Die herrlichen Pfingst-Kantaten, beginnend 1714 bis zu BWV 34, nach 1740 in Leipzig, werden auf dieser CD eingespielt.Gardiner steht mit dem Monteverdi-Choir eine der besten Chöre der Welt zur Verfügung. Gegen die Leistung dieses Chors können keine Einwände vorgebracht werden. Seine Leistung bildet immer einen kaum erreichbaren Maßstab der Wiedergabe solcher Stücke.Ebenso ist das Orchester tadelsfrei, auch wenn andere Ensemble ihm nicht nachstehen. Gardiner fordert das Orchester tempo-mässig durchaus. Die Trompeten müssen in BWB 172 ordentlich loslegen. Kein Problem.Mit den Solisten habe ich mehr Probleme. Unbestreitbar hat Gardiner immer Sänger, die ausgewiesen sind, teilweise preisgekrönt, mit bekannten Ensembles und Dirigenten tätig.Wenn ich die Biographien, zweifle ich am eigenen Hören. Kann es wirlich sein, dass die Sopranistin in BWV 172 und 59 lispelt ? Oder bilde ich mir das ein ? Ein berühmter Dirigent, Tontechniker, sicher alle Experten,haben es nicht beanstandet.Wie sie mit Robin Blaze das wunderbare Stück in BWV 172 singt,"Komm, lass mich nicht länger warten", gefällt mir gar nicht.Robin Blaze ist einer der Counter, die ich nicht gerne höre . Gerade brachte Anne Sofie von Otter die gleiche Arie heraus ( Nichts kann mir erretten, BWV 74).Der Orchesterpart hervorragend und spannend gespielt, aber der Sänger spricht mich gar nicht an. Er hat bei Michael Chance gelernt. Hätte doch dieser gesungen.Die Tenor-und Basspartien sind mit gut anhörbaren Sängern besetzt,ohne dass sie mich so ansprechen würden, wie Orchester und Chor.Wegen Orchester und Chor würde ich die Aufnahme in jedem Fall empfehlen, wegen der Solisten eher nicht.