★★★★★
k.A.
10.05.2026
ean-shopping.de
Dieses Memoir ist eine unglaublich bewegende und inspirierende Lektüre, die wirklich zum Nachdenken anregt. Es ist eine wunderbare Antwort auf die Frage, was ein lebenswertes Leben ausmacht.
Das Buch beschreibt die bewegende Geschichte eines Jungen Arztes der an Krebs erkrankt und nun selber zum Patienten wird, um die er sich jahrelang selbst gekümmert hat! Im ersten Teil des Buches der mit „Der Arzt“ betitelt ist nimmt er die Rolle eben dieses ein und berichtet über seinen Werdegang sowie seinen Beruf! Bis er schließlich die Krebs Diagnose bekommt und dem Tod „mit dem er all die Jahre beruflich zu tun hatte nun jetzt selber gegenüber tritt“. Die literarischen Fähigkeiten des Autors der oft berühmte Autoren zitiert sowie seine Lage mit denen berühmter Bücher vergleicht, macht das Buch sehr interessant und stellt die ganze Situation in ein besonderes Licht ! Auch die Art und Weise wie er als Arzt mit seiner Krankheit umgeht und sich schließlich damit abfindet finde ich interessant! Der letze Teil des Buches ist schließlich mit dem Titel „Der Patient“ benannt! Der Autor gibt sich der Rolle eben jenes Patienten hin und beschreibt seinen Krankheitsverlauf! Er berichtet wie sein Körper nach und nach abbaut, welche Hoffnungen und Ängste er hat und wie die Krankheit die Zukunftspläne von sich und seiner Frau verändert! Die letzten Zeilen sind dann von seiner Frau nach seinem Tot verfasst worden!Insgesamt ist es eine sehr bewegende Geschichte die mich gerade zum Schluss zu Tränen gerührt hat! Die Geschichte und vor allem die Art und weiße sowie der Schreibstil machen das Buch absolut lesenswert! Ich habe das Buch regelrecht verschlungen und kann es nur jedem weiterempfehlen!
Als ich das Buch gelesen habe, fühlte ich mich sehr mit Paul verbunden. Mit jeder Zeile der ich laß, wusste ich dieser Mann der diese Zeilen geschrieben hat, ist heute nicht mehr am Leben. Bis zum Schluss war das Buch sehr Interessant und hat nicht seine Wirkung verloren, man möchte es nicht loslassen ohne es zuende zu lesen.Kalanithi gewährt vom Anfang bis zum Ende einen tiefen Einblick in sein Leben und seine Arbeit. Er schmückt das ganze mit seinen Gedankengängen und Wertvorstellungen. Schmücken ist nicht das richtige Wort dafür, sondern er bereichert seine Texte eher damit. Er musste in seinem Werdegang zum Neurochirorgen vieles durchmachen und seine Angst und Neugier kommt da auch sehr zu Geltung.Das Vorwort sowie das Nachwort sollte unbedingt gelesen werden. Denn beide sind nach seinem Tod verfasst worden und beinhalten die Gefühle der Personen die er zurückgelassen hat.
Zweifelsohne: Paul Kalanithi hat ein wichtiges und sehr ehrliches Buch geschrieben - und auch im Schreiben war er talentiert. Für dies und alles andere, was er im seinem doch recht kurzen Leben geleistet hat, wird er als Held, Vorbild, ewiger Sinnsuchende usw. gefeiert. Für mich ist dieses Werk ein schonungsloses Portrait einer Gesellschaft, weitgehend unfähig und unwillig das Ende des Lebens als natürlicher Teil eines Kreislaufs zu betrachten und zu akzeptieren. Aus den immer moderneren Lebenserhaltungsbemühungen der Medizin und der Größenwahn der Medizinern ist ein Apparat entstanden, dem man scheinbar nur sehr schwer entkommen kann: kein halbes Jahr nach seiner Chemo-Behandlung bestanden seine Arbeitstage immer noch teilweise aus 16 Stunden.Anderseits und das war vielleicht die fatale Kombination, war Kalanithi ein Getriebener und ein Zerrissener: aufgewachsen als Einwanderer zweiter Generation, musste und wollte er schließlich der Familientradition entsprechen: Arzt werden . Und zwar nicht irgendeiner, sondern zu der Spitze der Elite gehören, zu den wenigen Auserwählten: Neurochirurg und Neurowissenschaftler (neben einem Master in Englischer Literatur und Biologie).In der Biographie von Menschen, die an Krebs erkrank(t)en nimmt das Thema "Grenzen" sehr oft eine zentrale Rolle ein und findet sich auch in seiner Lebensgeschichte wieder.Kalanithi war in meinen Augen nicht nur einer, der den GROSSEN Sinn des Lebens suchte, sondern auch einer, dem es nie/selten (gut) genug war. Es gab immer eine Stufe, die noch hätte erklommen werden können/müssen/sollen. Die Wahrnehmung der eigenen Grenzen und Begrenzung fehlte auf weiten Strecken. Und selbst wenn die wahrgenommen wurden, wurden sie konsequent geleugnet (oder mit einem Medikamenten-Mix ausgedehnt). Unglaublich scheint es mir, dass nach dem ersten erfolgreichen Therapieanlauf, er sein Leben in kürzester Zeit auf das Niveau zurück steuerte, vom dem er gerade durch die Erkrankung runter gezwungen war. Kurz danach kam der Rückfall. Natürlich kann man nie wissen, ob der Krebs nicht ohnehin zurückgekehrt wäre, aber die scheinbar zufällige Zusammenhang ist schon frappant.Es ist definitiv ein lesenswertes Buch über ein Mensch, dem sein unermesslicher Ehrgeiz, gekleidet als moralische-philosophische Sinnsuche und Verpflichtung, das Leben kostete.