★★★★★
k.A.
10.07.2026
ean-shopping.de
Die Bücher sind sehr schön gebunden und die Illustrationen sind ansprechend, allerdings ist das Papier etwas dünn.
Als im Stadtpark der südschwedischen Stadt Lund ein Mädchen ermordet aufgefunden wird und unweit von dort auch ein junger Mann niedergeschlagen wurde, der fortan im Koma liegt, wird Kommissarin Sara Vallen mit den Ermittlungen betraut. Schnell ist offensichtlich, dass die Fälle zusammenhängen, da beide Opfer weißen Flieder in den Händen halten. Doch genau so schnell muss Sara den Fall wieder abgeben, da ihr Sohn Johannes zu den Hauptverdächtigen zählt. Doch sie denkt nicht daran, die Ermittlungen einzustellen da Johannes nie zu so einer Tat in der Lage wäre…Bei dem Kriminalroman „Weißer Flieder“ von Cecilia Sahlström handelt es sich um den Auftaktband zur Reihe um Polizeikommissarin Sara Vallen.Die Geschichte, die angenehm ruhig und dabei sehr bildlich erzählt ist fesselt den Leser gleich zu beginn. Mit Sara Vallen begleitet man eine durch und durch sympathische Ermittlerin und es macht gleich riesig Spaß ihr beim Ermitteln über die Schulter zu schauen. Die für skandinavische Krimis übliche unterschwellige düstere Stimmung schleicht sich ebenfalls gleich zu Anfang ein und hält die ganze Erzählung über an.Die mir bis Dato unbekannte Sprecherin Katja Sesterhenn hat die Geschichte prima erzählt und mir die Ein oder Andere Gänsehaut beschert. Von mir gibt es eine absolute Hörempfehlung!Einen herzlichen Dank an den SAGA-Verlag und Lovelybooks für das Hörbuch als Rezensionsexemplar!
Polizeikommissarin Sara Vallén wird nachts in den Stadtpark der südschwedischen Stadt Lund gerufen. Ein junger Mann hat ein schwer verletztes Mädchen gemeldet. Als die Polizei eintrifft, findet sie nicht nur das Mädchen, auch der junge Mann liegt bewusstlos in ihrer Nähe. Beide halten weißen Flieder in ihren Händen. Zu ihrem Schrecken muss Sara feststellen, dass es sich dabei ausgerechnet um ihren Sohn Johannes handelt und dieser mit einem Mal die Rolle des Hauptverdächtigen inne hat. Natürlich muss Sara den Fall an einen Kollegen übergeben, doch das kann sie nicht davon abhalten weiter zu ermitteln. Denn dass ihr Sohn zu so einer Tat fähig wäre, das steht nicht nur für Sara völlig außer Frage.Cecilia Sahlström bringt mit „Weißer Flieder“ den Auftaktband ihrer Reihe um die Kommissarin Sara Vallén. Die Autorin schafft es von Beginn an Spannung zu erzeugen, auch wenn diese zunächst eher unterschwellig ist und sich im Laufe des Buches steigert.Ob mir Sara Vallén wirklich sympathisch ist, kann ich auch jetzt, nachdem ich das Buch beendet habe, nicht sagen. Manches mal konnte ich sie sehr gut verstehen, an anderer Stelle wieder war ihr Handeln für mich schwer nachvollziehbar. Dass sie auf jeden Fall die Unschuld ihres Sohnes beweisen will ist in jedem Fall verständlich, dennoch hätte ich gewünscht, dass sie es trotzdem schafft, auch für ihn da zu sein. Sicher wäre der Spagat für jeden schwer, allerdings hatte ich nicht das Gefühl, dass sie es überhaupt ernsthaft versucht.Neben Sara lernen wir jede Menge anderer Charaktere kennen, allen voran auch den Täter. Zwar wird uns sein Name nicht genannt, doch einige Abschnitte sind aus seiner Sicht geschrieben, so dass wir auch ihm näherkommen als gedacht.Die Thematik ist ernst, denn schnell wird klar, dass es nicht nur um das schwer verletzte Mädchen geht, im Fokus stehen Misshandlungen, Missbrauch und