"Mars Attacks!" ist zweifellos einer der schrägsten und unterhaltsamsten Sci-Fi-Filme, die jemals die Leinwand erobert haben. Dieser schrille Geniestreich von Regisseur Tim Burton ist eine Hommage an die guten alten B-Movies der 1950er-Jahre, die mit ihrer skurrilen und humorvollen Herangehensweise an die Alien-Invasion ein wahres Feuerwerk an Lachern und Action liefert.Die Handlung beginnt, als Tausende fliegender Untertassen die Erde angreifen und eine scheinbar freundliche Marsianer-Delegation landet. Das Weiße Haus lädt sie ein, doch das Treffen endet in einem Chaos, als die Marsianer erst eine Taube und dann die Menschheit angreifen. Was folgt, ist eine atemberaubende Achterbahnfahrt, in der die Marsianer die Welt ins Chaos stürzen, und die Menschheit sich mit Hochfrequenz-Musik gegen die Invasoren zur Wehr setzt.Der Cast des Films ist schlichtweg brillant und umfasst Hollywood-Größen wie Jack Nicholson, Glenn Close, Natalie Portman, Pierce Brosnan und viele mehr. Jeder Schauspieler scheint den abgefahrenen Charakteren Leben einzuhauchen und verleiht dem Film einen unverwechselbaren Charme.Die visuellen Effekte und das Design der Marsianer sind ein Fest für die Augen. Die Mischung aus Puppen und Computeranimationen verleiht den Marsianern ein skurriles und dennoch bedrohliches Aussehen, das perfekt zum Ton des Films passt.Der Soundtrack von Danny Elfman fängt den Geist der alten B-Movies meisterhaft ein und trägt zur gesamten Atmosphäre des Films bei."Mars Attacks!" ist eine liebenswerte Liebeserklärung an die alten Alien-Invasionsfilme und ein wahrer Augenschmaus für Science-Fiction-Fans. Dieser Film ist ein wildes, exzentrisches und höchst unterhaltsames Abenteuer, das uns auf eine Reise in die Vergangenheit mitnimmt, aber dabei die typische Tim-Burton-Magie nicht vermissen lässt. Wer auf schräge Sci-Fi-Komödien steht, darf "Mars Attacks!" auf keinen Fall verpassen!
"Wir kommen in Frieden" erklärte der Mars-Botschafter, doch Pustekuchen! Die kleinen grünen Männchen, die eine große, attraktive Blondine modellieren konnten, verbreiteten die Hölle mit Feuer und Schwefel um sich und setzten zur Zerstörung der irdischen Welt an. Diese wehrte sich in Gestalt der US-amerikanischen Administration mit Präsident, Stab und Armee, doch scheiterten alle militärischen Mittel an der überlegenen Technik der Marsianer. Es blieb einer dementen Großmutter vorbehalten, die Welt vor dem sicheren Untergang zu retten. Aufschlussreich, mit welch einfachem Mittel ihr dies gelang. Gems und Burton bereiten dieses Spektakel, das vor allem Pyromanen Freude machen dürfte, mit satirischen Seitenhieben auf die Politiker, Medien und Soldaten, und mit entlarvenden Szenen zwischen den normalen, "mündigen" Bürgern und Geschäftsleuten auf. Leider ist das gezeichnete Bild vom Zustand unserer Welt und ihren Führern nicht annähernd so absurd und abwegig, wie die Fantasie von den Außerirdischen. Diese ist ja auch nur eine Projektion unserer Ängste und aggressiven Vorurteile, sozusagen eine unbewusste, tiefere Ebene unserer gesellschaftlichen und politischen Wirklichkeit. Der Film wurde 1996 gedreht und endet mit einem über große Flächen verbreiteten Trümmerfeld. Die Bilder nehmen bis ins Detail die aktuellen, realen Bilder von den Zuständen in Syrien vorweg. Wir brauchen uns keine bösen Marsianer zu ersinnen. Wir schaffen unsere Selbstzerstörung und Verwüstung auch ganz alleine. Insofern bildet der eigentlich komisch sein sollende Film ein bedrückendes Menetekel, eine bestürzende Prophezeiung. Lassen Sie den unsäglichen Donald Trump das nukleare Potenzial der USA in die Hände bekommen, dann werden wir erfahren, wozu die Menschheit fähig ist. Dumm nur, dass wir noch nicht gelernt haben, detonierende Atombomben wie Joints zu inhalieren. Das Ganze wird mit einer erstklassigen, renommierten Besetzung verwirklicht. Nicholson zeigt die Spannbreite seiner darstellerischen Qualitäten in einer Doppelrolle, beide Figuren Persiflagen auf die amerikanische Wirklichkeit, die an Deutlichkeit keinen Wunsch offen lassen. Vergnügen, ja Freude kommt gelegentlich dennoch auf, wenn die Riege schöner und fähiger Schauspielerinnen dem Auge schmeichelt. Die Bening ist einfach umwerfend und Pam Grier entzückt. Ein scheinbares Comic, das eine bitterernste Botschaft vermittelt. Ziehn wir uns warm an.