★★★★★
k.A.
10.06.2026
ean-shopping.de
Das Buch hat eine gewisse Dicke und das Papier fühlt sich etwas dünn an. Die Druckqualität ist insgesamt akzeptabel, aber es gibt einige Stellen, wo der Druck etwas ungleichmäßig wirkt. Die Einbande sind einfach gehalten und die Buchbindung hält den Inhalt in Ordnung.
Ich habe mir, nach dem ich vom Autor Arye Scharuz Shalicar bereits sein erstes Buch (Ein nasser Hund ist besser als ein trockener Jude“) gekauft und gelesen habe, nun ebenfalls sein zweites Buch „Der neu-deutsche Antisemit“ gekauft.Bereits auf seiner Web-Seite habe ich gemerkt, dass ich mit sehr vielen Punkten und Ansichten von ihm übereinstimme.Arye Scharuz Shalicar konzentriert sich in seinem Buch nicht nur mit einer Gruppe von Anti-Semiten, bzw. Leuten die mit Juden, egal wo sie wohnen, mit Israelis und Israel ein sehr problematisches Verhältnis haben. Dass vielleicht Nazis bzw. Neo-Nazis keinen all zu grossen Buch eine Erwähnung finden, hängt wohl auch mit dem Commen Sense in unserer Gesellschaft zusammen, dass es sich bei beiden vorgenannten Gruppen um eindeutige Anti-Semiten handelt, dass über deren Einstellung zu Juden sowie Israel/Israelis nicht mehr groß gesprochen werden muss.Sein Fokus liegt auf den Personengruppen, die bisher in der Gesellschaft im Bezug zu Anti-Semitismus weniger bis kaum Beachtung gefunden haben. Es ist der linke Anti-Semitismus, der sich u.a. in verstörender, einseitiger „Israelkritik“ äussert. Aber auch der Anti-Semitismus unter einigen christlichen Gläubigen und Organisationen sowie unehrlichen „Pro-Israel-Sympathisanten“ zu finden ist. Aber sein Fokus richtet sich auch auf den muslimischen Anti-Semitismus, der seit Beginn der 60er Jahre, aber nun auch im Zuge der Flüchtlingszuwanderung zu uns gekommen ist. Aber natürlich erwähnt er auch den Anti-Semitismus der im Nahen Osten deutlich zu finden ist und sich auch auf die Migranten hier in Deutschland auswirkt.Dieser ist auch immer wieder auf seiner Facebook-Seite zu lesen.Es wurde Arye Sharuz auch auf FB der Vorwurf gemacht, es sei kein wissenschaftliches Buch. Nein, dass behauptet er auch nicht. Im Untertitel schreibt er ja auch, dass es eine persönliche Analyse ist, die sich aus Erfahrungen, die er in Deutschland und Israel im Laufe seines Lebens als Privatperson, aber auch als Pressesprecher de IDF (Israel Defence Force) gesammelt hat.Seine „grössten Kritiker“ auf seiner Facebook Seite outeten sich aber auch gleich nach erscheinen seines Buchs „Der neu-deutsche Antisemit“, dass sie es nicht gelesen haben und nicht vohaben, es zu lesen. Köstlich, vom Buch haben sie zwar keine Ahnung, aber immer hin eine Meinung.Wilhelm Busch schrieb einmal: „Der Neid ist die höchste Form der Anerkennung.“Das vorletzte Kapitel von Aryes Buch handelt das Thema Neid und den irrationalen Gründen, die sich teilweise aus einem unbegründeten Gefühls des Neids auf Juden speist.Seine „Hater“ bestätigen es immer wieder vom Neuen, wie recht Arye Sharuz Shalicer hat.
Hab sehnsüchtig auf dieses Buch gewartet und mich dann gefreut als es kam und hab es am selben Tag verschlungen.Ein sehr wichtiges Buch und es ist Arye hoch anzurechnen, dass er alle Protagonisten offen benennt und anspricht, woher der neu-deutsche Antisemitismus kommt. Oliver Polak lässt in seinem neuen Buch Namen komplett weg, was ich für "sub-optimal" halte, aber um ihn geht es hier nicht.Zuerst das "weniger" GuteWarum nur 4 Punkte? Es kam zu spät und hat keine Sammelsticker!Nein, 4 Punkte "nur" weil ich mit am meisten gespannt war auf das Kapitel zum "Rechtsradikalen Antisemitismus" und gehofft hatte, hier neue und tiefergehende Erkenntnisse zu finden, als das übliche Höcke und AfD Bashing und diese zusammen in einen Topf mit Rechtsradikalen zu werfen. Das hat für 6 Seiten gereicht, wovon ein Großteil Kommentare und Facebook-Posts waren. Da habe ich mehr erwartet, aber vielleicht kommt das ja noch.Zum Guten und was dieses Buch nicht nur lesenswert, sondern wahre Freude bei der Lektüre bereitet.Als Leser sind Aryes Facebook-Follower und/oder Leser seines ersten biographischen Romans zum Leben in Berlin und dem seiner jüdischen Familie im Iran adressiert. Diese werden sich sofort im Stoff wieder finden und das Buch ist auch keine Ansammlung von Facebook-Einträgen oder Artikeln, die sich über die letzten Jahre angesammelt haben. In den Fließtext sind Facebook-Posts besonders intelligenter Zeitgenossen eingebunden, die seine Thesen und das Kapitel untermauern.Angefangen beim muslimischen, wichtig NICHT ISLAMISTISCHEN, Judenhass, denn es auf den Islamismus herunterzubrechen, würde das Problem verharmlosen und keinen Beitrag leisten.Weiter bei den deutschen Leitmedien, links- und "möchtegern" intelektuellem Isralhass, rechtsradikaler, christlicher Antisemitismus, sich selbsthassenden Juden und die Aluhutträger kommen auch nicht zu kurz.Ich werde nicht spoilern und deswegen nicht auf die Inhalte der Kapitel näher eingehen, aber dieses Buch gehört in jeden Schulunterricht und allen Lehrern in die Hand gedrück, vor allem denjenigen, die immer nur über jüdisches Leben während der NS-Zeit reden und so tun oder es oftmals auch nicht besser wissen, dass es davor jüdisches Leben in Deutschland gab und - בָּרוּךְ הַשֵּׁם - auch wieder / immer noch solches in Deutschland gibt.