Inhalt:Zehn Jahre ist es her, dass die demokratische Monarchie gestürzt wurde und Arijc Callos sich zum Alleinherrscher aufgeschwungen hat. Es herrscht Angst in der Galaxie und Systemkritiker verschwinden täglich.Als Nic, seines Zeichens Rennpilot, nach einer Recherche, seinen Nachnamen in Lenista ändert, ahnt er nicht, welche Lawine er lostritt, denn damit gibt er sich unwissentlich als Nachfahre der früheren Herrscher zu erkennen und gerät ins Fadenkreuz von Arijc.Eine Jagd beginnt, bei der auch andere Nachkommen der Monarchisten ins Visier der neuen Obrigkeit geraten und die Galaxie an den Rand eines Bürgerkriegs taumelt.Meine Meinung:Was für ein Auftakt. Ich gebe zu: Anfangs musste ich mich unheimlich konzentrieren beim Lesen, um die unterschiedlichen Handlungsstränge und die nicht unerhebliche Zahl an handelnden Personen zu erfassen. Doch nachdem ich einmal eingetaucht war, gab es auch schon kein Halten mehr.Fangen wir mit dem Worldbuilding an. Ariana Tuma entführt die Lesenden in verschiedene Welten, von denen manche unserer sehr ähneln, andere rückschrittlicher erscheinen und wieder andere weit fortgeschritten. Allen gemeinsam ist eine soziale Ungerechtigkeit und Einteilung in eine Art Kastensystem, indem einige Einwohner sogar mit Tätowierungen gekennzeichnet werden.Die unterschiedlichen Rassen ergeben ein buntes Bild, bei dem sich zum Teil noch zeigen dürfte, wer, welche Fertigkeiten an den Tag legt. Die Bereicherung der Welten um den Faktor magieartiger Fähigkeiten, erhöht noch den Reiz des Settings.Nach und nach lernt man mit jeder neuen Welt und Perspektive die Protagonist*innen kennen. Dabei sind mir insbesondere Mirija, Pedro und Silas sehr ans Herz gewachsen. Mirija lebt auf einem unwirtlichen Planeten in der Unterschicht und ist nicht nur gezwungen, sich mit kleinen Gesetzesübertretungen über Wasser zu halten, sie muss auch die härtesten Schicksalsschläge erdulden.Pedro, der als arcanischer General auf der anderen Seite des Gesetzes auf dieser Welt steht, ist ebenfalls sehr sympathisch, nutzt er doch seine Stellung um Mirija immer mal wieder aus der Patsche zu helfen und die Härten des Systems zu mildern.Silias hat mich durch seine Unvoreingenommenheit und Hilfsbereitschaft beeindruckt und nicht von ungefähr ist er es, der dem etwas naiven Nic und Mirija in einer bestimmten Situation selbstlos hilft.Bezieht man den Titel in die Handlung mit ein, erhält man möglicherweise einen Fingerzeig, was einen in dieser Reihe noch alles erwarten wird. Die Kinder der einstigen Herrscher finden nicht nur nach und nach zueinender, sie fangen auch an sich gegen das System aufzulehnen.So scheint es nur eine Frage der Zeit, bis es zur großen Konfrontation mit Diktator Arijc kommt.Dieser wurde von der Autorin ebenfalls erfreulich vielschichtig angelegt. Alleine schon der Motivation für seine Handlungen scheint ein Geheimnis zugrunde zu liegen, das noch nicht wirklich entschlüsselt wurde, von einem andern Umstand ganz zu schweigen.Ein komplexer, dabei aber immer spannender Auftakt, Generationenkonflikte, ein düsterer Diktator mit einem Geheimnis und – wie könnte es anderes sein – ein fieser Cliffhänger, lassen erahnen, welche epischen Ausmaße diese Saga noch annehmen wird.Ich bin jedenfalls voll in Arianas Welten eingetaucht und kann es gar nicht erwarten, zu erfahren, wie dieses Abenteuer weiter geht.