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k.A.
21.08.2026
ean-shopping.de
Dieses Buch ist eine faszinierende und sehr gut recherchierte Darstellung der historischen Entwicklungen der 50er Jahre und spricht jeden Geschichtsinteressierten an. Ich empfehle es uneingeschränkt!
Gähn...! Noch ein Buch eines Lehrers/Anwalts/Managers, der im Ruhestand nichts anderes mit seiner Zeit anzufangen weiß und meint, den Rest der Welt an seinen Lebenserinnerungen teilhaben zu lassen? Weit gefehlt! Dieses Buch macht Spaß und zwar sogar dann, wenn man nicht zur typischen Zielgruppe derjenigen, die in den fünfziger Jahren aufgewachsen sind, zählt. Auch jüngere Menschen - und sogar solche, die nicht in der Pfalz aufgewachsen sind - werden Freude an dem Buch haben.Durch den neugierig machenden Titel bin ich eher zufällig auf das Buch aufmerksam geworden. Zunächst hatte ich Bedenken, ob auch ein "Nordlicht", das die Pfalz nur von der gleichnamigen Leberwurst her kennt, mit dem Buch etwas anfangen kann, wurde aber schnell in die kleinen Geschichten regelrecht hinein gesogen und habe mir an der ein oder anderen Stelle gewünscht, dabei gewesen zu sein. Auch wenn ich nicht in den fünfziger, sondern mehr in den sechziger und siebziger Jahren aufgewachsen bin, gab es doch ganz viele Stellen, an denen ich sagen konnte: "Das kenne ich auch!" oder "Ja genau, so war das!" oder vielleicht sogar ein: "Mensch richtig, das hatte ich schon ganz vergessen!".Klaus Gröschel beschreibt sehr persönliche Erinnerungen und in fast jeder Geschichte - die überwiegend so angenehm kurz sind, dass man sie gut vorm Schlafengehen lesen kann - ist nicht nur ein Augenzwinkern, sondern immer auch der Respekt, teilweise sogar die Hochachtung für seine Mitschüler, Lehrer und Mentoren zu spüren. Wenn auf dem Klappentext zu lesen ist, dass manches "ein wenig an die Lausbuben-Geschichten oder die Feuerzangenbowle" erinnert, so ist dies ist zwar richtig (so war es nunmal!), drückt dem Buch aber auch ein wenig (wie ich finde zu Unrecht) den Stempel der Harmlosigkeit auf.Der Autor verwöhnt den Leser mit vielen Einblicken in sein eigenes Leben, aber auch in die Mentalität von Land und Leuten und trägt so wiederum ein wenig zur Nord-Süd-Verständigung bei. Danke, Herr Gröschel!
Dies ein Buch, das man nicht kaufen muss, aber kann. Aber warum sollte man es lesen?! Weil es eine Zeit in einer sehr spannenden und gleichzeitig beschaulichen Art und Weise in die Gegenwart holt, die aus unserem Bewusstsein zu entschwinden scheint. Es ist nicht die Zeit des Krieges, die mit mit seinen spektakulären Veränderungen des Lebens der Menschen - nicht nur in der Pfalz - sondern wohl auch sonst in Deutschland beschreibt. Nein es sind die Geschichten eines normalen Jungen in der Zeit danach, der in für damalige Zeiten auch “normal“ groß wird. Angenehm unaufdringlich kommen sie rüber, die Geschichten des Klaus im Dorf, im Internat, in der Schule. Um so mehr wirken sie glaubhaft und regen auch das Kopfkino für die Generationen einer späteren Zeit an, die zwar nicht selbst eine Vorstellung von dem Geschehen haben können, aber dennoch interessiert daran sind. Der Mensch steht eindeutig im Mittelpunkt, also ein schweres humanistisches Werk in der lokalen Perspektive, welche oft das Niveau des Stammtischhistorikers haben? Weit gefehlt, eine launige Lektüre mit Tiefgang und Leichtigkeit. Geht das?Ja, wenn man Humor hat!Also, dies ist ein Buch, das man nicht kaufen muss, aber kann: Wer einige kurzweilige Stunden verbringen möchte, der sollte es besitzen!
Das Buch ist sehr gut angekommen durch regionalen Bezug, dieser hat viele Dinge aus seiner Jugend wiederentdeckt