★★★★★
k.A.
08.06.2026
ean-shopping.de
Diese DVD ist ein absolutes Highlight und Claude Rains liefert eine fantastische Leistung in seiner Rolle als Dr. Jack Griffin. Ich bin von der gesamten Produktion begeistert und kann sie uneingeschränkt weiterempfehlen.
★★★★★
k.A.
08.06.2026
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Super!
Bei dem Film „The invisible Man – Der Unsichtbare“ handelt es sich nicht nur um einen bis heute beeindruckenden Klassiker des Horror Genre, vielmehr stellt dieser Film einen Meilenstein in der Geschichte des Films dar, über den man heute ein komplettes Buch schreiben könnte anstelle einer (verhältnismäßig) kurzen Rezension.Bereits 1897 schreib der englische Schriftsteller und Pionier der Science Fiction Literatur H.G. Wells (u.a. Der Krieg der Welten, Die Zeitmaschine) den berühmten Roman „The invisible Man“. Carl Laemmle Jr., Sohn von Carl Laemmle Senior, welcher das amerikanische Filmstudio Universal Pictures gründete, wurde 1929 mit nur 21 Jahren Nachfolger seines Vaters als Produktionschef bei Universal. Nachdem er 1930 mit dem Antikriegsfilm „Im Westen nichts Neues“, welcher auf der Romanvorlage von Erich Maria Remarque beruht, einen großen Erfolg feierte produzierte Laemmle 1931 mit Dracula (mit Bela Lugosi in der Hauptrolle) einen weiteren riesigen Kassenerfolg, der eine wahren Boom an Horror Filmen hervorrief und welcher bis heute das Image der Universal Studios als Studio für Monsterfilme prägt. Es ist Carl Laemmle zu verdanken, dass der großartige Regisseur James Whale (Frankenstein, 1931; Haus des Grauens, 1932; Frankensteins Braut, 1935) über Jahre hinweg bei den Universal Studios absolut freie Hand bei der Inszenierung seiner Filme hatte, und dieser somit einen Stil begründete, der bis heute seine Spuren im Filmbusiness hinterlässt. So schreiben beispielsweise Wolfram Tichy und Liz-Anne Bawden, et al.: „Die besonderen Merkmale von James Whales Horrorfilm-Klassiker sind die außerordentliche Trickarbeit und der zuweilen an der Grenze zum Slapstick angesiedelte, superbe Humor.“ rororo Filmlexikon. Band 1: Filme A – J (OT: The Oxford Companion to Film). Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1978, ISBN 3-499-16228-8, S. 307 (Wikipedia, Seite „Der Unsichtbare“ (Film))James Whale engagierte den englischen Autor R.C. Sheriff (Auf Wiedersehen, Mr. Chips, 1939; Die Reise ins Ungewisse, 1951; Sie waren 13, 1955), der nach unzähligen Drehbuchversionen verschiedenster Autoren den Roman von H.G. Wells nahezu perfekt für die Leinwand umsetzte. Im Gegensatz zu verschiedenen früheren Drehbuchversionen blieb Sheriff relativ nahe an der literarischen Vorlage und setzte Änderungen nur sehr punktuell an, die es aber durchaus in sich haben. In Sheriffs Vorlage wurde etwa die Figur der Flora Cranley (Gloria Stuart), Tochter von Professor Dr. Cranley und gleichzeitig auch Freundin von Dr. Jack Griffin (Claude Rains), dem Assistenten von Dr. Cranley, eingearbeitet. Ebenso wurde der zweite Assistent Dr. Arthur Kemp, eine opportunistische und feige Figur im Film ein spektakulärer Abgang beschert während dieser in Wells Roman mit dem Leben davon kommt. Auch wurde im Film der sogenannte Mad Scientist deutlich stärker herausgearbeitet, als dies in Wells Vorlage der Fall ist. Genau genommen ist die Figur des Unsichtbaren durch die Verfilmung von Whale einer der Väter des heute gerne und viel zitierten Mad Scientist.Es ist eine kalte und stürmische Nacht als ein unbekannter Mann mit einem Gesicht, das völlig mit Binden umwickelt ist in einem verschneiten und