Der Film ist sehenswert, er zeigt eigentlich die Sinnlosigkeit des Rennes, wer schneller am Ziel ist.Der Rennsport als solches, ist schon fragwürdig, es gibt keinen wirklichen Nutzen für den Verbraucher, der die Automarke dann kauft. Zumal es im Alltag garnicht notwendig ist, schnell ans Ziel zu kommen, was nur unnötige Gefahren für den Fahrer und anderen Verkehrsteilnehmer hervorruft.Besser wäre, dem allgemeinen Autofahrer, sich darin zu schulen ein vernünftiger und auf Sicherheit bedachter Teilnehmer zu sein. Das konkurrieren im Straßenverkehr, weil ein anderer eine stärkeres und besseres Fahrzeug hat, führt oft zu unnötigem und gefährlichem Fahrverhalten. Natürlich ist das nicht die Regel, doch hochmotorisierte Autos verleiten manche Fahrer, schneller zu fahren, und Risiken einzugehen, weil sie der Meinung sind, ihr Fahrzeug ist gut ausgestattet.Der Film zeigt am Ende, das es nichts gebracht hat, der erste zu sein. Der Rennfahrer des Ferraris verlor am Ende sein Leben, weil Druck auf ihn ausgeübt wurde, und zu guter Letzt stieg Ferrari ganz aus dem Rennen.Es hatte nichts gebracht, schneller zu sein. So ist es im täglichem Leben, wir werden oft von der technischen Schnelligkeit überollt, die das Leben auch nicht besser macht.
Die Handlung zeigt Rennfahrer und ihre romantischen Beziehungen und ist ein loser Rahmen für einen hoch spannenden Film über Autorennen. Der Film idealisiert nicht, weder die Rennfahrer noch deren Partnerinnen. Auch die Rennstallbesitzer oder Verantwortlichen kommen nicht unbedingt gut weg. Racing war auch damals ein äusserst hartes Geschäft, manchmal mit bitterem Ausgang.Ich war ein junges Mädchen, als ich Jochen Rindt zum ersten Mal in Graz sah. In unserer Umgebung waren alle stolz auf den Formel 1 Fahrer. Auch heute noch erinnert man sich immer wieder an einen Autofan, der unter tragischen Umständen viel zu früh starb. In diesem Film laufen echte Rennen auf echten Rennstrecken ab, dabei wurden Szenen für den Spielfilm gedreht. John Frankenheimer bringt technisch hoch anspruchsvolle Stunts zusammen mit innovativer Kameratechnik, von der Panavision und andere Studios noch lange zehrten.So sieht man Originalaufnahmen von Fahrern der 60-er Jahre, in ihren Autos, die uns heute anmuten wie Seifenkisten, aber doch schnell waren und immer wieder zu tödlichen Unfällen führten.Natürlich ist es eine Reise in die Vergangenheit, was die Ausrüstung und auch die Schauspieler betrifft, aber auch ein Wiedersehen mit den Emotionen unserer Jugendzeit. Für heutige F1 Fans ebenso ein toller Film, weil man sehen kann, woher die F1 kommt und wieviel Tradition, Ehrgeiz und Leidenschaft in den bekannten Teams steckt. Legenden sind 99% harte Arbeit.Als 2. Kameraassistent bei Panavision hat damals mein Cousin Otto Nemenz als junger Mann mitgewirkt. Es war für ihn der Anfang einer sehr erfolgreichen Karriere in Hollywood. Auch deswegen wollte ich diesen Film unbedingt sehen. Es hat sich voll gelohnt !Besonders lobenswert bei dieser DVD: Das Bonusmaterial.
Von Film- und Formel 1-Fans sehnsüchtig erwartet, erscheint endlich der zweifellos beste Formel 1-Spielfilm auf DVD. Geschildert wird der packende Kampf um die Formel 1-Weltmeisterschaft zwischen vier Rennfahrern, gespielt von Yves Montand, James Garner, Brian Redford und Antonio Sabato. Die Rennszenen sind 1966 an den Originalschauplätzen in Monte Carlo, Clermont-Ferrand, Spa, Brands Hatch, Zandvoort und Monza gedreht worden. Mit für diese Zeit unglaublichem Aufwand wurden Formel 3-Rennwagen so umgebaut, dass sie wie echte Formel 1-Wagen des ersten Jahres der neuen 3-Liter-Formel 1 wirkten. Die Rennszenen, die durch Originalaufnahmen aus den Grand Prix-Rennen des Jahres 1966 ergänzt wurden, erscheinen so durchaus authentisch und vermitteln einen packenden Eindruck vom Renngeschehen. Hinreißend Adolfo Celi als Agostini Manetta, den Chef eines italienischen Rennstalls, - unverkennbar dem unvergesslichen Enzo Ferrari nachempfunden. Der Commendatore selbst hatte es der Filmcrew gestattet, in der Rennabteilung seines Werkes in Maranello zu drehen, und es soll ihm selbstironisches Vergnügen bereitet haben, welche diabolischen Züge Celi dieser Filmfigur verlieh. Zahlreiche Formel 1-Rennfahrer dieser Zeit wie Lorenzo Bandini, Graham Hill, Jo Siffert, Richie Ginther, Jack Brabham, Bruce McLaren, Phil Hill und selbst der ganz große Jim Clark spielten begeistert in Nebenrollen mit und gaben Frankenheimers phantastischem Film besonderen Glanz. Nicht ausgelassen wird auch die filmische Darstellung der ersten Formel 1-Versuche eines japanischen Automobilwerks - entsprechend den frühen automobilsportlichen Ambitionen von Honda. Die Rennhandlung wird von einer gefühlvollen Liebesgeschichte zwischen Yves Montand und Eva Marie Saint umrahmt. Die Renn- und Unfallszenen waren für die 60er Jahre sensationell, und auch heute wirken sie noch immer beeindruckend - selbst wenn uns durch die mediale Erschließung aller Formel 1-Rennen kaum noch etwas auf diesem Gebiet überraschen kann. Die Dramatik des Geschehens wird durch die Musik von Maurice Jarre ebenso unterstrichen wie durch die zeitweise Aufteilung des Bildschirms in mehrere Bilder. Das Bonusmaterial enthält unter anderem ein "Making of" als auch zeitgenössische Berichte über die Formel 1 der 60er Jahre.Wer auch nur etwas Interesse für die Formel 1 hat, kommt an diesem ursprünglich in Cinerama gedrehten Meisterwerk und Kultfilm von John Frankenheimer, der zu Recht mit drei Oscars ausgezeichnet wurde, nicht vorbei !