Vielen Dank, dass sie sich die Mühe machen, meine Bewertung durchlesenFür alle die keine Lust haben alles durchzulesen schreibe ich am Ende ein Pro und Contra sowie ein Fazit.Heute möchte ich meine persönliche Meinung zum Buch „Marokko fotografieren“ von Jörg Löffler und Karen Meyer-Rebentisch niederschreiben. Ich hoffe ich kann hiermit bei der Entscheidung für oder gegen das Buch helfen.Zunächst zu meiner Person. Ich bin seit ca. 6 Jahren ambitionierter Hobby Fotograf und verdiene mit der Fotografie kein Geld. Ich bin sehr Technikbegeistert. Dies betrifft seit längerem ebenfalls die Fotografie. Ich nutze mehrere Kameras und Objektive in allen Bereichen.Was erwartet mich in dem Buch?Ich mag die Fotoscouts um eventuell neue Reiseziele für mich zu entdecken. Marokko war kein Ziel welches mich gereizt hat. Durch das Buch hat sich dies allerdings zum Teil geändert.Der Fotoscout startet hierbei wie die übrigen mit allgemeinen Angaben. Hierzu zählen Anreise (PKW, Fluglinien und Ziele), Währung und Preise (Hotel, Verpflegung, Leihwagen etc.), Klima etc.Schön fand ich hier im Anschluss die Verhaltensregeln. Hier sind auf 2 Seiten Dinge genannt die man in Marokko beachten sollte. Gerade im Bezug auf Kleidung und Verhalten zu den Menschen (besonders wenn man hier als Frau unterwegs ist) sollte man kennen.Anschließend geht es mit dem eigentlichen „Reiseführer“ los.Das Buch ist nicht in konkrete Touren eingeteilt sondern nach Norden und Süden mit sehenswerten Zielen und mehreren kleineren UnterthemenDer Inhalt des Buches beinhaltet:a) Der Norden (Empfehlung 12-14 Tage Reisedauer) 1. Casablanca 2. Rabat und Sale 3. Asilah 4. Tetouan 5. Rif-Gebirge 6. Chefchaouen 7. Fesb) Der Süden (Empfehlung mindestens 14 Tage Reisedauer) 1. Atlantikküste 2. Essaouira 3. Tafraounte und Umgebung 4. Der Anti-Atlas 5. Die Dades-Schlucht 6. Lalla Mimouna 7. Zagora und Umgebung 8. Der Hohe Atlas 9. MarrakeschSonstige Themen: - Alltag in Marokko - Handwerk und Kunsthandwerk - Arabische Architektur - Menschen fotografieren - Märkte - Oasen - Die Wüste - GartenkunstDer Norden wirkt auf mich wenig geeignet für Personen die sich auf Landschaften und Architektur konzentrieren möchten. Sehr viele der Fotos im Buch sind hier von Personen, also eher in Richtung Streetfotografie. Dies ist sicherlich interessant, aber nicht für Fotograf*innen, die weniger Personen ablichten möchten (Beispiel siehe Foto).Im zweiten Teil geht es dann um den Süden. Hier finde ich genau das, was ich mir von Marokko erwartet habe (bevor ich das Buch gelesen habe). Hier sieht man fantastische Lehmbauten, die in Hohen Berglandschaften eingepasst wurden. Im Buch kann man hier tolle Bilder der Dörfer und deren architektonischen Besonderheiten.Einen weiteren sehr interessanten Teil des Buches bilden die kurzen Kapitel zu bestimmten Themen. Gerade die Gartenkunst hat mich sehr überrascht. Trotz des doch sehr heißen Klimas gab es hier einige tolle Sachen zu sehen.Pro:+ Hochwertiger Druck+ Schöne Bilder (allerdings anfangs viele von Personen)+ Seiten mit gesammelten QR Codes zu Fotospots (Fes, Essaouira, Marrakesch)Neutral:- Format des Buches (Ich kann mich mit dem Querformat-Druck mancher Fotoscouts nicht anfreunden. Beim mitnehmen knicken Seiten leicht um und sie passen nicht zwischen andere Bücher im Regal)- Es hätten mehr Bilder von Landschaften und Gebäuden und weniger von Personen sein dürfen (Subjektiv)Fazit:Marokko war für mich nie ein Ziel welches ich unbedingt sehen wollte. Das Buch hilft dabei sich das Ganze doch noch einmal durch den Kopf gehen zu lassen. Schön gefallen haben mir die Hintergrundinfos, die die Autor*innen im Buch gegeben haben. Auch die Aufforderung Menschen offensichtlich nach Fotos zu Fragen (auch wenn es nur über lächeln und zeigen auf die Kamera geschieht) fand ich gut. Persönlich tue ich mich schwer damit Leute nach einem Foto zu fragen.Das Buch hat mir alles in allem gut gefallen. Gerade wenn man kein Vorwissen über Marokko hat, kann man hier sehr gute Anregungen finden.Danke dass sie sich die Mühe gemacht haben meine Rezension zu lesen. Ich hoffe ich konnte hiermit bei der Entscheidungsfindung helfen.LG Nicolas