abgelegenen Dorf ankommt und das einzige Wirtshaus betritt. Schnell wachsen Furcht und Beklemmung sowohl bei den Gästen, als auch bei den Wirtsleuten. Als der unbekannte Mann, der sich auch noch völlig merkwürdig verhält, mit seiner Miete in den Rückstand gerät möchten die Wirtsleute den unheimlichen Gast schnell loswerden, doch damit öffnen sie die Büchse der Pandora. Dr. Jack Griffin, ein fähiger junger Wissenschaftler hat in einem Selbstversuch ein unsichtbar machendes Serum erfunden und sich für die Entwicklung eines Gegenserums in dieses Gasthaus zurückgezogen. Nachdem dieser nun um die Mühen seiner Arbeit gebracht wurde kommen die Nebenwirkungen des Serums vollends zum tragen. Indem er sich seiner Kleidung entledigt wird Griffin völlig unsichtbar und fängt an die Bewohner des Dorfes bei seiner Flucht zu schikanieren und tötet wenig später sogar einen Polizeiinspektor. Während das Serum Griffin immer aggressiver und skrupelloser werden lässt, trachtet dieser nach der Weltherrschaft und lässt aus purem Vergnügen einen Zug entgleisen, was hunderte von Toten zur Folge hat. Flora, die Griffin immer noch liebt, versucht ihm zu helfen doch die Polizei zieht den Ring immer enger um den Unsichtbaren.„Die von John P. Fulton umgesetzten und auch aus heutiger Sicht noch beeindruckenden Spezialeffekte waren zu jener Zeit teilweise revolutionär. So ist hier beispielsweise ein Vorläufer des Verfahrens zu bewundern, das heute noch in einer Blue Box zur Anwendung kommt. Dabei wurden die „unsichtbaren“ Bildkomponenten mit schwarzem Samt überdeckt. Fulton bezeichnete später die Szene, in der sich Griffin vor einem Spiegel die Bandagen abnimmt, als die absolut schwierigste. Hierfür wurden vier Einzelsequenzen übereinandergelegt. Die erste Wahl des Studios für die Titelrolle war Boris Karloff. Whale wollte aber jemanden mit einer besonderen Stimme. So konnte er Rains engagieren, den er von vornherein für die Rolle wollte. Der Hauptdarsteller Claude Rains wurde durch diesen Film bekannt, obwohl sein Gesicht nur wenige Sekunden auf der Leinwand zu sehen ist. Seine Stimme war markant genug, um einen Eindruck zu hinterlassen.“ (Wikipedia, Seite „Der Unsichtbare“ (Film)).Der Horrorstreifen „Der Unsichtbare“ war 1933 der erfolgreichste Film von Universal an den Kinokassen. „Es wurden insgesamt fünf Fortsetzungen des Unsichtbaren gedreht, in denen wieder John P. Fulton für die Spezialeffekte verantwortlich war. Einzige Ausnahme war Auf Sherlock Holmes’ Spuren, als Fultons langjähriger Mitarbeiter David S. Horsley diese Tätigkeit übernahm.1940 – Der Unsichtbare kehrt zurück (Hauptrollen Cedric Hardwicke und Vincent Price, Regie Joe May)1940 – Die unsichtbare Frau (Hauptrollen Virginia Bruce und John Barrymore, Regie A. Edward Sutherland)1942 – Der unsichtbare Agent (Hauptrollen Ilona Massey, Jon Hall und Peter Lorre, Regie Edwin L. Marin)1944 – Der Unsichtbare nimmt Rache (Hauptrollen Jon Hall und Leon Errol, Regie Ford Beebe)1951 – Auf Sherlock Holmes’ Spuren – Alternativtitel Der Unsichtbare trifft Abbott und Costello (Hauptrollen Bud Abbott und Lou Costello, Regie Charles Lamont)“(Wikipedia, Seite „Der Unsichtbare“ (Film))„Der Unsichtbare“ kommt der Perfektion so nahe... wie ein Film ihr nahe kommen kann. Von den drei wirklich großen SF-Filmen, die die dreißiger Jahre hervorgebracht haben, ist er möglicherweise der beste. Aber auch der stets an letzter Stelle genannte: Obwohl er sehr erfolgreich war – bei der Kritik und an der Kinokasse –, hat er sich nie der endlosen Anzahl von Remakes und Variationen