..mehr läßt sich über das neue Album von Bruce Springsteen nicht sagen!!Magisch deswegen, weil er sich nach "The Rising" wieder mit seiner E-Street Band zusammengetan hat und sich auf seine alten Alben wie "Born In The U.S.A.", oder "Born To Run" besinnt. "The Rising" war ein kompaktes in sich geschlossenes Album mit einem anderen und neuen Sound. Es war natürlich auch durch den 11. September geprägt wodurch viele seiner Songs auch etwas emotionaler waren.Der wahre New Jersey-Style zeigt sich jedoch nun auf "Magic". Die E-Street Band spielt auf wie in alten Zeiten. "Radio Nowhere" das erste Stück des Albums gibt die Richtung vor und es gibt bis auf das Titelstück "Magic" und den Hidden-Track "Broke The Mold", den er für seinen im Juli diesen Jahres verstorbenen Freund und Weggefährten Terry Magovern geschrieben hat, keine Verschnaufpause. Treibender Rock wie wir es von "The Boss" gewohnt sind/waren mit hochgekrempelten Ärmeln und stampfenden Boots!!Endlich erklingt auch wieder Clarence ClemonsŽcharismatisches Saxofon das schon immer, wie SpringsteenŽs Glockenspiel,zum E-Street Band Sound gehörte.Am besten ist dies bei "LivinŽIn The Future" zu hören. Mein Anspieltip ist jedoch "Long Walk Home" das erst ruhig beginnt um sich danach erst richtig bretternd ins Ohr zu fressen.Viele Rezensionen an dieser Stelle bemängeln alles schon einmal gehört zu haben und das keine neuen Ideen mit in die Musik einfliessen. Ist es aber nicht dieser Sound und Style der uns Fans so gefehlt hat. Warum kann ein Künstler nicht auch mal wieder alte Wege beschreiten. Wege die sein Schaffen und Leben beeinflußt haben, aus dem alles entstanden ist!? Springsteen muß nicht immer das Rad neu erfinden!!!Einziger Kritikpunkt ist nur,das in vielen Stücken seine Stimme etwas zu sehr dominiert und die Band dadurch etwas im Hintergrund bleibt.Einen Stern werde ich aber trotzdem nicht abziehen, da seine Stimme und seine Art zu singen einfach gewaltig und einzigartig ist.
Ich habe mir alle bisherigen 51 Renzensionen angesehen. Doch sehr interessant, wie - unterschiedlich - das neue Werk des für mich einzigartigen Boss bewertet wird. Im Grunde genommen finde ich aber auch bei den eher schlechten Bewertungen kaum eine, die das Album jetzt völlig daneben findet.Ich kann mich vielen Rezensionen nahtlos anschließen, das meiste ist in der einen oder anderen Rezension bereits gesgt:Magic ist ein durchweg tolles Album und meine hohen Erwartungen wurden keineswegs enttäuscht. Ich wusste, dass viele Songs sich älteren ähneln und das ist in meinen Augen gut. Warum muss sich ein Künstler immer wieder neu erfinden, wenn ihn doch die Fans für das mögen, was sie kennen und was sie seinerzeit zum Fan gemacht hat? Radiohead sind für mich ein wunderbares Negativbeispiel, wohin solche Neuorientierungen führen können. Es gibt etliche andere. Ich mag Bruce Springsteen so wie er ist: Seine Superalben wie Born to run oder Darkness on the edge of town, sein einzig weniger gutes Album Human Touch, seine Mainstream-Alben wie River oder Born in the USA, seine Akustik-Alben Nebraska und auch Devils and Dust und alles andere, was er sonst so gemacht hat, zuletzt die grandiosen Seeger Sessions. Und Magic reiht sich nunmehr ein und hat irgendwie von allem etwas dabei, wobel der Schwerpunkt ganz klar auf seinem 80er-Jahre-Output stammen dürfte.Magic startet absolut famos mir Radio Nowhere. Als ich diesen Song erstmals im Radiowecker hörte, dachte ich, Pearl Jam zu hören (ob es daran liegt, dass es der selbe Produzent ist?). Soviel Power habe ich lange nicht mehr von Bruce gehört. YOu will be coming down hätte wunderbar auf Born in the USA gepasst, klingt entfernt wie Bobby Jean. So geht es Song für Song weiter. Ein Ohrwurm nach dem anderen: Ein Höhepunkt sicherlich das sommerlich luftige Gilrls in their summer clothes. Your own worst enemy könnte auch auf Darkness zu finden sein. Magic wiederum klingt nach Tom Joad oder Devils and Dust. Last to die könnte auf River sein. Der für mich beste Song ist ganz klar Long Walk Home, ein typischer Bruce-Song wie man ihn schon öfters gehört hat, der aber auch hier wieder richtig unter die Haut geht, v. a. dann, wenn das Saxophon einsetzt. Auch der Hidden Track, der vom Stil vielleicht nicht ganz auf das mainstreamige Album passt, ist eine typische Springsteen-Perle mit viel Harmonica - Gänsehaut pur.Dennoch gebe ich dem Album nur 4 Sterne, obwohl ich es nicht schlechter finde als Devisl and Dust oder Rising (Haben beide von mir 5 Sterne bekommen). Das liegt daran, dass die Produktion zum Teil doch sehr fett ist und dabei fast ein bisschen matschig wird. Man kann die einzelnen Instrumente gar nicht mehr richtig erkennen. Diesen Wall of Sound hatte Springsteen zwar auch schon auf früheren Alben, aber auch da war es so, dass die Stücke live (und damit mit weniger Bombast) immer besser geklungen haben als auf dem Studioalbum. Was mich auch stört ist, dass einige Songs zu lange ausgeblendet werden, z. B. Radio Nowhere und vor allem Long Walk Home: Wie schön wäre es, das geniale zweite Saxophon-Solo noch etwas länger zu hören. Aber es wird bestimmt ein Live-Album geben und live werden all diese Songs erst ihre richtige Stärke und Blüte entfalten - da bin ich mir sicher.Fazit: Ich bin mehr als zufrieden mit Magic. Alt Bewährtes zwar, doch noch immer unerreichbar gut und typisch Bruce Springsteen eben. Er ist und bleibt der Größte. Und noch etwas: Er ist verlässlich! Man bekommt das, was man erwarten darf.