★★★★★
k.A.
23.07.2026
ean-shopping.de
Das Buch bietet eine interessante und nachdenkliche Perspektive auf den Wandel im Süden, auch wenn die Darstellung etwas melancholisch wirkt. Die Atmosphäre ist gut, aber die Tiefe der Geschichte könnte noch mehr ausgearbeitet werden.
★★★★★
k.A.
23.07.2026
ean-shopping.de
Das Buch kam in einem sehr guten Zustand an. Der Einband hat keine sichtbaren Mängel und die Seiten wirken sauber. Die Lieferung war unbeschädigt und die Verpackung war intakt. Die Bindung scheint stabil zu sein.
Vor ein paar Jahren habe ich Tom Franklins Roman "Die Gefürchteten" gelesen, der mich überhaupt nicht packen konnte. Ganz anders diese Kurzgeschichtensammlung, obwohl es hier plotmäßig um viel weniger geht. Ein bisschen Kleinkriminalität hier, bloße Milieuschilderungen da. Selbst die 75 Seiten lange Titelgeschichte, die als letzte im Buch hängt und dessen absolutes Highlight darstellt, ist auf ihre Handlung reduziert ziemlich simpel. Ein Krimi? Na ja, vielleicht geradeso, aber eigentlich nicht.Wofür man dieses Buch lieben muss, ist der Schreibstil des Autors, dieser wunderbare Sound, bei dem selbst Schachtelsätze absolut eingängig sind, weil sich Bilder im Kopf aufbauen. Und wer eher nicht der bildliche Lesetyp ist, der wird die Satzmelodien lieben. Dabei entstehen eindringliche Beschreibungen von kaputten Typen, Verlierern und anderen Außenseitern.Nicht alle Geschichten haben mir gefallen. Ein paar waren inhaltlich ziemlicher Schrott, andere einfach bloß langweilig, nur bei einem Drittel wollte ich wissen, wie es weitergeht. Ein Lesevergnügen waren sie alle. Vielleicht braucht es das Wühltischformat der Pulpmaster-Reihe, um diese Art Literatur zu goutieren ("Die Gefürchteten" war ein schniekes Hardcover), vielleicht taugt Franklins Stil einfach nicht für die Langstrecke (die 75 Seiten der großartigen "Wilderer"-Geschichte hätten sich nicht viel länger ziehen dürfen), vielleicht war ich diesmal aber auch einfach bloß in anderer Stimmung. Egal was zutrifft - dieses Büchlein hat mir viel Freude bereitet und nun werde ich den nächsten Franklin ausprobieren.
Der hier vorliegende Band beinhaltet 11 Kurzgeschichten, die der amerikanische Schriftsteller Tom Franklin Ende des 20. Jahrhunderts verfasst hat. Während die erste Geschichte ("Jagdzeit") als Einleitung dient und wohl autobiografische Züge hat, sind die anderen Stories wohl eher fiktiv, obwohl auch einige von diesen aus der Ich-Erzählerperspektive verfasst sind ("Shubuta", "Triathlon", "Die Ballade von Duane Juarez", "Ein bißchen was", "Alaska").Alle Erzählungen handeln von weißen Männern, die der arbeitenden Unterschicht der amerikanischen Südstaaten anzugehören scheinen. Es geht um Alkoholismus, Spielsucht, Frauenprobleme, Freiheitsdrang, Bildungsferne, Kriminalität, Verwahrlosung und natürlich um Sex, aber ohne dass es auch nur ansatzweise pornografisch wird.Das hört sich ja alles ganz interessant, aber der Funke springt nicht über, denn der absolute Großteil der Stories wirkt banal und aussageschwach. Teilweise sind sie mit 15 - 20 Seiten auch sehr kurz und entwickeln keine eigene Aura, nur die letzte Geschichte mit dem Titel "Wilderer" ist mit über 70 Seiten deutlich länger und so mit Abstand auch die beste aller dargebotenen Erzählungen.Dessen ungeachtet muss man einräumen, dass Franklin es durchaus versteht seine Geschichten anständig in Worte zu kleiden und so lässt sich das Buch durchweg gut und relativ schnell durchlesen.Fazit: Dieser Erzählband hat mich nicht gefesselt, aber Zeitverschwendung war das Lesen auch nicht - daher ginbt es mittelmäßige 3 Sterne.