erfreut wie „Frankenstein“ oder „King Kong“... und hat auch nie eine Kultbewegung ins Leben gerufen." – Frederik Pohl, Frederik Pohl IV: Science Fiction Studies in Film. New York 1981 (Wikipedia, Seite „Der Unsichtbare“ (Film))Neben seiner tricktechnischen Meisterleistung, die auch heute noch exzellent aussieht, lebt dieser Klassiker auch von seiner vorzüglichen Besetzung. Neben Claude Rains (Mr. Smith geht nach Washington, 1939; Casablanca, 1942; Berüchtigt, 1946), der mit diesem Film seinen Durchbruch hatte, spielt Gloria Stuart die weibliche Hauptrolle. Stuart hatte einige gute Rollen in den 30er und 40er Jahren des letzten Jahrhunderts bevor sie sich für Jahrzehnte aus dem Filmgeschäft zurückzog. „Ein großes Comeback feierte sie 1997 als Darstellerin der alten Rose in dem Film Titanic von James Cameron. (...) Für die Rolle der steinalten Dame erhielt sie eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin. Mit dieser Nominierung schrieb sie gleich doppelt Oscar-Geschichte: zum einen ist sie die älteste Schauspielerin, die jemals nominiert wurde (zum damaligen Zeitpunkt war sie bereits 87 Jahre alt), und zum anderen wurden erstmals zwei Schauspielerinnen für ein und dieselbe Rolle in einem Film in zwei unterschiedlichen Kategorien nominiert. Kate Winslet war für ihre Rolle der jungen Rose ebenfalls nominiert, allerdings in der Kategorie beste Hauptdarstellerin. (...) Am 26. September 2010 verstarb Gloria Stuart im Alter von 100 Jahren in ihrem Haus in West Los Angeles an den Folgen einer Lungenentzündung.“ (Wikipedia, Seite Gloria Stuart).Weitere namhafte Darsteller sind William Harrigan (Der FBI-Agent, 1935; Die Farmerstochter, 1947; Guadalcanal – Entscheidung im Pazifik, 1951), Henry Travers (Herr des Wilden Westens, 1939; Im Schatten des Zweifels, 1943; Ist das Leben nicht schön?, 1943), Una O’Connor (Frankensteins Braut, 1935; Die Abenteuer des Robin Hood, 1939; Zeugin der Anklage, 1957), Holmes Herbert (Dr. Jekyll und Mr. Hyde, 1934; Das Sklavenschiff, 1937; Der Freibeuter von Louisiana, 1938), Harry Stubbs (Alibi, 1929; Gehen wir bummeln, 1937; Frankenstein trifft den Wolfsmensch, 1943). Wer genau hinsieht erkennt gar Walter Brennan (Haben und Nichthaben, 1944; Faustrecht der Prärie, 1946; Rio Bravo, 1959) in einer winzigen Rollen, als der Unsichtbare diesem das Fahrrad entreißt. Zu guter Letzt muss unbedingt noch der exzellente Kameramann erwähnt werden. Es handelt sich hier um keinen geringeren als Arthur Edeson, der auch bei Meisterwerken wie „Im Westen nichts Neues“ (1930), „Die Spur des Falken“ (1941) und „Casablanca“ (1942) für die Bilder verantwortlich war.Universal hat seinem Klassiker eine absolut begeisternde Blu-Ray Veröffentlichung spendiert. Das sw-Bild ist im Originalformat 1,33:1 und besticht durch ein absolut hervorragendes Bild das diesen Klassiker wie neu wirken lässt. Als Sprachoptionen gibt es Deutsch, Französisch, Italienisch und Spanisch in DTS Digital Surround 2.0 Mono, Englisch sogar in DTS-HD Master Audio 2.0 Mono. Untertitel werden in Deutsch, Englisch, Dänisch, Finnisch, Französisch, Italienisch, Norwegisch, Schwedisch und Spanisch angeboten. Als Extras gibt es die exzellente Dokumentation „Sichtbar gemacht: Die Enthüllung des Unsichtbaren“, „100 Jahre Universal: Unvergessliche Figuren, Produktionsfotos und einen Filmkommentar. Eine wirklich beispielhafte Veröffentlichung eines Filmklassikers, der gleichzeitig auch einen Meilenstein in der Filmgeschichte darstellt. Ein begeisterndes Meisterwerk, das bis heute nichts von seiner Brillanz verloren hat.
