Mir hat das Buch gut gefallen. Man spürt die große Liebe die Priscilla mit Elvis verbunden hat. Ich habe das Buch als sehr ehrlich empfunden. Ich habe den Eindruck, das Priscilla immer noch versucht Elvis zu schützen und ihn als Menschen erscheinen lässt,der Fehler,Ecken und Kanten hatte,wie wir sie alle haben. Alles in allem eine Liebeserklärung an eine lange vergangene Zeit und einen Mann den sie wohl besser und intimer gekannt hat als jeder andere.
Das Buch wurde meinen Erwartungen mehr als Gerecht, ich habe jede einzelne Seite genoßen und in 2 Tagen leider auch schon durchgelesen. Englischkenntnisse sind meiner Meinung nach zwischen Einfach und Fortgeschritten eine Mischung. Man kann sich auf jeden Fall herantrauen und muss nichts befürchten. Einzelne Wörter, die man vielleicht nicht kennt kann man nachschlagen, und das meiste versteht man sowieso aus dem Kontext.Elvis und Priscilla: Eine Liebesgeschichte ohne Happy End. Stellenweise ist es wirklich deprimierend, ich hatte tiefes Mitgefühl für sie und es hat mich mit runtergezogen, als ich gelesen habe wie kalt und zerstörerisch er ihr gegenüber sein konnte. Dennoch spürt man die tiefe Verbundenheit dieses außergewöhnlichen Paares und die Liebe, die sie füreinander empfunden haben. Leider hat es das Schicksal nicht gut gemeint mit den beiden. Der Tod seiner Mutter, über den er nie so wirklich hinweg gekommen ist war ein Thema. Die Tabletten, mit denen er erstmals in Deutschland in der Armee in Berührung gekommen ist und die leider in sein turbulentes Leben geradezu perfekt hineingepasst haben waren auch ein großes Thema. Wie hätte er sonst mithalten sollen? Elvis wollte immer 110 % geben und leider ging das nicht aus eigener Kraft. Die Filme, in denen er notgedrungen mitwirken musste. Tanzen und Singen a la Bollywood war für ihn das allerletzte und er hat seine eigenen Filme gehasst. Er wollte seine Gesangskarriere und seine Schauspielkarriere strikt trennen, aber dank seinem Manager musste er die Verträge erfüllen. Die Tatsache, dass die Frauen auf ihn geflogen sind wie Schmeißfliegen tat ihm auch nicht gut finde ich. Das verdirbt einen natürlich. Wie soll ein Rock n Roll Star von der einen Sekunde auf die andere sein gefeiertes Image abschalten und zum friedlichen ruhigen geerdeten Familienmenschen umschalten? Stell ich mir auch nicht unbedingt leicht vor. Dass derartiger Tablettenkonsum nicht ganz ungefährlich ist, das wissen wir heute alle, aber was haben sich die Leute damals in den 60er Jahren gedacht? Unsere Medizin und Forschungen sind in der langen Zeitspanne schon viel weiter fortgeschritten als damals. Würde Elvis Presley heute leben hätte er professionellere Hilfe, da glaube ich fest daran. Wirklich viel Sport hat er auch nicht betrieben. Den hätte er aber nötig gehabt um seine Konditionen entsprechend seinem Lebensstil anzupassen. Kein Wunder dass es ihm immer schlechter ging. Heutige Stars haben alle Fitnesstrainer, Ernährungspläne und und und. Ich denke, wären einige Begebenheiten anders gekommen, wäre er ein gesunder vitaler verheirateter Mann geblieben und wäre in Würde gealtert.Trotz all der Schattenseiten muss er ein verzückender Mensch gewesen sein mit einem Herz aus Gold und mit einer Stimme die wir alle Lieben. Dies ist die Geschichte einer Frau, die ihr Leben mit Elvis geteilt hat, die ihn hautnah miterlebt hat und die ihn so intim und verletzlich kannte wie sonst keine. Sie ist die Mutter seines einzigen Kindes und sie kennt wirklich jede Facette von Elvis und ich finde es gut, dass sie ihre Seite der Geschichte erzählt hat, weil ihr einige Menschen die Schuld an seinem Ableben angehängt haben, was völliger unsinn ist. Keiner konnte Elvis retten, das haben alle, die jemals interviewt wurden auch genauso berichtet. Deswegen ist es nur fair, dass sie ihre Seite der Geschichte erzählt hat. Mir ist natürlich bewusst dass dies keine neutrale, sachliche Sammlung von Erzählungen ist (falls jemand einen Buchtipp sucht in der Form empfehle ich Peter Guralnicks "Last train to Memphis") aber das verlange ich auch garnicht von Priscilla Presley. Sie ist keine Außenstehende, sie war seine Ehefrau.