★★★★★
k.A.
09.07.2026
ean-shopping.de
Ein absolut faszinierendes und packendes Buch, das mich sofort in die Welt des Amazonas und die Geschichte von Antonio Bolívar zieht. Die Atmosphäre ist unglaublich lebendig und die Geschichte fesselt von Anfang bis Ende.
★★★★★
k.A.
09.07.2026
ean-shopping.de
Ein faszinierendes und atmosphärisches Buch über das Leben des Alten im Amazonasgebiet, das sehr gut in die Lesefreude zieht. Es ist eine spannende Geschichte, die man gerne weiterliest.
Seit dem Tod seiner Frau lebt Antonio Bolívar allein in einer Hütte im Regenwald des Amazonas. Zweimal im Jahr steht der Alte am Bootssteg der winzigen Siedlung El Idilío, denn dann kommt der Zahnarzt und bringt ihm neue Liebesromane – traurige, aber mit Happy End – aus dem fernen Europa, einer anderen Welt, die er kaum versteht (was sind zum Beispiel Gondeln?). Eines Tages wird die schrecklich zugerichtete Leiche eines Gringos in einem Kanu angeschwemmt. Für den ignoranten Dorfbürgermeister, Vertreter der überforderten und korrupten staatlichen Ordnung, ist sofort klar, dass die Ureinwohner, die Shuara, die Täter sind. Nur Antonio begreift, dass ein Ozelotweibchen am Werk war, dessen Junge der Mann wegen der Felle umgebracht hat.Antonio siedelte vor vielen Jahren mit seiner Frau aufgrund falscher Versprechungen der Regierung aus den Bergen ins Amazonasgebiet um, kurz darauf ist seine Frau gestorben. Aus Kummer schloss er sich den einheimischen Shuara-Ureinwohnern an, die ihm alles über das Leben und Überleben im Regenwald beigebracht haben. Das weiss auch der Bürgermeister, und da nun das ganze Dorf von der «menschenfressenden» Raubkatze bedroht sind, bestimmt er, dass der dschungelerfahrene Alte das Ozelotweibchen töten muss. Das kommt Antonio gänzlich ungelegen, denn erstens respektiert er die Raubkatze als gleichwertig, und zweitens schmerzt ihn die Ausbeutung der Natur durch die rücksichtslosen Gringos. Dennoch kommt er nicht umhin, dem Wunsch des Bürgermeisters und der ganzen Gemeinschaft nachzukommen. Bei dem folgenden dramatischen Kampf gibt es letztlich keinen Sieger.Mit seiner klaren, akuraten und teilweise amüsanten Erzählweise zaubert der Autor auf diesen wenigen Seiten eine traurig schöne Geschichte hin, die einen in eine fremde, faszinierende Welt abtauchen lässt; in den Regenwald mit seinem eigenen Lebensrhythmus, den vielfältigen Gefahren, den Ureinwohnern und der Einsamkeit während der Regenzeit. Durch die Figuren des Bürgermeisters auf der einen und des alten Mannes auf der anderen Seite wird anschaulich geschildert, wie die Regierung und die angelockten Gringos, Siedler und Goldsucher diesen Lebensraum ausbeuten und beherrschen wollen. Das Thema des Buchs – unser Verhältnis zur Natur – ist hochaktuell.