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AJuM Sachsen-Anhalt
03.10.2024
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„Jeden Tag da fahre ich mit meinem Traktor in die Stadt. Jetzt stecke ich fest und kann nicht weiter. Die Zeit wird langsam knapp.“ So beginnt das Puzzlebuch „Achtung, Stau“ von Katie Cotton und Aino-Maija Metsola. Wer kennt es nicht? Fahrzeug an Fahrzeug reiht sich aneinander, die Ursache der Verzögerung bleibt zunächst unklar.Das Pappbilderbuch „Achtung, Stau“ von Katie Cotton und Aino-Maija Metsola beschreibt auf sechs Doppelseiten aus der Perspektive verschiedener Fahrzeughalter, wie diese in den unerwünschten Stau geraten sind.Das robuste Puzzelbuch im Format 19,2 x 1,7 x 26,1 cm lädt bereits durch die besondere Gestaltung des Buchdeckels zur Betrachtung ein. Dort sind alle Fahrzeuge, die sich später in der Handlung wiederfinden, in Form eines Wimmelbildes auf einem einfarbigen Hintergrund aneinandergereiht. Die schwarzen Flächen des Covers wurden aufgeraut und haben dadurch eine angenehme Haptik. Einen besonderen Reiz machen die Illustrationen des Kleinkindbuches aus. Figuren, Häuser, Bäume und Fahrzeuge (hier Traktor, Bus, Lastwagen, Fahrrad und Feuerwehr) setzen sich aus geometrischen Figuren zusammen und ähneln dadurch in ihrer Komposition dem Spiel mit Bauklötzen. Verwendet wurden passend dazu helle und sehr kontrastreiche Farben.Der Aufbau jeder Doppelseite ist gleich. Zunächst muss der/die Lesende das Buch hochkant drehen. Auf der oberen Hälfte befindet sich ein kurzer Begleittext in einem Rahmen aus Werkzeugen, Fahrzeugteilen und Elementen der Stadt. In 3-4 Sätzen wird knapp und in einfacher Sprache dargestellt, um welches Fahrzeug es sich handelt, welche Aufgabe es hat und dass es nun im Stau feststeckt. Die untere Buchhälfte beinhaltet die Bezeichnung des Fahrzeuges in dickgedruckten, großen Buchstaben sowie ein Puzzleteil.Auf der Vorderseite des Puzzles befindet sich eine Abbildung des stehenden Fahrzeuges, ebenso wie der Satz: „Ich stecke hinter x fest.“ Die Rückseite unterscheidet sich insofern, dass hier das Fahrzeug fahrend dargestellt wird und dies auch mit „Ich fahre vor x“ beschrieben wird. Mit jeder Seite soll ein Puzzleteil herausgelöst und die Fahrzeuge aneinander gesteckt werden, sodass der Stau vor den eigenen Augen entstehen kann. Die Aussparung, in der das Puzzleteil im Buch gehalten wird, ist mit dem Muster des Fahrzeuges gekennzeichnet, damit eine Zuordnung der ansonsten gleichgeformten Teile später beim Zurücksortieren möglich wird.Auf der letzten Seite erfährt der/die Lesende schließlich die Ursache der Verzögerung: Eine rote Ampel sorgte für das Entstehen des Staus, denn „Mein rotes Licht heißt: «Stopp!»“ steht es auf dem letzten Puzzleteil. Wendet man das Bild, zeigt die Ampel grünes Licht. Alle fahrenden Fahrzeuge der Rückseiten können nun als Bildreihe zusammengepuzzelt werden. Nur die Beschriftung gibt dabei an, welches Fahrzeug sich jeweils davor oder dahinter befindet, denn die Puzzleausprägungen sind bei allen Teilen gleich und können auf verschiedene Weise zusammengesetzt werden.Irritation entsteht beim Vergleichen der Reihenfolge der Wendeseiten. Bildete beispielsweise der Traktor zunächst das Ende des Staus, fährt er nun allen Fahrzeugen voraus. So entsteht ein Bruch der Handlungslogik, der sich aber dadurch begründet, dass die Begriffe „vor“ und „hinter“ entscheidend für die Zuordnung sind und von den Kindern erlernt werden sollen. Die Puzzleteile halten leider nicht immer in den vorgesehenen Aussparungen.Dennoch besticht das Bilderbuch durch sein modernes, minimalistisches Design und sein didaktisches Potential. Spielerisch können durch das Puzzeln die Begriffe „vor“ und „hinter“, Fahrzeugnamen und die verkehrsführende Funktion der Ampel erlernt werden.Weitere Rezensionen auf ajum.de