Ursprünglich war nur eine Fortsetzung von „Zurück in die Zukunft geplant, da das Drehbuch aber so komplex war, dass der Film über drei Stunden lang geworden wäre, hat man sich entschieden einfach noch einen dritten Teil daraus zu machen. Dieser kam dann auch bereits ein Jahr nach Teil 2 in die Kinos, und schließt nahtlos an seinen Vorgänger an.Der Film beginnt mit den letzten zwei Minuten des vorherigen Teils, genauer gesagt, am 12. November 1955, um 22:04 Uhr. Genau zu diesem Zeitpunkt schlägt der Blitz in die Rathausuhr in „Hill Valley“ ein und MARTY (Michael J. Fox) reist mit dem „DeLorean“ zurück ins Jahr 1985. Kurz darauf erschient ein zweiter MARTY und spricht DOC BROWN (Christopher Lloyd) an, worauf dieser in Ohnmacht fällt.MARTY bringt ihn nach Hause und am nächsten Morgen zeigt er ihm einen Brief aus dem Jahr 1885, denn der DOC selber verfasst hat. Darin schreibt er, dass er glücklich als Schmied im Jahr 1885 lebt, und er die Zeitmaschine sicher in einem stillgelegten Stollen versteckt hat. Daraufhin suchen MARTY und DOC den Stollen auf, worin sie den „DeLorean“ auch finden. In der Nähe des Stollens findet MARTY dann ein Grabstein, auf dem der Name des DOC steht, mit dem Todesdatum 7.September 1885, also genau sechs Tage nachdem er den Brief geschrieben hatte. Offensichtlich wurde der DOC wegen eines Streits um 80 Dollar getötet.Es gelingt ihnen die Zeitmaschine aus dem Stollen zu reparieren, und MARTY reist in den Wilden Westen um dem DOC das Leben zu retten ……Irgendwie finde ich persönlich den dritten Teil am besten, was wirklich selten ist. In der Regel werden ja Fortsetzungen von Mal zu Mal schlechter, hier ist das nicht der Fall.Ich finde den Film sehr unterhaltend, MICHAEL J. FOX und CHRISTOPHER LLOYD sind großartig, irgendwie passt da alles zusammen. Auch meine „Freunde“ von ZZ TOP haben einen Gastauftritt, sie spielen eine Tanzkapelle und haben zusätzlich den Titel „Doubleback“ zum Soundtrack beigetragen.Was mir vielleicht zugutekommt, ist, dass ich den Film in der Zeit gehen habe, ich bin nicht sicher, ob man ihn einem jüngeren Publikum heute noch schmackhaft machen könnte.Die Story ist humorvoll und witzig, die Darsteller auch, das ist einfach eine richtig nette Komödie.Mein Fazit: „Zurück in die Zukunft“ ist eine der wenigen Filmreihen, die konstant gut und unterhaltend sind. Der dritte Teil gefällt mir fast am besten, was nicht unbedingt die Regel ist. Am besten ist, man schaut sich alle drei Teile hintereinander an, denn sie beziehen sich inhaltlich auch aufeinander.
Der letzte Teil der Trilogie geht zurück zu den Wurzeln von Marty McFlys Familiengeschichte. Sein Freund Doc Brown ist in der Vergangenheit gelandet und führt dort ein glückliches Leben. Doch stellt sich anhand eines Grabsteins heraus, dass er dort nur kurze Zeit später ums Leben kommt. Für Marty stellt sich daher die Aufgabe, vorher ebenfalls in die Vergangenheit zu reisen und seinen Freund vor dem vorzeitigen Tod zu retten.Die Handlung spielt zum Großteil im Hill Valley des Jahres 1885, wo Marty seinen Ururgroßvater und seinem Urgroßvater (als Baby) begegnet.Auch dieser Teil greift bekannte Ereignisse aus den Vorgängerfilmen auf und setzt sie in analoger Weise in der Situation einer Westernstadt um. Das macht immer noch Spaß anzusehen, obwohl dieses Prinzip bereits 1985, 1955 und 2015 in der Filmhandlung angewendet wurde.Im Gegensatz zum zweiten Teil halten sich die Zeitreisen hier in überschaubaren Grenzen. Der Hauptteil der Handlung in der Westernstadt kommt sogar ohne Zeitreisen aus. Handlungstragendes Element ist das Problem, in dieser technologisch wenig entwickelten Zeit die Zeitmaschine auf die erforderliche Geschwindigkeit zu beschleunigen.Neben der spannenden Situation in der weit zurück liegenden Vergangenheit muss man diesen Teil als den romantischsten aller drei Teile ansehen. Denn der Einzelgänger Doc Brown verliebt sich bis über beide Ohren in eine Lehrerin, die nach Hill Valley kommt und das Interesse zur Wissenschaft teilt. Es ist wunderbar erzählt wie der Wissenschaftler zu kämpfen hat, mit den für ihn ungewohnten Emotionen klar zu kommen. Auch die Lehrerin Clara ist eine Bereicherung für den Abschluss der Trilogie.Das Ende, bei dem Doc Brown und die Lehrerin zu Zeitreisenden in einer fliegenden Lokomotive werden, fand ich dann aber doch zu lächerlich.Trotzdem punktet auch dieser Teil durch Story, viel Charme durch Komik und Dialoge und viel Liebe zum Detail (Beispiel Kühlschrank) und gelungene schauspielerische Leistung.Blickt man auf die Trilogie als Ganzes, dann sieht man den unerfüllbaren Traum vom Abenteuer der Zeitreise. Eine liebevoll umgesetzte Phantasievorstellung mit viel Handlung, Humor, Witz, Romantik, etwas Mystik und Philosophie und Charakteren, denen man mit Genuss und Leichtigkeit bei ihren Aktionen zusehen kann.Keine Dystopie über das Schicksal der Menschheit. Einfach nur eine Geschichte um zwei skurrile Persönlichkeiten, die ihr Kleinstadtleben durch die Beweglichkeit in der Dimension Zeit ausdehnen und dadurch plötzlich jede Menge spannender Erlebnisse und Abenteuer bewältigen müssen.Es gibt kaum andere Filme, bei denen es solchen Spaß macht, sie immer wieder mal anzusehen.