★★★★★
k.A.
29.04.2026
ean-shopping.de
Eine sehr unterhaltsame und spannende Detective-Serie, die mich gefesselt hat, allerdings gibt es einige Wendungen, die man vielleicht nicht sofort versteht.
Für mich der Nr. 1 Thriller bis heute. Fincher hat mit Fight Club ein weiteres Meisterwerk gemacht, aber für mich bleibt Sieben sein bester Film und der beste Thriller.Nach langer Zeit habe ich mir den Film mal wieder angeschaut, doch zum ersten Mal auf Blu-ray. Früher lief der Film rauf und runter auf VHS, dann irgendwann auf DVD.Zum Film muss man, glaube ich, nicht mehr viel sagen, wer den Film noch nicht kennt, soll ihn bitte so schnell wie möglich anschauen und ihn am besten sogar in die Sammlung aufnehmen. Selbst nach Jahren ist das hier für mich einer der spannendsten und besten Filme, die es gibt.Die Blu-ray zaubert ein Bild, was ich so noch nicht gesehen habe. Der Kontrast und die Farben sind der Hammer. Man bedenke auch, dass der Film 1995 mit einem Budget um die 30 Millionen Dollar gedreht wurde und man hier nicht auf die teuereste Technik setzte. Hinzu kommt das der Film eher einen düsteren und dreckigen Look hat, dass Bild ist aber wirklich gut und die DVD habe ich sofort weiterverschenkt. Besonders in den helleren Szenen zeigt das Bild, was man hier rausgeholt hat, in den dunklen Szenen ist das Bild ebenfalls gut. Der deutsche Ton bietet einen soliden Dolby 5.1 und besonders die Dialoge hören sich fantastisch an. Die hinteren Kanäle werden oft angesteuert und der Bass macht sich auch in den guten Scoreszenen bemerkbar. Hier ist auf jeden Fall ein großer Mehrwert zur DVD. Bonus hat man so einiges drauf gepackt von der alten DVD mit der Doppel Disc.Leider gibt es kein Wendecover wie bei Warner üblich.Sieben ist auch nach knapp 30 Jahren immer noch ein sehr guter Film und die Blu-ray lohnt sich.
Inszeniert von (Fight Club) Macher David Fincher avancierte Sieben zu einem regelrechten Klassiker des Genres. Nicht nur aufgrund seiner sehr düsteren und kühl gehaltenen Atmosphäre haben wir es hier, ähnlich wie bei Das Schweigen der Lämmer, wieder einmal mit einem Thriller zu tun, den man noch lange im Gedächtnis behalten wird.Brad Pitt zeigt hier eine Meisterleistung, die ich ihm bis zu diesem Film nicht mal ansatzweise zugetraut hätte. Er sieht nicht nur toll aus, er spielt auch toll. Ich kann mir keinen anderen Schauspieler vorstellen, der die Rolle so überzeugend hätte darstellen können. Vor allem das Ende…Pitt gelingt es so viel Schmerz und Dramatik in sein Gesicht zu spielen, dass man ohne es zu merken, die Luft anhalten muss. Morgan Freeman weiß auch zu überzeugen, sein Charakter ist hier eher der ruhige Pol, ein Mann, der mit seinem Dasein als Polizist abgeschlossen hat und an der Härte des Lebens zu scheitern glaubt. Die beiden Charaktere ergänzen sich prima, die perfekte Mischung aus Jung und Alt; Vorsichtig und spontan, motiviert und resigniert.Im Grunde genommen dreht sich Sieben mit seiner ganzen Thematik und im Kern um die zentrale Fragestellung, obwohl die Menschheit wirklich schon so verkommen ist, das jeden Tag von jedem Tag nicht die sieben Todsünden begangen werden. Zur gelungenen Optik gesellte sich ein packend und schnörkellos geschriebenes Drehbuch, das die besten Dialogzeilen dem erst spät im letzten Akt in Erscheinung tretenden Täter in den Mund legte. Was den Film auszeichnet, ist seine langsame Steigerung, die von Mord zu Mord stattfindet und den Zuschauer, der zu Beginn schlagartig in das Geschehen gezogen werden soll, langsam aber sicher an der Story und ihren Charakteren festhalten lässt – bis es dann im großen Finale zum Knall kommt. Das Ende ist sowas von böse und perfekt inszeniert, dass einem der Atem stocken kann. Was sich dort abspielt darf natürlich nicht verraten werden, es wäre eine Schande, wenn jemand das vorher wüsste und sich den Film dann erst zum ersten Mal ansieht.Sieben ist ein bitterböser Film. Für Hollywood total untypisch: Düster, pessimistisch, depressiv, ohne richtiges Happy End und wirklich brutal, ohne dabei aber großartig grafisch zu sein. Selten war ich von einem Thriller dermaßen fasziniert. Zum Schluss noch ein Zitat von Ernest Hemingway: ,,Die Welt ist so schön und wert, dass man um sie kämpft.“