★★★★★
Tita Fürst - Koren
16.09.2024
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doch, er, der Wissenschaftler Dr. Jack Griffin (Claude Rains), ist deswegen (nur) auf dem ersten Blick unverwundbar.Was H.G. Wells im Jahre 1897 geschrieben hat, gehört zu der Klassik des Sci-Fi Romanen. Für mich einer der besten Bücher. Ich habe mich als junges Mädchen regelrecht gefürchtet, wenn ich es las, aber ich musste die Handlung immer zu Ende lesen (mehrmals)...Zwar wird die Filmvorlage dem Buch nicht ganz gerecht, aber, es stört nicht. Im Gegenteil, wer das Buch gelesen hat, und ich hoffe, dass es viele Menschen es getan haben, kann sich vorstellen, dass der Regisseur James Whale 1933 (das Geburtsjahr des Filmes) der Handlung etwas mehr Dynamik geben musste. Ohne diese Korrekturen würde der Film zu statisch sein, es ist eben eine Geschichte um einen Mann, der mehr als die Hauptrolle hat/spielt...Im Buch wird der Wissenschaftler genau beschrieben, doch seine Arbeit wird etwas "bescheidener" gezeigt. Er wünscht sich sowohl das Mittelfür seine Unsichtbarkeit zu finden, aber auch umgekehrt, er möchte nach Belieben wieder sichtbar werden. Er will sich ohne Prpbleme zwischen den Menschen bewegen...als Unsichtbare will er das Geld und die Macht, und als Mensch...normal leben? Eine Theorie...ZUR FILMHANDLUNG (Es gibt etwas Spoiler, schon wegen des Buches):Es ist Winter, Schneetreiben, Kälte, da kommt in ein Gasthaus in einer Landgegend von England ein komischer Mann. Er schein "maskiert" zu sein. Den Kopf bedecken Bandagen, er trägt eine schwarze Sonnenbrille, die Hände stecken in den Handschuhen...Nich ein Teilchen seiner Haut kann man sehen...Was ist mit ihm geschehen?Er will sofort ein Zimmer mit Kamin und ein Wohnzimmer dazu. Die Wirtin Jenny Hall (Una O’Connor) findet den Mann unheimlich, doch, er sagt, er habe Geld und braucht Hilfe. Auch ihr Mann Herbert (Forrester Harvey) will dem Gast helfen, wobei das Geld eine gewisse Rolle spielt.Doch, bald nach dem Einzug des Gastes häufen sich im Dorf und speziell im Gasthaus sehr eigenartige Vorfälle. Der Gast ist im Verzug mit der Bezahlung, seine beiden Zimmer sehen furchtbar unordentlich aus. Ein Chemielabor. Er ist unfreundlich und der Gastwirt muss handeln (seine Frau ist schon ganz hysterisch), der Gast ist unerwünscht.Aber, der Mann lässt sich nicht vertreiben...Um die gleiche Zeit vermisst Dr. Cranley, ein Chemiker, seinen Mitarbeiter Dr. Griffin. Seine bezaubernde Tochter Flora (Gloria Stuart) ist mit Griffin fast verlobt. Sie will ihn suchen. Der andere Mitarbeiter Dr. Kemp (William Harrigan) scheint etwas über Griffins Arbeit zu wissen, doch immer noch zu wenig.Als sich im Land die Berichte über einen unsichtbaren Mann häufen, sind Dr. Cranley und Dr. Kemp beunruhigt. Dr. Griffin hat nämlich Versuche mit einer Pflanze gemacht, die enthaltene Substanz Monokain verursacht das Verschwinden der Pflanzen, einige Tiere. Was, wenn?Doch, sowohl Dr. Cranley wie auch Flora können nicht glauben, dass Dr. Griffin (auch, wenn er die Formel für die Unsichtbarkeit gefunden hat) sich so sehr verändert hat. Dass er die Menschen verspottet, dass er aggressiv wird.Aber, wer weiß schon, was die Drogen aus einem Menschen machen und was sie zum Vorschein bringen können?Dr.Griffin will aber noch mehr. Und sein ehemaliger Mitarbeiter Dr Kemp soll ihm helfen. Der ruft die Polizei und Dr. Cranley. Der möchte Griffin helfen, nicht nur um Floras wegen...er kennt ihn ja vor den Versuchen mit toxischen Substanzen...und weiß, Griffin ist ein guter Mann (gewesen).Und, er vermutet, dass Griffin Flora noch nicht vergessen hat.Die "Jagd" geht weiter, der Unsichtbare (der OHNE Kleider nicht sichtbar ist), muss sich verstecken...Alles, was auf der Haut einen "Film" hinterlässt, könnte für ihn fatal sein. Schnee zum Beispiel...Längst ist Griffin nur noch Gejagter...zwar hat er immer noch megalomanische Ideen, aber die scheinen nur ein Wunsch zu sein. Und, allein zu leben, immer auf der Flucht?FAZIT:Das