Wer kennt die Frauen die heute in einer Stadt wirken sie prägen und ihr ein Gesicht geben?
Und wie wiederum erleben diese Frauen ihre Stadt was macht die Orte aus an denen sie sich
aufhalten? Wie prägt eine Stadt umgekehrt auch ihre Menschen? Diese Fragen motivierten Autorin
und Verlegerin Christiane Möschle die Reihe Frauenperspektiven ins Leben zu rufen: Nach den von
ihr selbst verfassten Bänden zu Karlsruhe und Köln widmen sich die Autorinnen Helen
Liebendörfer und Evelyn Braun nun der Stadt Basel. 22 Frauen aus Kunst Kultur Design und
Wissenschaft die mit Basel verbunden sind - darunter die Leiterin des Kupferstichkabinetts
Anita Haldemann des Kammerorchesters Julia Schröder oder des Literaturhauses Kathrin
Eckert. Frauen die auf den Bühnen der Stadt zuhause sind wie die Sängerin Nubya mit ihrer
Forschung buchstäblich Türen öffnen wie die Historikerin Susanna Burghartz Basler
Sportgeschichte schreiben wie die Boxerin Gabi Timar oder sich ins Herz der Kleinsten und der
Fasnächtler gemalt haben wie die Illustratorin Kathrin Schärer oder die Künstlerin Beatrix
Elliker. Die persönlichen Geschichten der Frauen zu ihren Orten entfalten ein erstaunliches
und vielschichtiges Panorama der Stadt - voller vergessener Details und überraschender Fakten.
Sara Rüedis Fotografien machen die Verbundenheit der Frauen mit ihrem Ort und seiner Geschichte
sichtbar und sind weit mehr als bloße Illustrationen. Sie nehmen die Persönlichkeit der Frauen
auf machen sie an ihren Orten unmittelbar erlebbar und schaffen eine eigene faszinierende
Form des Dialogs. Das Buch ist eine Einladung zu einem Stadtrundgang der besonderen Art - hoch
hinaus auf die Türme des Münsters einmal durch die ganze Stadt bis an ihre Grenzen und wieder
zurück. Individuelle Lebenswege kreuzen sich mit historischen Spuren schlängeln sich durch die
Botanik eines Tropenhauses führen ins Scheinwerferlicht und hinter die Kulissen oder in die
Abgeschiedenheit eines Hofladens. Immer im Ohr: die Strömung des Rheins der Klang des Basler
Dialekts die Trommeln der Fasnacht. Mit einem feinen Gespür für den Puls der Stadt für ihre
Geschichte aber auch mit einem klaren Blick für die kulturelle Zukunft engagieren sich diese
Frauen auf unterschiedlichste Art und Weise in und für Basel. Auf 380 Seiten versammelt sich
ihr Werk und Wirken zu einem mitreißenden Stadtporträt das einen zweiten dritten vierten
Blick fordert - scharfsinnig humorvoll bewegend. Ihr "heimliches Glück" nannte die Künstlerin
Bettina Eichin einst diese Stadt. Wer den Spuren der 22 Frauen in diesem Buch folgt wird
verstehen warum.