Wenn man harte Musik mag und hört, da ist Venom kein unbekantes Band. Venom verbindet man immer mit dem Album "At War With Satan". Das Album ist super. Die drei man machen so eine intensive und harte Musik. Die Stimme von Cronos ist einmalig. Ein muss für jeden Hard Metal Fan.
Venoms dritter Streich. At War With Satan erschien 1984 im Original als Vinyl-Gatefoldausgabe und ist in der „Trilogie der großen DREI“ nach meinem Empfinden der letzte, wirklich große Wurf / Klassiker der Band. Alles was danach kam - egal ob Possessed, Temples Of Ice, Hell, selbst Metal Black (in Anspielung an das Black Metal Album) and many more - erreichte nicht mehr annähernd das, was die ersten drei Frühwerke ausgemacht haben, das Neue, das Harte, das Rohe, das Aggressive. Möglicherweise ist dies aber auch dem Zeitgeist geschuldet, was einstmals neu und up to date war, erscheint rückblickend ein bischen antiquiert, vielleicht auch langweilig. Who knows?Die Idee hinter At War With Satan war ein Konzeptalbum in Form eines Buches, einer satanischen Bibel, das den Kampf zwischen Gut und Böse, Himmel und Hölle zum Inhalt hat. Hierbei lässt der Albumtitel bewusst oder unbewusst Spielraum zu Interpretationen zu. Geht es darum, gemeinsam mit Satan auf dessen Seite in den Krieg zu ziehen? Oder handelt es sich um einen Krieg gegen Satan? Eine Frage des Standpunkts. Wie auch immer, das Teil endet damit, dass die Engel in der Hölle landen und um ihren Ausbruch kämpfen.Hierbei wird die gesamte erste Vinylseite des AWWS-Albums vom rund zwanzigminütigen Longtrack At War With Satan eingenommen, was genrebezogen damals einer kleinen Sensation gleichkam. Der Rest besteht aus sechs venom-typischen „Dreiminütern“.Zufällige und nette kleine Begebenheit am Rande: Laut Cronos diente das Rush Album 2112 als konzeptionelles Vorbild für AWWS. “And, if there’s some real trivia freaks reading, get this: when I [Cronos] originally mastered the tracks in the studio and put together the AWWS Intro track that ends Black Metal with the full song ‘At War With Satan’, it came to 21 minutes and 12 seconds… 2112 on the audio data file!” Zufall? Seltsam? – Aber so steht es geschrieben.Zwar tat auch hier wie bei den beiden Alben zuvor der Demo Charakter der Aufnahmen der Popularität / Bekanntheit der Band keinen Abbruch. Überholt wurden Cronos und Co dennoch von den inzwischen arrivierteren und populäreren Maiden, Metallica oder Motörhead.Auch hier gilt: Im Rahmen der Wiederveröffentlichung / Neuauflage hätte ich mir statt der On Top Zugaben lieber eine behutsame klangliche Aufpolierung gewünscht. Dennoch volle Punktzahl.