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k.A.
02.07.2026
ean-shopping.de
Eine fantastische und inspirierende Möglichkeit, Rüdiger Kafkas Werk und seine tiefgründige Existenz in beeindruckender Form an den Wänden zu präsentieren. Die Qualität der Darstellung ist hervorragend und macht dieses Produkt zu einem echten Highlight für jeden Literaturfan.
Wie soll das gehen Leben, um zu schreiben, Schreiben, um zu leben – eine problematische Ausgangsposition, in die sich Franz Kafka ausweglos gegeben sah und darin lebte. Darin liegt das Geheimnis des Dichters aus Prag, dessen Todestag im Juni dieses Jahres sich zum 100. Mal jährt. Da kommt die schlanke Biografie von Rüdiger Safranski gerade rechtzeitig, um in 13 knappen und hochkonzentrierten Kapiteln Franz Kafka als unermüdlich Schreibenden darzustellen, ihn beim Schreiben zu beobachten, in seinen Briefen und literarischen Texten ihm nahe und näher zu kommen und die Augenblicke empfundenen Glücks, die Kafka beim Schreiben erfährt. Gleichzeitig schildert Safranski die Momente, in denen Kafka die Welt vollkommen fremd erscheint. Der große Vorteil bei Safranskis Biografie ist, dass er darauf verzichtet, sich in endlosen Aufzählungen zu ergehen, um dem Leser ein Fakten-Labyrinth zu präsentieren. Vielmehr gelingt es ihm, die Person Kafkas hervorzuheben, dessen Schreiben, seinen Kampf darum und seine ekstatischen Zustände, Schuldgefühle und Selbstanklagen und sein familiäres und privates Umfeld spürbar werden zu lassen. Schriftsteller sein, aber nicht im professionellen Sinn, war Kafkas erklärtes Ziel. Für die Literatur leben wollte er, aber nicht von ihr, weil er angeblich nicht die Kraft habe, damit seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, den verdient er bei der Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt. Dass für Kafka Schreiben ein existentielles Bedürfnis gewesen ist, belegt auch die Tatsache, dass er noch am Vorabend des Todes mit den Druckfahnen des „Hungerkünstler-Bandes“ beschäftigt war, bevor er am darauffolgenden Mittag starb…/cpg