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k.A.
03.06.2026
ean-shopping.de
Das Buch bietet eine gute Grundlage zum Spurenlesen, allerdings fehlen noch einige Übungsbeispiele für den Einstieg. Es ist ein solider Einstieg, aber für eine tiefere Praxis sind zusätzliche Materialien hilfreich.
Als Kind fand ich die Spurenleser im Fernsehen immer faszinierend. Eigentlich wollte ich nicht lernen wie man Spuren liest. Ich wollte nur wissen wie es geht. Einfach mal hinter die Fassade schauen. Irgendwann stieß ich auf dieses Buch. Ich dachte mir, dass es ja nicht so teuer ist und bestellte einfach. Ich habe es verschlungen und kann jetzt auch ohne groß zu üben einfache Spuren lesen. Allein das lesen dieses Buches, hat mein Auge geschult. Ich achte jetzt mehr auf Spuren die ich zufällig sehe.Wenn man kein Jäger ist, ist dieses Wissen eigentlich relativ nutzlos. Aber für jeden der so wie ich einfach wissen möchte wie es geht, kann dieses Buch getrost kaufen.Und auch die, die dieses Wissen wirklich benötigen, machen mit diesem Buch bestimmt nicht viel falsch.Von mir eine Absolute Kaufempfehlung.
Ein sehr hilfreiches und verständliches Buch, welches jeder Interessierte haben sollte. Es ersetzt nicht sondern ergänzt bzw. ist ideale Voraussetzung um die gängige Literatur optimal einsetzen zu können. Die Abbildungen sind allerdings nahezu allesamt von schlechter Qualität. Hier wünsche ich mir etwas mehr Liebe zum Bild als puren Pragmatismus. Beschreibende Legenden am Bild fehlen hier und da. Vielleicht möchte der Autor den Leser durch die hässlichen Bilder zusätzlich bewegen sich ins Feld zu begeben um die Aussage der Abbildungen an der formschöne Praxis zu verstehen. Sehr löblich und wahnsinnig hilfreich erweist sich der Buchteil mit den Internetlinks. Da ich ein Buch hauptsächlich an seiner Nützlichkeit für den Leser bewerte, gibt es trotz der schlimmen Abbildungen vier Punkte. Der Autor erreicht was er will. Er bringt den Leser in die Natur ans Studienobjekt.
Inhalt:Dieses Buch ist im wesentlichen eine komprimierte Zusammenfassung englischsprachiger Lehrwerke der Materie. Es wirkt, wie das sauber abgeschriebene Script eines Schülers und ist keineswegs der Lehrvortrag eines Meisters.Sehr charakteristisch für das ganze Buch ist in meinen Augen folgende Äußerung. Bereits auf Seite 70 verkündet der Autor: "Wir haben jedoch das Ende dessen erreicht, was man anhand eines Buches und ohne persönliche Anleitung lernen kann."Dies wirft aber die Frage auf, wie all die Bücher aus der umfangreichen Literaturliste im Anhang von „Wie lerne ich Spurenlesen?“ gefüllt wurden? Was war das Ziel des Verfassers? Sind die Kollegen Schaumschläger? Vieles, was andere Autoren ausführlich darstellen, erwähnt Herr Kriebel nur in wenigen Zeilen. Exemplarisch seien hier die Kompression von Erdschichten und die Arbeit mit der Fährtenkiste genannt. In beiden Bereichen können auch absolute Anfänger systematisch mehr lernen als der Autor ihnen ohne persönliche Anleitung zutraut. Im gesamten Buch mangelt es an handfestem Bildmaterial (also guten Fotos) und beispielhaften Interpretationshilfen.Im Bereich über Störungen von Druckbildern wird der Text durchaus absurd: "... sprechen wir zum Beispiel von einem "gerborstenen-Kamm" (mit Bindestrich),..."geborstenen Kamm"(zwei Worte, ohne Bindestrich) und ..."Geborstenenkamm"(zusammen geschrieben)".Wer sind denn "wir"? Ich vermute die Gemeinschaft der deutschen Spurenleser. Und wie bitte spricht man Worte mit Bindestrich, ohne Bindestrich und zusammen geschrieben? Welchen Nutzen haben diese künstlich erzeugten Fachbegriffe, die in der gesprochenen Kommunikation zusätzliche Erklärung benötigen und in Schrift keine Vereinfachung bewirken? Aufgrund der unvollständigen Erläuterung bleiben dem neugierigen Leser nur Fragezeichen. Andere vermuten besser hohe Wissenschaft dahinter.Layout, Grafik und Satz:Nach Abzug von doppelten Inhalten, großzügig unbedruckten Bereichen und sinnlos überdimensionierter Schrift bleibt nur noch die Hälfte des Buches. Das Layout ist weder visuell ansprechend noch funktional. Hier fallen die Bildunterschriften, Zeilenabstände, der Textumlauf und die pixeligen Bitmap-Grafiken besonders negativ auf. Die gesamte Erscheinung erweckt den Eindruck, dass aus persönlichen Aufzeichnungen, unter Verwendung von Füllmaterial ein Buch zusammengestellt wurde. Bei der Erfahrung, die der Autor im Spurenlesen vorzuweisen hat, erwarte ich aussagekräftige Fotografien und Zeichnungen, sowie eine durchdachte Struktur.Fazit:Gemessen am Aufwand, den der Autor mit dem Buch hatte, ist der Preis vielleicht angemessen. Verglichen mit dem umfangreicheren Inhalt und der besseren Darstellungsqualität anderer Büchern ist der Preis zu hoch. Die vorbehaltlos hohen Bewertungen führe ich auf den Mangel an deutschsprachigen Alternativen zurück. Für alle, die keinen Zugriff auf die zahlreichen englischen Bücher zum Spurenlesen haben, ist dieses Buch ein Einstieg mit brauchbaren Ansätzen für die Praxis. Benutzt man die englischen Fachbücher und frei verfügbare Online-Quellen (u.a. Tom Brown ,Jr.), findet man bei Herrn Kriebel leider nichts Neues. Laut Klappentext wird das Buch den Leser "...auf den praktischen Weg mitnehmen...". Bei entsprechendem Interesse des Lesers trifft das sicher zu. "Es wird Ihnen die beste Route verraten,..." dieses hohe Ziel erreicht das Buch nicht. Ich werde das Buch nicht gänzlich im Regal verstauben lassen, auch wenn ich häufiger zu einem anderen Field Guide greife.Herrn Kriebel kenne ich nicht. Seiner Beschreibung folgend, ist er ein ausgezeichneter Spurenleser. Das Lehren der Kunst mit gedruckten Bildern und Worten ist nicht seine Stärke. Einige der von im Buch empfohlenen Autoren haben es besser gemacht. An deren Arbeiten muss sich "Wie lerne ich Spurenlesen?" nun auch messen lassen. Wer eine sehr rationale Blickweise und gründlichen Stil bevorzugt, sollte zu „A Field Guide to Mammal Tracking in North America“ (James Halfpenny & Elizabeth Biesiot) greifen. Wer zum Spurenlesen noch nette Geschichten braucht, liest Tom Brown, Jr., dessen Schüler Herr Kriebel ist.