Nach dem Zweiten Weltkrieg waren viele Menschen in Europa heimatlos. Auch Menschen aus Südtirol
die das Abkommen zwischen Hitler und Mussolini die Option in die Fremde getrieben hatte. Nach
Kriegsende brachen viele von ihnen erneut auf um ihre Heimat wiederzufinden. Doch auch
diejenigen die nicht Ende der Dreißiger- oder Anfang der Vierzigerjahre ausgewandert waren
hatten durch Bombenschäden Armut oder Tod der Eltern oft kein Zuhause mehr. Astrid Kofler gibt
diesen Menschen eine Stimme: authentisch schlicht berührend. Sie berichten von Flucht und
Rückkehr von dem Streben nach Zugehörigkeit von Schicksalsschlägen und Entscheidungen die
ihr Leben prägten. Ihr Wandern in der Nacht das Ausharren und Fahren im Viehwaggon das Reisen
durch ein zerstörtes Europa das Ankommen in Notunterkünften und der nicht immer freundliche
Empfang in der alten neuen Heimat wurden zu einer Grenzerfahrung. Die Erzählungen fügen sich zu
einem Zeugnis das über die Zeit hinausweist.