★★★★★
k.A.
24.05.2026
ean-shopping.de
Dieses Hörbuch ist unglaublich fesselnd und transportiert mich mitten in eine sehr bewegende Geschichte, die man kaum vorstellbar ist. Die Erzählung von Sacha Batthyany ist meisterhaft und fesselt von Anfang bis Ende.
★★★★★
k.A.
24.05.2026
ean-shopping.de
Dieses Hörbuch ist unglaublich fesselnd und transportiert die Geschichte von Sacha Batthyany und seiner Großtante Margit auf eine sehr bewegende Weise. Ich war tief in die Geschichte und die Emotionen hineingezogen und kann es nur wärmstens empfehlen.
★★★★★
k.A.
24.05.2026
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Ich habe dieses Set nachbestellt, weil ich die Geschichte meiner Familie erneut sehen wollte. Die Aufmachung ist für mich gut lesbar, da die Schrift groß ist. Die CDs sind in Ordnung und der Zustand ist akzeptabel.
Die Erzählung von Batthyany knüpft an ein brutal gewalttätiges und obszönes Verbrechen an (die Erschiessung von 180 jüdischen Zwangsarbeitern kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges auf Schloss Rechnitz, das einer Tante des Autors gehörte, Margit Batthyany-Thyssen), das erst mit unverständlicher Verzögerung publizistische Wellen schlug und an die breite Öffentlichkeit gelangte (z.B. David R. L. Litchfields Artikel „Die Gastgeberin der Hölle“ in der FAZ vom 18. Oktober 2007; Elfriede Jelinek, Rechnitz (Der Würgeengel), 2008). Der Autor verknüpft dieses Verbrechen nicht nur mit einem Ereignis aus dem familiären, privaten Umfeld (die Grossmutter des Autors wurde auf ihrem Schloss in Ungarn 1944 Zeugin, wie ein bei ihnen zwangsverpflichtetes jüdisches Ehepaar von einem Nazi-Offizier erschossen wurde, worauf die Grossmutter sich ein Leben lang, dokumentarisch in Aufzeichnungen festgehalten, Vorwürfe machte, das jüdische Paar nicht gerettet zu haben), aber auch mit den eigenen Reaktionen auf dieses zufällige Wissen. Er lässt sich vom Sog dieser Geschichten in Recherchen hineinziehen, die ihn auf etliche Reisen (unter anderem auch in ein ehemaliges Lager des Archipels GULAG in Russland) schicken und zu seiner Begegnung mit der geretteten Tochter des jüdischen Ehepaares, einer inzwischen über 90-jährigen Dame, in Buenos Aires in Argentinien führt.Minutiös beantwortet der Autor die im Titel gestellte Frage, folgt jeder nur erdenklichen Spur (das Beziehungsgeflecht in Familien, gesellschaftliche Umwälzung in Ungarn, die einstigen Herren, die zu mittellosen Flüchtlingen werden, das Geld, das selbst in kriminelle Machenschaften verwickelten Reichen Türen öffnet, die eigenen Schwächen usw.), entwickelt so gleichsam einen Krimi – er selber benennt die Geschichte, in die er hineingezogen wird, im Text so –, der von der Spannung lebt, welche Erschütterungen das Wissen um diese Verbrechen in ihm auslösen und wie er darauf reagiert.Man mag sich kurz fragen, und was geht uns unbeteiligte Leserinnen und Leser dieses private Zeugs an? Die Frage ist philosophisch zu beantworten.Michael Hampe wendet sich in seinem Werk „Die Lehren der Philosophie. Eine Kritik“ (Suhrkamp 2014) gegen Behauptungen, das Doktrinäre in der Philosophie, erwähnt, dass in Erzählungen praktischere Philosophie betrieben wird, als in „gescheiten“ Büchern und weist darauf hin, dass die Philosophie letztlich beobachtet, wie das Einzelwesen auf Ereignisse und Handlungen anderer Einzelwesen reagiert. Der Autor beschreibt seine Reaktionen auf zufälliges Wissen, auf Begegnungen, auf Ereignisse und schreckt auch nicht davor zurück, anstatt am Äusserlichen kleben zu bleiben, sein Innerstes preiszugeben, als ihm seinem dreijährigen Sohn gegenüber die Hand ausrutscht und er ihn schlägt, wie er eine Psychoanalyse beginnt, wie er, unfähig zum Gespräch, traurig neben seinem Vater hergeht. Angewandte Philosophie zur Alltagsbewältigung.Man liest mit Hingabe eine spannende Geschichte und wir – sofern man es wagt, das Gelesene zu bedenken – unwillkürlich auf sich selber zurückgeworfen, stellt sich Fragen zu seinen eigenen Erinnerungen, Vorurteilen, zum allenfalls Verdrängten. Man ringt um Antworten. Man spürt, wie ein Knopf im Inneren sich löst und man sich freier fühlt. Dank einem Buch. Diesem Buch!
Das Buch zeigt, daß ein nach Beendigung der Nazi-Herrschaft verübtes Verbrechen aus dem Jahre 1945 an Juden, in das ein Mitglied einer adeligen Familie involviert war, auch noch 2 Generationen später vom Verfasser dieses Buches nicht wirklich verarbeitet werden kann. Ein Buch, das sehr spannend geschrieben wurde, aber doch am Schluß viele Fragen offen lässt (lassen muss).