Danke noch einmal das ich mich an einem Sonntag Nachmittag in alten Erinnerungen aufhalten durfte . Gruß, an alle die irgendwo in sich noch Kind geblieben sind .Fürs weitere alles Gute und bleibtgesund . Gruß, R. F.
Das Mädchen Dorothy (Judy Garland) lebt mit Onkel (Charley Grapewin) und Tante (Clara Blandick) auf einer Fam in Kansas und läuft weg, als ihr ihr geliebter Hund Toto wegen eines Beißvorfalls weggenommen werden soll.Als sie den Schausteller Professor Marvel (Frank Morgan) trifft, nutzt dieser seine hellseherischen Fähigkeiten um Dorothy dazu zu bewegen wieder nach Hause zu gehen.Auf dem Rückweg zieht ein Tornado auf, zurück auf der Farm kommt Dorothy nicht mehr in den Schutzbunker, also sucht sie Zuflucht im Farmhaus und wird von einem Balken am Kopf getroffen.Und als Dorothy erwacht, befindet sie sich im magischen Land Oz, wo es Hexen und Zauberer und allerlei andere merkwürdige Kreaturen gibt.Wird es Dorothy gelingen für sich und Toto den Weg nach Haus zu finden?Als ich letztes Jahr das Biopic ‚Judy‘ gesehen habe, ist mir bewußt geworden, dass ich noch nie ‚Der Zauberer von Oz‘ gesehen habe und wollte das gern ändern.Aber irgendwie kam es nie dazu, doch jetzt habe ich mir endlich die Zeit genommen.Der Film beginnt in sepifarbenem Schwarz-Weiß und hier und da sieht man meiner Meinung nach, dass in einem Studio mit dem entsprechend aufgebauten Kulissen und nicht in wirklicher Landschaft gedreht hat.Das tut dem Film nicht wirklich weh, aber es ist mir eben aufgefallen.Außerdem habe ich mich gefragt, ob Judy Garland mit ihren siebzehn Jahren nicht eigentlich schon zu alt für die Rolle der Dorothy war.Die Illustrationen aus der ersten Auflage der Romanvorlage, die ich bei Wikipedia gesehen haben, bestätigen mich, aber da ich das Buch selbst nicht gelesen habe, kann ich es nicht zu hundert Prozent sagen.Und ich muss sagen, dass ich das auch spätestens wenn Dorothy in Oz ankommt, nicht mehr als störend empfunden habe.Gelungen fand ich den Wechsel von schwarz-weiß zu bunt, sobald Dorothy mit Toto in Oz landet und auch die liebevoll und bunt gestaltete Kulisse.Ebenso gelungen halte ich die Doppelrollen, die viele Schauspieler innehaben. So begegnet Dorothy in Oz einigen bekannten Gesichtern in neuem Gewand, die ihr ein wages, heimisches Gefühl vermitteln.Besonders gern mochte ich die Vogelscheuche (Ray Bolger) und den Zinnmann (Jack Haley).Den Löwen (Bert Lahr) mag ich als Figur auch, nur seine Aufmachung fand ich nicht sonderlich gelungen, ist aber dem Produktionsjahr des Films geschuldet. Da sind wir Zuschauer mittlerweile einfach sehr verwöhnt.Die böse Hexe des Westens (Margaret Hamilton) erinnert mich stark an Hexen aus den Grimm’schen Märchen, nur das grüne Gesicht war neu und brachte mich ehrlich gesagt ziemlich zum Grinsen.Dafür erinnerte mich die gute Hexe des Nordens (Billie Burke) sehr an einschlägige Disney-Feen, die guten Einfluss auf die jeweiligen Figuren haben.Sehr gelacht habe ich über den Zauberer von Oz, den man sich ganz anders vorgestellt haben dürfte.Erstaunt war ich darüber, dass ich die Musik zum Großteil mochte und überhaupt nicht genervt war. Das passiert mir bei Musicalfilmen ja öfter mal, war hier aber gar nicht der Fall, vielleicht auch, weil die Geschichte in knapp 98 Minuten starff erzählt wird.Insgesamt halte ich ‚Der Zauberer von Oz‘ für einen Film, der zurecht als Klassiker gilt, weil er eine zeitlose Geschichte erzählt, die viele Themen (unter anderem Freundschaft, Mut, unterschiedliche Menschen, die sich dennoch mögen) anspricht und eine positive Botschaft verbreitet.