend schön, aber beim Essen null dogmatisch ist. Zucker, Fett, keine Angst. ;-) In erster Linie geht es in ihrem neuesten Werk "Kochen, essen, leben" auch immer noch um das Wohlgefühl und den Geschmack, mit denen unsere Speisen das Leben bereichern sollen.Beim ersten Durchblättern mag die einer oder der andere fast enttäuscht sein: Es ist sehr textlastig, und die Fotos sind spärlich und entsprechen nicht der Hochglanzästhetik der meisten Kochbücher heute. Und gerade das ist das Schöne und Tröstliche. "Küchengeschichten & Kochgeheimnisse" lautet der Untertitel. Jede Menge intelligenter Lesestoff wird hier geboten. Dabei erfahren wir so einiges über Nigellas bewegtes Leben, das in der Yellow Press ja über die Jahre schon gehörig ausgetreten wurde.Es lohnt sich also, einzutauchen in diese Essays, die nicht nur vom Kochen handeln, sondern eine ganz persönlich Philosophie vermitteln. Dementsprechend ungewöhnlich sind auch die Kapitel gestaltet. "Was ist ein Rezept?", "Des Menschen Glück hängt sehr vom Essen ab" oder höchst amüsant "Ein liebevolles Plädoyer für triste Speisen". Herrlich. Denn die Farbe Braun scheint in den tausenden von Rezeptfotos, die uns täglich um die Ohren fliegen, komplett verschwunden zu sein. Und doch schmeckt manches erst richtig gut, wenn es total zerkocht und eingedickt wurde.Für Weihnachtsfans gibt es noch ein extra Kapitel zum Schluss.