Buch befasst sich mehr mit dem Leben von Dr. Griffin. Er wird nicht als ein Ungeheuer dargestellt. Eher als eine gescheiterte Existenz, er lebt "zwischen den Welten", er kann nicht nach draußen, wenn er geht, haben die Menschen Angst. Viel kann er nicht "verdienen" mit seiner "Gabe"...Das Ende ist bekannt.James Whale hat aus Dr. Griffin einen Wissenschaftler gemacht, der nach dem Einnehmen der Drogen, die ihn unsichtbar machen, auch seine psychische Seite, sein Wesen verändert. Aus einem, sicher guten Chemiker, ist ein Mann geworden, der sich als unbezwingbar sieht, weil man IHN NICHT sehen kann. Und, der leider kein guter Mensch ist. Egoistisch, ohne Gewissen, nur an sich und seine Macht denkend.Doch, weil er sich nicht zurückverwandeln kann, ist er "gezwungen" zu fliehen", er hörtweiter, wie ihn die Menschen fürchten UND verspotten. Er verliert weiter seine guten Eigenschaften, will jetzt alles haben...nur bei Flora ist er noch so gleblieben, wie er war. Die Liebe zu ihr ist stärker.Dr. Griffin besitzt eine "Eigenschaft", die man sich nur manchmal wunscht (versteckt etwas zu hören...). Wollen wir das wirklich? H.G. Wells hat uns im Buch genau gezeigt, wohin diese "Macht" führt, Whale tut es im Film noch stärker.Claude Rains als Dr. Griffin war eine sehr gute Wahl, man kennt den Darsteller aus vielen Filmen. Seine starke Präsenz macht ihn "fast" unverwundbar, seine Zuneigung zu Flora menschlich.Man kann ihn mögen oder nicht, er ist ein Mann, der die Wissenschaft zu sehr "liebt", er glaubt an sie...die Menschen/Leute um ihn kann er vergessen.Rains spiet sehr gut, die anderen Darsteller*innen kommen zwar zur "Sprache", aber...Und, noch ein Lob an James Whale, 1933 hat er fast Wunder bewirkt...mit der Maske...man wartet gebannt vor dem Bildschirm, was passieren wird, wenn der Mann seine "Camouflage" wegnimmt. Ich habe den Film einige Male gesehen, er hat mich immer aufs Neue fasziniert. Nach mehr als 85 Jahren ist der Film einer der besten Sc-Fi Streifen. Der Produzent Carl Laemmle junior (Universal Studios) hat einen, für damalige Zeit, sehr teueren Film gemacht. Alles, um die wissenschaftliche Seite besser zu zeigen. Mit den Mitteln aus den 30-Jahren einen Unsichtbaren so naturgetreu zu..., ist eine Kunst, die man nie vergessen wird!Es würde zu lange dauern, wenn man alle Tricks beschreiben will, man soll sich den Film ansehen und das Buch lesen.Die anderen Verfilmungen...für mich weit hinter dem Original!
1897 veröffentlichte der britische Schriftsteller H. G. Wells seinen frühen Science-Fiction-Roman "Der Unsichtbare" und machte so die Thematik Unsichtbarkeit anziehend für die Science-Fiction-, Fantasy- und Horrorkultur.Nach dem großen Erfolg des Films "Frankenstein", mit Boris Karloff in der Hauptrolle, machte sich Regisseur James Whale (1889-1957) ans Werk und verfilmte den Roman, der 1933 in die Kinos kam. Die Rolle des Wissenschaftlers Griffin, der sich mittels einer chemischen Formel unsichtbar macht und ihn in den Wahnsinn treibt, wurde mit Claude Rains (1889-1967) besetzt.Die Geschichte des Wissenschaftlers Griffin, der als Unsichtbarer die Menschen in Angst und Schrecken versetzt, finde wundervoll umgesetzt, auch wenn es einige Unterschiede gegenüber der Romanvorlage gibt.Gloria Stuart (1910-2010), die Fans des Films "Titanic" von 1997 kennen sie in der Rolle der alten Rose, glänzt in der Rolle der Flora Cranley, der Verlobten von Griffin.Das wirklich großartige an dem Film sind die Spezialeffekte aus dem Jahr 1933.Es ist wirklich faszinierend wie man "freischwebende" Kleidung, Bandagen und Gegenstände darstellen konnte noch bevor es moderne Computertechnik gab.Trotz seines Alters sorgt der Film für richtig Spannung und Grusel.Man kann sich sehr gut vorstellen wie unangenehm es ist, wenn man weiß, dass ein gefährlicher Mensch unsichtbar ist und somit zu allem fähig sein kann.Dieser Film ist nicht nur eine Freude für alle Liebhaber von klassischen Horrorfilmen, einfach nur ansehen und immer wieder genießen.