★★★★★
k.A.
29.05.2026
ean-shopping.de
Die Sammlung von drei DVDs ist in Ordnung und bietet gute Inhalte, allerdings sind einige der Titel etwas älter.
Dieser Film macht keine Anleihen bei James Bond. Es gibt keine Superhelden oder Superschurken (außer dem Teil mit GOOD USA vs. EVIL SOVIET UNION). Es ist ein fesselndes Spionage-Drama für die Massen und gleichzeitig für Geschichtsliebhaber.Die Miniserie “The Company – Im Auftrag der CIA” (Originaltitel: The Company) wurde 2007 gedreht. Regie führte der gebürtige Däne Mikael Salomon (* 24. Februar 1945 in Kopenhagen) der auch bei 2 Folgen der Sci-Fi Serie „The Expanse“ als Regisseur arbeitete.*** Inhalt Anfang1950 graduieren die Freunde Jack McAuliffe (Chris O’Donnell), Leo Kritzky (Alessandro Nivola) und Yevgeny Tsipin (Rory Cochrane) in Yale und bereiten sich darauf vor, getrennte Wege zu gehen; Jack und Leo werden für den CIA rekrutiert, während Yevgeny nach Hause nach Moskau geht, wo er beim KGB anheuert.1955 wird Jack McCauliffe (Chris O’Donnell) auf die CIA-Station nach Ostberlin versetzt und von Harvey Torriti (Codename „The Sorcerer“, deutsch: „Der Zauberer“) eingearbeitet.Derr ostdeutsche Überläufer Wischnewski bietet an, die Identität eines Maulwurfs im britischen Geheimdienst MI6 zu enthüllen und verlangt im Gegenzug sichere Durchreise in den Westen.CIA-Abwehrchef James Angleton (Michael Keaton) beginnt mit der Exfiltration (Absetzung, Ausschleusung) von Wischnewski und informiert auch seinen besten Freund Adrian Philby (Tom Hollander), der als MI6-Verbindungsmann zur CIA in Washington D.C. tätig ist.Die Sache geht schief: der KGB und die Berliner Polizei erscheinen anstelle von Wischnewski bei der Exfiltration; Torriti und McCauliffe entkommen, wobei sie vermuten, dass der aufgeflogene Überlauf auf den Maulwurf zurückzuführen ist.Im Anschluss versuchen beide den Doppelagenten zu identifizieren. Parallel dazu wird die weitere Laufbahn des KGB-Agenten Yevgeny Tsipin erzählt. Die Handlungsstränge von Tsipin und McCauliffe überschneiden sich im Laufe des Filmes immer mehr.*** Inhalt EndeMichael Keatons Leistung ist fesselnd und verblüffend: er hebt den Film auf eine ganz andere Ebene. Uneingeschränkt sehenswert. Die beunruhigende Atmosphäre, die er schafft, gleicht die unglückliche Rührseligkeit aus, die Teile der Berliner und Budapester Geschichte beeinträchtigt. Alfred Molina verdient auch ein Lob für seine starke, mutige Leistung als ein ständig mit Alkohol gefüllter, nicht gradliniger Feldkommandant der alten Schule. Die Produktionskosten waren recht hoch – die Beteiligung von Ridley Scott (Alien) hat dabei zweifellos geholfen - und die Nachkriegsoptik und -atmosphäre der Berliner Sequenzen ist besonders gut umgesetzt.
So überschwenglich wie meine Mitrezensenten kann ich mich über diese Mini-Serie nicht äußern. Auf jeden Fall spannend, interessant, die Umsetzung top mit großer Liebe zu Detail (echte T34-Panzer in Teil 2 ?, MIG 15 Kampfflugzeuge ?). Sehr aufwendig gemacht und tatsächlich klasse Schauspielerleistung ... Soweit durchaus und uneingeschränkt empfehlenswert. Meine Kritik bezieht sich auf den Inhalt: hat die CIA tatsächlich so eine liebenswerte, unschuldige Rolle gespielt, wie im Film vor allem im Unfeld des Ungarn-Aufstandes 1956 gezeigt wird ? Kaum vorstellbar. Die CIA-Agenten sind immer die "Guten", mit kleinen Fehlern zwar, aber ... Wieder mal die bösen bösen Russen mit den für sie arbeitenden Verrätern. Bemerkenswert für einen amerikanischen Film: es wird die Masche der Amerikaner aufgezeigt (und eigentlich auch kritisiert), Menschen für eine Sache/Idee zu begeistern, sie aufzufordern, sich gegen ihre Machthaber zu erheben unter der Vorspiegelung baldiger amerikanischer Hilfe - um sie dann gnadenlos im Stich zu lassen ... auch wenn es dann tausenden das Leben kostet. Das war 1956 in Ungarn so, 1960 in Kuba und welch Zufall 1990 auch im Irak.Auf jeden Fall aber sehenswert und gut gemacht.