Ich glaube, das kennen alle Paare: Alle Erlebnisse und schönen Momente verflüchtigen sich. Das gilt umso mehr für Gedanken (wie auch Gefühle). Man kann sie nicht für die Ewigkeit konservieren. Und trotzdem versuchen wir oft, den einen oder anderen Moment in einem Foto festzuhalten: den Spaziergang am Urlaubsstrand, ein Foto von einem Wanderausflug, ein Familienfoto im Sommergarten, gemeinsam auf einem Berggipfel oder vor dem Eiffelturm … Auch wenn wir damit den einen oder anderen Moment wenigstens optisch wieder in Erinnerung rufen können, bleiben oft die Gedanken des Tages verschollen. Da könnte es tatsächlich eine gute Idee sein, solche Gedanken in Worten irgendwo zu verewigen.Dieses Buch hatte ich vor ein paar Wochen in einem Büchervorschau-Katalog entdeckt und gleich bestellt. Vorgestern kam es hier an. Ich habe es uns zum Geschenk gemacht ;-).Kurz zur Machart: Das „Journal“ ist aufgemacht wie ein Kalender. Geordnet nach Monaten und unterteilt in 365 Tage stehen jeweils ein paar Zeilen zur Verfügung um die jeweilig beim Datum stehende Leitfrage zu beantworten. Manchmal kann man auch einen Satz / ein Wort zu der „Gedankeninspiration“ aufschreiben. Illustrationen oder gar Bilder fehlen in diesem Buch komplett. Das finde ich auch gut so, schließlich soll das ausgefüllte Buch etwas ganz Individuelles sein. Ich kann mir auch gut vorstellen, die eine oder andere Frage des Tages vielleicht mit einem Foto zu beantworten. So entsteht ein buntes Ganzes, in dem man am Ende des Jahres oder zwischendurch immer mal wieder gerne herumblättert.Das Tagebuch für Paare ist darauf ausgelegt, dass man – angeleitet durch verschiedene Fragen – jeden Tag ein paar Gedanken zu seiner Beziehung verewigen kann. Es hilft nicht nur dabei, ein paar Gedanken zum Partner unter einer bestimmten Fragestellung aufzuschreiben. Es hilft auch, sich die eine oder andere Frage überhaupt zu stellen. Und es kann eine nette Grundlage sein, sich mit seinem Partner immer einmal wieder über bestimmte Fragen, Ziele und auch Zukunftspläne auszutauschen und damit die Beziehung zu festigen.Manche Fragen/Aussagen zielen darauf ab, dass jeder aufschreiben soll, wie er seinen Partner sieht oder was er besonders an ihm liebt/mag/schätzt („Ich liebe es, wenn Du … anhast“, „Ich fühle mich von Dir beschützt, wenn …“, „Ich bin total fasziniert von Dir, wenn …“ usw.). Andere fragen danach, was man in seiner Beziehung noch gemeinsam erleben will („Plant Ihr einen romantischen Ausflug? Wenn ja, wohin?“, „Was möchtet Ihr noch gemeinsam erleben?“ usw.) oder was man einfach am Leben derzeit gut findet („Heute war ein lustiger Tag, weil …“ usw.). Wieder andere Fragen kann jeder für sich selbst beantworten („Was sind Deine drei größten Wünsche?“, „Woran merkst Du, dass Du noch immer verliebt bist?“, „Was macht Dich unglücklich“ usw.). Manchmal sind es Du- manchmal Ich-Botschaften, die man dem anderen auf diesem Weg mitteilen kann. Manchmal sind es einfach Gedanken, die einen in Bezug auf die Beziehung beschäftigen. Schön daran ist, dass man keine riesig langen Texte schreiben muss. Manchmal reichen ein paar Stichworte, manchmal nur ein Wort. Ich denke, wer immer mal wieder fünf Minuten auf diese Weise in die Beziehung investiert, kann damit sich und seinem Partner ohne großen Aufwand etwas Gutes tun.Für mich ist das eine etwas andere Variante zum klassischen Tagebuch. Es ist ein Beziehungstagebuch. Sehr gut daran finde ich auch, dass man damit seinen Partner (auch nach Jahren) ein bisschen näher kennenlernen kann. Vielleicht kann man so auch „schwarz auf weiß“ erkennen, in welche Richtung sich die Beziehung entwickelt und was sich verändert hat. Dazu gibt die eine oder andere Frage Anstoß für eine gemeinsame Aktion oder Inspiration und Impulse für neue gemeinsame Pläne.Ich habe das Journal also bestellt und mache es uns unter anderem an Weihnachten zum Geschenk (vielleicht fülle ich auch ein paar Blätter bis dahin aus …). Nächstes Jahr würde ich gerne gemeinsam mit meinem Mann damit beginnen, es mit den Gedanken über uns zu füllen …Fazit: Ich finde, dass so ein „Liebeserinnerungsjournal“ eine gute Idee ist. Hier können sich Paare wichtige Momente und Gedanken zu ihrer Beziehung verewigen. Ich denke, dass es interessant sein wird, Gedanken zur eigenen Beziehung in der Rückschau zu betrachten – in Zeiten, in denen es mal schwierig ist oder auch einfach nur so. Auch können die Fragen gute Ansatzpunkte sein, die eigene Beziehung – alleine oder auch mal mit dem Partner – zu „reflektieren“. Gerade im Alltagstrubel gehen solche Nachdenkmomente leider oft unter. Da könnte es schon auch nützlich sein, abends oder am Wochenende in einer stillen Minute über das „Wir“ nachzudenken. Man muss ja nicht gleich eine Psychostunde daraus machen. Wir probieren es ab nächstem Jahr mal aus …
Ich hab es meinem Freund geschenkt.Wir antworten auf die Fragen und schreiben dazu noch ein paar Dinge Tagebuchartig auf was so passiert ist.Noch sind wir im ersten Jahr aber ich freue mich shcon darauf, die nächstes Jahr die Einträge zu lesen was am vor einem Jahr an diesem Tag passiert ist!Außerdem ist es niedlich zu lesen, was dein Partner über gewisse Sachen denkt und man lernt sich noch ein Stückchen besser kennen :)Einen Stern Abzug gibt es, weil sich manche Fragen extrem ähnlich sind wie " MIt welchem Star möchtest du zu Abend essen" und "mit welchem Star möchtest du ein Wochenende verbringen" ...Aber da dies nur selten ist, und die anderen Fragen sowieso viel besser sind, ist das ok :)