★★★★★
k.A.
13.05.2026
ean-shopping.de
Ein sehr unterhaltsames und provokantes Buch, das zum Nachdenken anregt, auch wenn die Situation etwas überzogen wirkt. Die Geschichte ist spannend und fesselnd, bietet aber auch eine gewisse moralische Ambivalenz.
★★★★★
k.A.
13.05.2026
ean-shopping.de
Ein sehr unterhaltsames und provokantes Buch, das einen interessanten Einblick in die Nobelpreis-Ausschüsse bietet, allerdings sind einige Wendungen etwas überzogen.
★★★★★
k.A.
13.05.2026
ean-shopping.de
Spannend!
Andreas Eschbach ist - für meine Begriffe - eine absolute Klasse für sich, die in der deutschen Literatur-Szene m.E. völlig unterschätzt wird! Selbst die skurrilste Idee setzt er unfassbar spannend um; und zwar so, dass man die Bücher nicht mehr aus der Hand legen will! Genau das ist ihm auch bei diesem Werk - das in der Wahrnehmung häufig von anderen Eschbach-Romanen überschattet wird - erneut gelungen.Das besondere an den Büchern von Eschbach ist, dass er immer wieder eine "Was wäre eigentlich, wenn..."-Idee ausarbeitet. In "Eine Billion Dollar" etwa die Vorstellung "Was wäre wenn, ein Vermögen sich unbemerkt seit mehreren Hundert Jahren unbemerkt weiter verzinst hätte?" oder in "der König von Deutschland" die die Idee "Was wäre wenn plötzlich bekannt würde, dass in Deutschland keine Demokratie, sondern die monarchische Erbfolge gelten müsste?".In "Der Nobelpreis" steht die Frage im Mittelpunkt der Handlung "Was wäre wenn die Verleihung des Nobelpreises manipuliert würde?"Diese Idee arbeitet Eschbach mit einer unfassbaren Spannung und - wie in den beiden zuvor genannten Büchern - auf eine Weise aus, von der man beim Lesen immer wieder denkt: "Ja, theoretisch wäre das denkbar"! Eben dieses Moment macht die Bücher aus meinen Augen betrachtet so "anders" als andere vergleichbare Literatur auf dem Markt.Die Handlung fließt mit einem teilweise wahnsinnig hohen Tempo am Leser vorbei und macht das Buch zum "Pageturner"! Die Figuren sind zwar etwas oberflächlich ausgearbeitet, was dem Lesespaß aber keinerlei Abbruch beschert!Um dem Inhalt nicht weiter vorzugreifen: Ich kann dieses Buch - wie viele, wenn auch nicht alle Bücher des Autors - einfach nur uneingeschränkt ans Herz legen und empfehle gerade denen, die noch nichts vom Autor gelesen zu haben, es mit diesem oder einem der o.g. Bücher einfach mal zu versuchen: Entweder man liebt es oder man hasst es! Ich gehöre auf jeden Fall zur ersten Kategorie!
Der Schwede Hans-Olof Anderson sitzt im Komitee, das über die Nobelpreis befindet.Er bekommt Besuch von einem Mann, der ihm drei Millionen Kronen bietet, wenn erfür die Kandidatin Sofia Hernandez Cruz stimmt. Anderson lehnt aus reinem Ehrgefühlab, daraufhin wird seine Tochter Kristina entführt. Anderson geht zur Polizei,tritt jedoch sofort wieder den Rückzug an, als er seinen Erpresser dort unter denBeamten entdeckt. Stattdessen wendet er sich an seinen Schwager Gunnar Forsberg,der im Gefängnis sitzt, da er wegen Einbruchs und Industriespionage verurteiltwurde. Gunnar verspricht, Kristina zu suchen, wenn Anderson vorher seineBeziehungen spielen lasse, um ihn vorzeitig auf Bewährung aus dem Gefängnis zuholen.Hier wechselt die Erzählperspektive, die weitere Geschichte ist in der Ich-Formaus der Sicht von Gunnar Forsberg geschrieben. Tatsächlich wird Gunnar kurz daraufauf Bewährung aus der Haft entlassen. Er geht den Spuren nach, die zum KonzernRütlipharm führen, für den die angehende Nobelpreisträgerin tätig ist. Nach und nachdeckt Forsberg eine ungeheure Verschwörung auf, die sich bis in die höchsten Kreiseder schwedischen Oberschicht zieht. Zweimal kommt unerwartet die Polizei auf seineSpur, einmal kann er mit viel Geschick und Schauspielkunst entkommen, das andereMal hat er Glück und wird gewarnt. Schließlich bittet er die Nobelpreisträgerinselbst um Hilfe - und deren scharfer Verstand bringt es fertig, einige Lücken inGunnars Verschwörungsgebilde zu schließen, aber auch Fehler darin zu finden.Der Roman ist spannend, und alles rund um die Themen Nobelpreis, Einbruch undIndustriespionage wirken gut recherchiert. Die Figuren sind ausgearbeitet und manbehält den Überblick. Allerdings bedient der Autor sich hier eines sehr miesen undunüblichen Tricks, der vermeintlich "objektive Erzähler" vom Anfang belügt denLeser nämlich, um ihn auf eine falsche Spur zu schicken, wofür sich Eschbachspäter entschuldigt und versucht. es zu erklären. Die Wendung ist so originell,daß sie für dieses Vorgehen aber fast schon wieder entschädigt. Insgesamt einspannender, überraschender Thriller.