★★★★★
k.A.
04.08.2026
ean-shopping.de
Dieses Buch ist ein absolutes Meisterwerk und eine unvergessliche schwarze Komödie, die man unbedingt lesen sollte. Die Geschichte von American Psycho ist unglaublich fesselnd und provokant.
★★★★★
k.A.
04.08.2026
ean-shopping.de
Ein absolut unvergessliches und kontroverses Werk, das man unbedingt lesen sollte; der schwarze Humor und die Atmosphäre sind einfach genial.
I loved everything about this novel, from the unapologetic sarcasm to the grotesque, sometimes graphic satirical humour; it’s definitely one of the greatest literary works of the 20th century.
„American Psycho“ ist ein Buch, für das ich nie besonderes Interesse hatte. Sogar die Verfilmung interessierte mich nicht besonders, und das, obwohl ich Bale sehr mag. Die ganze Serienkiller-Yuppie-Nummer kam mir eher öde vor. Dann hat Dennis Scheck gesagt, dass „American Psycho“ sein Allzeitlieblingsbuch sei. Der Mann weiß eigentlich, was er tut. Also ran an die 400 Seiten, hab ich mir gesagt.Vorweg: Ich verstehe vollkommen, warum viele Leute das Buch mehrfach angefangen und nie beendet haben. Die Kaskaden von Klamottenbeschreibungen, von Produktbewertungen, Restaurantkritiken, von Musikbesprechungen sind erst einmal abschreckend, weil ermüdend und scheinbar sinnfrei. Ich habe erneut wegen Scheck durchgehalten. „Da muss noch was kommen“, so mein Gedanke – und oh boy, wie recht ich hatte.Diese ganze Form dient, das merkt man eben erst später, von Zeile 1 an einer unheimlich dichten Charakterzeichnung des Protagonisten im Schattenriss, und der hypnotische Sog der Litaneien einerseits und ihre völlige Belanglosigkeit und die damit einhergehende Erschöpfung des Lesers andererseits, sind essentiell, um Bateman … nicht zu verstehen, Grundgütiger, aber doch wenigstens einzugrenzen, zu umkreisen. Sie sind der Rahmen, in den sich die Gewaltexzesse nachher sowohl in literarischer Form als auch in ihrer Bedeutung für Bateman nahtlos einfügen.Und dieses Panoptikum von Belanglosigkeit und Oberflächlichkeit kippen zu sehen in Identitätsverlust und Panik, Gewalt und Drogen, immer noch mit dem Lack der ursprünglichen Ebene – das allein ist größte Literatur, weil zumindest ich mich selten beim Lesen einer Geschichte so sehr irritiert, verloren und verwirrt gefühlt habe: selten so sehr die Lebensentwürfe und Konzepte der Akteure hinterfragt habe; selten so sehr ins Grübeln über meine eigenen gekommen bin (Fazit sehr eindeutig: Alles richtig gemacht!).Und das macht auch die Gewaltszenen so unfassbar überwältigend: Ihre nahtlose Einordnung in eine Welt, in der das Leider der Opfer nicht mehr Wert sind als die neue Genesis-CD oder ein besonderer Weinöffner aus einem bestimmten Laden – nicht selten sogar entschieden weniger. Und das nicht (nur) aus der psychotischen Disposition des Protagonisten heraus, sondern eben in erschütternder Übereinstimmung mit dem Wertesystem, in dem er sich bewegt wie ein Fisch im Wasser.Das Ganze dann letztlich noch ambivalent enden zu lassen; die Idee des unzuverlässigen Erzählers immer dringlicher (und durch die 350 Seiten vorher: vollkommen überzeugend) werden zu lassen, ist fast schon zu gnädig. Ich habe vor „American Psycho“ die „Otherland“-Reihe gelesen, und habe nach diesen Büchern beschlossen, etwas lesen zu wollen, dass in der Realität verankert ist. In der Mitte von „American Psycho“ habe ich dann als nächstes Buch „Chasm City“ bestellt, einen Space Opera/ Hard Science Fiction Band, der in hunderten Jahren Zukunft und sehr weit weg spielt. Ich wollte einer Welt, in der Patrick Bateman existiert, mit dem nächsten Buch so weit wie möglich entkommen. Nachdem ich das Buch beendet habe, ist dieser Drang sehr gemildert, aber nicht weg. Denn „American Psycho“ ist ein Buch, das nicht mehr aus deinem Leben weggeht, wenn du es erst mal reingelassen hast. Und ob das nun angenehm ist, oder nicht: Es ist ein Zeichen großer Literatur.