★★★★★
k.A.
31.07.2026
ean-shopping.de
Das Buch bietet eine sehr gute und fundierte Einführung in die Erkenntnistheorie, wenngleich einige tiefere philosophische Aspekte könnten noch detaillierter behandelt werden. Die Darstellung ist analytisch und gut strukturiert für Studierende.
Ich habe beide Auflagen gekauft! Der ersten Auflage habe ich noch 5 Sterne gegeben. Dieser nur 4. Grundmann schreibt im Vorwort, er hätte das Buch vollständig überarbeitet. Nach der Überarbeitung muss man aber schon genau suchen. Außerdem schreibt Grundmann im Vorwort, es hätte seit der 1. Auflage in der Erkenntnistheorie viele Veränderungen gegeben: Soziale Erkenntnistheorie, Verschwörungstheorien, überhaupt ihre politische Bedeutung. Leider schreibt Grundmann darüber aber nur im Vorwort, der Text wurde diesbezüglich nicht erweitert oder ergänzt. Bin nicht sicher, ob man wie ich die 2. Auflage kaufen sollte, wenn man die 1. Auflage hat.Ich habe die gerechtfertigte Überzeugung, dass das Buch eine hervorragende Einführung ist. Zur Zeit lese ich das Buch andauernd, habe die andere Lektüre zurückgestellt, und finde es geradezu spannend, den Gedanken zu folgen. Leider habe ich immer noch nicht verstanden, ob ich sagen kann, ob meine Überzeugung auch Wahr ist. Ich muss weiter lesen und nachdenken. Ich bin nur ein Laie, kein Student, komme mit dem Text aber ganz gut klar. Grundmann erklärt ausführlich genug, reichert mit unendlich vielen Beispielen an, übersetzt die Zitate ins Deutsche. Jeder Fachbegriff, wirklich jeder, wird im Buch erläutert. Grundmann erklärt sogar den Modus Tollens. Es braucht also nur dieses Buch, um dieses Buch verstehen zu können.Es gibt auch andere Autoren: Da muss man Primärliteratur zu Rate ziehen, um Sekundärliteratur verstehen zu können. Bei Grundmann ist es aber richtig herum.Man muss doch ehrlich sein: Niemand kann Platon und Kant lesen und selber die richtigen Schlüsse ziehen. Wer kann schon aus dem Stand die Wissensdefinition in Platons Menon richtig einordnen? Daher brauche ich solche Bücher wie das vorliegende. Vor 30 Jahren gab es diese Bücher (die meist aus Vorlesungen resultieren) noch nicht. Da wurde ich Gasthörer in der Fern-Uni Hagen, damals gab es dort philosophische Vorlesungen, die Auswahl war aber begrenzt.Heute haben wir ein riesiges Angebot an sehr guten Lehrbüchern.Und Grundmann gehört auf jeden Fall zur Spitze dieser Autoren.Trotzdem ist das Buch in sich widersprüchlich: Studenten sollten doch auch ohne Übersetzungen und Begriffserklärungen von grundlegenden Begriffen das Buch lesen können. Und für Laien ist das Buch trotz dem Erläuterungsaufwand ein hartes Brot. Manches muss man einfach mehrfach lesen. Die Gedankengänge sind abstrakt. Das müssen sie auch sein bei diesem Themengebiet.