★★★★★
k.A.
20.06.2026
ean-shopping.de
Eine wirklich spannende und historisch interessante Dokumentation, die mich tief in die Ereignisse der Zeit entführt. Die Darstellung ist sehr gut und fesselnd.
★★★★★
k.A.
20.06.2026
ean-shopping.de
Interessant!
★★★★★
Film- und Buchfreund
29.09.2024
amazon.de
Rezension zu: "Unter Bauern - Retter in der Nacht" (D/F 2009)Dieser Film beruht auf wahren Begebenheiten!Zum historischen Hintergrund:Marga Spiegel, 1912 als Marga Rothschild in Oberaula (Nordhessen) geboren, begann nach dem Abitur ein Physik- und Mathematikstudium an der Universität Marburg, musste dieses aber nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wieder abbrechen. 1936 heiratete Marga den 13 Jahre älteren Pferdehändler Siegmund Spiegel (1899-1982) und zog mit ihm nach Ahlen (im westfälischen Münsterland). 1938 wurde ihre gemeinsame Tochter Karin (inzwischen verstorben) geboren. In Ahlen war die Familie in dieser Zeit zahlreichen Anfeindungen ausgesetzt. Als im Jahre 1943 die Deportation drohte, flüchtete Siegmund Spiegel mit seiner Frau und seiner Tochter zu katholischen Bauern ins südliche Münsterland, die die drei Flüchtlinge getrennt voneinander versteckten. 27 Monate gelang es so mehreren Bauern, die drei Spiegels zu verstecken, bis im April 1945 die Alliierten Truppen das Münsterland erreichten.Nach dem Zweiten Weltkrieg emigrierte Siegmund Spiegel nicht ins Ausland, sondern baute sich eine neue Existenz als Pferdehändler auf. Das Ehepaar Spiegel bekam noch einen Sohn, Daniel Spiegel.Beide Kinder wanderten allerdings später in die USA aus.Zur Verfilmung und zur Bewertung:Erst zwanzig Jahre nach Kriegsende entschloß sich Marga Spiegel, ihre Erinnerungen aufzuschreiben. 1969 erschien schließ-lich ihr Buch "Retter in der Nacht".Im Jahre 2009 entstand auf der Grundlage dieses Buches der Film "Unter Bauern - Retter in der Nacht". Marga Spiegel wirdin der Verfilmung von Veronica Ferres, Siegmund Spiegel wird von Armin Rohde verkörpert.Viele Bauern wurden später vom Staat Israel wegen der Rettung verfolgter Juden während der Zeit des Nationalsozialismusausgezeichnet. Was man sich heute nicht mehr vorstellen kann ist, dass sich diese Bauern durch die Rettung verfolgterJuden selbst einer Todesgefahr aussetzten.Dieser interessante Film stellt -wie auch schon Marga Spiegels Buch- ein wichtiges Zeitdukument dar und sollte daher auch die jüngere Generation interessieren.FAZIT:Sowohl das Buch, als auch dessen Verfilmung stellen heute interessante und wichtige Zeitdukumente dar und sind daherabsolut lesens-/sehens- und empfehlenswert.P.S.:In diesem Zusammenhang ist auch der Film "Nicht alle waren Mörder" (D 2006) empfehlenswert, der auf den Lebens- undLeidens-Erinnerungen von Michael Degen beruht.Der deutsche Schauspieler Michael Degen, geboren 1932 in Chemnitz, überlebte als Jude gemeinsam mit seiner Mutter dieZeit des Nationalsozialismus, da er und seine Mutter von nicht-jüdischen deutschen Mitbürgern versteckt wurden.Michael Degen ist ein beeindruckender Zeitzeuge, der trotz Volfolgung ein versöhnliches Bild von den Deutschen zeichnetund dabei betont: "Nicht alle waren Mörder".Das gilt auch für die inzwischen 100-jährige Marga Spiegel. Daher mein Respekt vor diesen beiden beeindruckenden über-lebenden Zeitzeugen der Zeit des Nationalsozialismus!!!
Wenn Veronica Ferres mitspielt, kann man von vornherein erwarten, dass ein wichtiges Thema und eine rührende Geschichte zusammengebracht werden - und diese Hoffnung wird auch nicht enttäuscht. Viele kleine Dinge machen diesen Film glaubwürdig und authentisch - so z.B. die BDM-Tochter, die zum ersten Mal aus jüdischer Sicht von der Reichspogromnacht erzählt bekommt - und in ein tiefes Loch stürzt, weil sie zu verstehen beginnt, was für Lügen sie bisher geglaubt hat. Der jüdische Ehemann, der in der Isolation seiner Verstecke nahezu den Verstand verliert. Der an sich unpolitische katholische Bauer, der bereits drei Jahre vor der Machtergreifung Parteimitglied wird - und dann im Krieg Feindsender hört. Gerade die letzten Szenen mit den Zeitzeugen, deren Geschichte hier verfilmt wurde, zeigen, wie authentisch die Filmemacher vorgegangen sind - und dass diese Heldinnen der Geschichte ein gutes Stück weit Teil der Crew geworden sind, was man auch an den Gesichtern der Schauspieler sieht, die ihre Heldinnen in ihre Mitte nehmen und sich um sie kümmern. Ein wichtiger Film, gerade jetzt, wo Hass und Hetze wieder neu um sich greifen. Diesem Film verzeihe ich auch gewisse Längen - denn für die Versteckten waren gerade diese langen Zeiten des Wartens eine der großen Hürden. Absolut sehenswert, klare fünf Sterne.
Der Mann ist wunderbar, selbst als die Frau ihm von der verbotenen Frucht geben wollte, war er ganz Mann....