★★★★★
k.A.
06.08.2026
ean-shopping.de
Dieses Buch ist eine wunderbare Ode an die Natur und vermittelt ein tiefes Gefühl von Entschleunigung, das man sofort spürt. Die Beschreibung des Almsommers ist sehr stimmungsvoll und lädt zum Verweilen ein.
★★★★★
k.A.
06.08.2026
ean-shopping.de
Dieses Buch vermittelt eine sehr schöne Stimmung von Entschleunigung und Freiheit in der Bergwelt, allerdings finde ich, dass die Darstellung des Alltags etwas weniger ausgeprägt ist. Dennoch ist es ein gelungenes Buch für alle, die Ruhe suchen.
★★★★★
k.A.
06.08.2026
ean-shopping.de
Perfekt!
Der Titel dieses Buches ist nicht einfach so aus der Luft gegriffen: In einem historischen Rückblick erfährt man/erfährt frau, dass die geistliche Obrigkeit das Treiben auf den Almen früher mit großem Missfallen betrachtet hat. Nicht nur wohnte junges Weibsvolk gänzlich ohne männliche Beaufsichtigung in den Bergen, bei der Stallarbeit trug es auch noch ganz selbstverständlich Hosen!Johanna Bauers Stil ist schnörkellos. Bei ihr ist die Alm nicht zuallererst ein Sehnsuchtsort für stadtmüde NaturschwärmerInnen. Ebenso nüchtern wie einfühlsam nähert sich die Autorin Frauen, die sich aus ganz verschiedenen Motiven auf die Alm begeben haben: Da ist die Bauerntochter, die es in den späten 1940er Jahren genießt, sich die Arbeit von niemand anschaffen lassen zu müssen, und da gibt es die Münchnerin, die sich in den 2010er Jahren eine Auszeit von ihrem hektischen Büroalltag nimmt. Schade nur, dass die persönlichen Notizen Bauers, die das Buch einleiten, so kurz geraten sind. Bei ihrem ersten Alm-Aufenthalt kämpfte sie nämlich nicht nur mit Schlamm, Schneefall, Mist und ängstlichen Kälbern, sondern auch mit sich selbst. Darüber hätte ich persönlich gerne mehr erfahren.
Klischee und Wirklichkeit: Johanna Bauer ist tief eingestiegen in das romantisch-verklärte Leben auf bayerischen Almen, erlebte mehrere Sommer lang vor Ort das harte Leben von Sennerinnen, packte selber zu, forscherisch auf den Fährten eigener Familientradition: Die Mutter war Sennerin und ziert den Umschlag dieser Hommage.Deren Reiz, unterlegt von nostalgischen Fotos, dokumentiertem Wissen und spannenden Interviews, liegt im Perspektivwechsel. Eine legendäre Nische gewinnt Gestalt, in Farben, Tönen, einzigartigen Lebens-Narrativen, und lädt zu Interpretationen ein.Almwirtschaft, aus wirtschaftlicher Not geboren, war auch ein Rückzugsgebiet in die Freiheit, gerade für Frauen, in Krisenzeiten, bis heute. Survival-Training, am wilden Busen der Natur, fast eine alpenländische Robinsonade. Hand aufs Herz, im kommoden Lehnstuhl ein prickelndes Leseabenteuer – aber als Zivilisationsverwöhnte so zu leben?***MUST READ*** Fast Kult, für alle Naturschwärmer, Träumer + Realos – auch handwerklich: ein Büchertraum!