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k.A.
06.07.2026
ean-shopping.de
Dieses Buch bietet einen tiefgehenden Einblick in die persönliche Entwicklung durch die Begleitung mit dem Pferd und ist sehr inspirierend. Obwohl der Inhalt sehr wertvoll ist, empfinde ich die Darstellung als etwas zu sehr auf erwachsene Leser zugeschnitten.
In ihrem Buch „Begleiten mit dem Pferd“ beschreibt Monika Brossard, wie in der Arbeit mit Pferden vom Boden aus, ohne Druck und Leistungsanspruch Menschen Persönlichkeitsanteile, Verhaltensmuster und Krankheitsursachen erkennen und falls gewünscht auch bearbeiten können. Das Buch richtet sich sowohl an Menschen, die bereits in therapeutischen oder pädagogischen Berufen tätig sind, aber auch an Menschen, die einen Weg suchen, sich selbst näher zu kommen.Der Methode liegt die Annahme zugrunde, dass jeder Mensch bestrebt ist, sich ganzheitlich weiterzuentwickeln und beschränkende Lebensumstände zu verändern.Nach dem beschriebenen Ansatz sind Pferde in ihrer natürlichen Wesensart ideale Beziehungspartner, wenn es darum geht, Ursachen von Verhaltensmustern und Krankheitssymptomen bewusst zu machen und heilende Prozesse einzuleiten..Die Begleiter dieser Prozesse absolvieren eine 2jährige Ausbildung, die eine ausführliche Einführung in die Beziehung und Kommunikation mit Pferden, das Entwickeln von Leitstutenqualitäten, das Erproben und Trainieren aller mit den Klienten auszuführenden Methoden und einen intensiven Selbsterfahrungsteil beinhaltet. Nach Abgabe einer Diplomarbeit und dem Bestehen einer praktischen Prüfung wird diese Ausbildung zertifiziert.Monika Brossard sieht in den Pferden keine „Arbeitsgeräte“. Die Achtung vor den Tieren und eine artgerechte Haltung ist eine Grundvoraussetzung für diese Arbeit. Nur ein gut sozialisiertes Pferd mit einem Leben, das seinen Bedürfnissen gerecht wird, ist nach Monika Brossard in der Lage, auf die zu begleitenden Menschen so fein zu reagierten, dass ein gemeinsames Agieren und der Aufbau einer Beziehung beginnen kann.Im Buch werden Pferde unter anderem als Spiegel für Verhaltensweisen, als Stellvertreter in der Aufstellungsarbeit, als Begleiter bei Meditationen oder bei der Bewältigung von Hindernissen eingesetzt. Immer wieder wird beschrieben, dass eine Beziehungsaufnahme zum Pferd und das bewusste Annehmen aller Gefühle in diesen Situationen, die Ausgangslage für alle weiteren Prozesse ist. Der Begleiter nimmt sich dabei zurück, ist verantwortlich für einen sicheren Rahmen, beobachtet den Prozess. Rückmeldungen, Fragen oder Vorschläge zum Geschehen, sowie reflektierende Gespräche werden in empathischer Grundhaltung und ohne Leistungsanspruch durchgeführt.Dieser Ansatz ist für Menschen, die nicht viel mit Pferden zu tun haben, sicherlich nicht einfach nachzuvollziehen. In den Kapiteln wird aber sehr bodenständig und ausführlich berichtet, wie Pferde als Begleiter in verschiedensten Lebenslagen und mit unterschiedlichen Methoden eingesetzt werden können.Die Autorin versteht es, unterschiedliche Arbeitsfelder so darzustellen, dass es nachvollziehbar wird, wie das Zusammensein mit dem Pferd sowohl Bewusstseins fördernd als auch heilen empfunden werden kann.Menschen, die bereits Erfahrung mit Pferden haben, werden unter Umständen nach der Lektüre dieses Buches dem Wesen Pferd etwas anders begegnen.Therapeuten und Pädagogen könnten mit einer Ausbildung zum Begleiten mit dem Pferd eine Ergänzung und Erweiterung ihres Angebots erwerben, welche nicht nur für das Klientel sondern vielleicht auch für sie selbst erkenntnisreich werden könnte.
Die Sozialpädagogin Monika Brossard stellt in diesem Buch die von ihr entwickelte Methode des therapeutischen Arbeitens mit dem Pferd vor. Als langjährige Reitpädagogin und –therapeutin beeinflussten andere Ausbildungen wie NLP, Focusing und systemische Aufstellungsarbeit ihren Umgang mit den Klienten und Pferden immer mehr. Sie kam immer mehr weg vom leistungsorientierten, auf das Erreichen von Zielen ausgerichteten Arbeiten und stellt die Beziehungsarbeit in den Vordergrund. Die Brossard-Methode setzt das Pferd vor allem als Spiegel ein. Der Umgang mit dem Pferd geschieht vor allem vom Boden aus, vom Beobachten des Pferdes in seinem Umfeld, über das Berühren und Pflegen bis hin zum Führen und zur Freiarbeit. Zentrales Element ist dabei die freie Begegnung, mit und ohne eine bestimmte Aufgabe. Wie Monika Brossard das genau macht, erklären die Autorinnen in diesem Büchlein ausführlich und anhand vieler Fallbeispiele. Der Leser bekommt einen guten Einblick in ihre Arbeit und kann viele Dinge für die praktische Arbeit mitnehmen. Die Umsetzung sollte dank der konkreten Angaben bei entsprechender Ausbildung und Vorerfahrung gelingen. Wer die nicht hat, erfährt im Anhang, wie die Ausbildung bei Monika Brossard aussieht.