Kinderpornographie. Keine leichte Kost, zumal uns durch die Medien immer wieder bewusst gemacht wird, dass solche Verbrechen weit öfter geschehen, als wir glauben. Prinzipiell bin ich kein Freund von Triggerwarnungen, hier wäre es vielleicht dennoch angebracht, da zumindest für mich aus der Buchbeschreibung nicht ersichtlich ist, in welche Richtung sich der Thriller entwickelt und ich nachvollziehen kann, wenn der ein oder andere Leser diesbezüglich lieber vorgewarnt wäre.Doch trotz des heftigen Themas hat mir das Buch gefallen, da es die Autorin schafft ihre Geschichte unaufgeregt zu erzählen und den Leser trotz der teils sehr bildhaften Sprache nicht zu überfordern. Einzig die zahlreichen privaten Probleme von Sara Vallén haben mich gestört. Die waren etwas zu viel des Guten und für mich, wodurch die die Geschichte etwas an Glaubhaftigkeit verloren hat.Mein Fazit: „Weißer Flieder“ ist für mich ein durchaus gelungener Krimi/ Thriller, der mich zwar nicht vollends begeistern konnte, mir aber einige spannende Lesestunden beschert hat und ich würde mich freuen, Sara Vallén auch bei ihrem nächsten Fall zu begleiten.
★★★★★
Heidi+SaintGermain
06.05.2024
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In Lund wird ein schwer verletztes Mädchen gefunden. Die Zunge wurde herausgeschnitten und es hat Flieder in den Händen. Polizeikommissarin Sara Vallén muss den Fall vorerst abgeben, denn gemeldet hat das Verbrechen ihr Sohn Johannes, der neben dem Mädchen niedergeschlagen wurde. Er gilt als Hauptverdächtiger. Aber natürlich ermittelt Sara weiter.Das Cover des Hörbuchs ist ausgezeichnet gelungen; es macht Lust das Buch zu hören und passt einfach perfekt.Der Schreibstil der Autorin ist in diesem 1. Buch über Sara Vallén manchmal sehr ausschweifend, was auch zu zeitweiliger Langatmigkeit führt. Ansonsten werden die Charaktere und Orte bildhaft dargestellt. Zu erwähnen ist auch, dass immer wieder am Kapitelanfang die vollen Namen genannt werden.Ganz sympathisch waren die Ermittler aber allesamt nicht wirklich. Vor allem Saras Verhalten ist oft nicht sehr glaubwürdig und eher rätselhaft. Und Rita, die jeden Satz wie eine Frage stellt, klingt einfach komisch, auch weil die Sprecherin ihren Job diesbezüglich gut macht und ebenso redet, wenn Rita zu Wort kommt.Dies ist auch das große Plus der Sprecherin, die sich hier bemüht jedem Charakter ihre eigene Stimme zu geben. Ebenso positiv ist zu erwähnen, dass sie das Schwedisch für mein Gehör sehr gut ausspricht.Allerdings habe ich auch einiges an der Aufnahme bzw. der Sprecherin zu bemängeln. Ob es an der Aufnahme oder an der Sprecherin liegt weiß ich nicht, da man es nicht gleichmäßig so heraushört, aber man hört ein deutliches Lispeln bzw. einen S-Fehler. Ebenso hört man an manchen Stellen Geräusche wie wenn eine Schallplatte ablaufen würde.Für meinen Geschmack ist die Sprecherin auch etwas zu schnell; wobei sie auf der anderen Seite auch immer wieder nach Sätzen längere Pausen macht.So konnte mich die Sprecherin leider nicht wirklich überzeugen.Das Privatleben von Sara wird mir etwas zu weit ausgebreitet, vielleicht ist es aber auch für Folgeteile wichtig.Und um den Täter zu erraten bzw. ihm auf die Spur zu kommen braucht der Hörer/Leser sicher insgesamt auch nicht zu lange, was natürlich den Spannungsbogen fallen ließ.Fazit: Weder die Sprecherin/Aufnahme, noch das Buch oder die Charaktere konnten mich überzeugen. 3,5 von 5 Sternen