Dass Marokko sehenswert ist, zeigen die Autoren Jörg Löffler und Karen Meyer-Rebentisch mit ihren vielfältigen Aufnahmen. Diese bieten neben Städten und Landschaften auch einen vertieften Einblick in die Kultur der Menschen in Marokko.Am Anfang des Buchs gibt es Infos zur Reiseplanung wie Anreise und Transport im Land, Lebenshaltungskosten, Klima und Jahreszeiten, empfohlene Reisedauer, Verhaltensregeln, Fotoausrüstung und interessante Websites. Fakten über das Land und den marokkanischen Alltag geben einen ersten Überblick, was Touristen erwartet.In diesem Fotoscout ist Marokko in Norden und Süden aufgeteilt, sodass das ganze Land bereist werden kann, oder nur ein Teil davon. Hier werden wichtige Städte, Regionen und Landschaften vorgestellt.Zusätzlich gibt es noch themenbasierte Kapitel z.B. über Handwerk und Kunsthandwerk, Arabische Architektur, das Fotografieren von Menschen, Märkte, Berberarchitektur sowie zu Oasen, der Wüste und der marokkanischen Gartenkunst.Die Kapitel sind so farblich hervorgehoben, dass man das Buch direkt an der richtigen Stelle aufklappen kann. Sehr nützlich finde ich die Koordinaten für den Standort der Sehenswürdigkeit, der zusätzlich mit einem QR-Code angegeben ist, welcher zeitsparend zu Google Maps weiterleitet.Die Autoren teilen in diesem Buch ihre langjährigen Erfahrungen, ihr Insiderwissen sowie ihre hervorragenden Ortskenntnisse. Jörg Löffler arbeitet seit mehr als 30 Jahren als Reiseleiter/-führer und hat Marokko bereits mehr als 30-mal bereist und Karen Meyer-Rebentisch ist Kulturwissenschaftlerin, Autorin und Fotografin. Für Nichtmuslime sind die Infos, welche religiösen Bauwerke zugänglich sind, bei der Reiseplanung essentiell.Neben historischen Hintergründen zu den Fotolocations gibt es auch Tipps zu welcher Zeit die besten Bilder gelingen. Das nötige technische Know-how, um gelungene Fotos in Marokko zu realisieren, wird im Fotoscout vorausgesetzt.Besonders gut gefällt mir, dass ein Fokus auf das traditionelle Kunstwerk gelegt wird. So ist Marokko z.B. bekannt für kunstfertige Metallbearbeitung, Schmuckherstellung, Keramik-Produktion, Teppichkunst, Holzbearbeitung oder Schneiderei und Korbflechterei.Wer schon immer wissen wollte, wo eigentlich Timbuktu liegt, wird mit diesem Buch schlauer.Alles in allem ist der Fotoreiseführer ein sehr nützlicher Begleiter zur Planung und zum schnellen Finden toller Fotolocations in Marokko, der bei meiner nächsten Reise im Koffer dabei sein wird!
Ein ganzes Land in einen Fotoscout zu packen ist sicherlich eine große Herausforderung. Und so fallen die entsprechenden Locations auch sehr kurz aus. Z.B. 7 Fotospots für den gesamten Norden (Bild). Die zahlreichen Querverweise und Vorschläge, dass es da und dort auch etwas interessantes zum fotografieren gibt, machen für mich überhaupt keinen Sinn. In einem Fotoscout erwarte ich, dass ebendiese genannten Locations samt ansprechendem Foto vorgestellt werden. Sonst finde ich diese Informationen über Sehenswürdigkeiten ja auch im normalen Reiseführer.Ein toller Reiseführer für Fotografen, der Lust auf Marokko und das bereisen des Landes macht.