★★★★★
k.A.
15.07.2026
ean-shopping.de
Dieses Buch ist eine wunderbare und tiefgründige Quelle für die Diskussionen der Bischofssynode und die angehörten Fragen, es ist absolut empfehlenswert. Die Tiefe der Reflexionen ist beeindruckend und bereichert jeden Leser.
★★★★★
k.A.
15.07.2026
ean-shopping.de
Super!
… ist dieses Buch (Seite 10). So hätte ich dieses beinahe wieder in das Bücherregal gestellt. Weiter liest man: „Ihr Mut, ihre Entschlossenheit und Zuversicht zeigen uns den Weg“. Die Autorin zeigt wohl auch älteren Menschen den Weg; allerdings hätte sie selbst oder der Verein für Konsumenteninformation uns mitteilen sollen, dass „[d]ieses Buch all den jungen Menschen gewidmet“ ist, zu denen ich längst nicht mehr gehöre, und sonst niemandem. So hätte ich es wohl nicht gekauft. Aber nun besitze ich es einmal und darf das, was an und für sich nicht nur junge Menschen angeht(!), wohl auch lesen.Es bleibt zu hoffen, dass die weltweiten Demonstrationen der Jugend auch Politiker aufrütteln (10ff, 20ff). Das ist sinnvoller als die seinerzeitigen Donnerstagdemonstrationen in Österreich gegen die Beteiligung der Freiheitlichen Partei an der österreichischen Regierung, an denen sich vor allem Politiker der sozialistischen Partei (auch wenn sie sich als sozialdemokratisch bezeichneten und bezeichnen, denn demokratisch war das Ganze nicht), wobei ein späterer Bundespräsident sich besonders hervortat und die Fäden dazu gezogen haben soll, dass die anderen Mitglieder der EU Sanktionen gegen Österreich beschlossen haben; und schon gegen die neuerliche Beteiligung der FPÖ an der Regierung hat es sogar in Deutschland kleinere Demonstrationen gegeben haben; und wie stolz die alten Damen darauf waren. Wo bleiben Maßnahmen gegen Ungarn, Polen u.a. Staaten.Sinnvoll wären derartige Bündelungen von Maßnahmen für den Klimaschutz! Und im Gegensatz von früher müssten Politiker nicht demonstrieren, sondern handeln!Um auf das Auto zu verzichten, wird die Benützung des Fahrrades propagiert (19); wenn man aber aus gesundheitlichen Gründen auf jeden Fall Stürze vermeiden muss, dann fällt Radfahren aus. Aber Wandern könnte man, wenn nicht irgendwann fast alle Wanderwege für Radfahrer befestigt würden; und zehn Kilometer oder mehr auf Asphalt zu gehen, ist weder gesund noch ein Vergnügen.Dinge, die wir nicht brauchen sollen wir nicht kaufen, dem stimme ich zu; aber die Autorin zählt Bücher und Musik dazu!Wenn man viel schwitzt, ist Wäsche und Kleidung aus Mikrofaser ideal, weil sie nicht – wie Baumwolle – den Schweiß „hütet“, sondern nach außen leitet, und das nicht nur beim Wandern. Von der Schädlichkeit des Polyesters wusste ich nichts. Allerdings sind der Anbau und die Verarbeitung von Baumwolle auch nicht nachhaltig (62f).Susanne Wolf berichtet, dass „in der Region rund um Totnes“ sogar eine eigene Währung eingeführt worden sei und dass von hier aus die Transition-Bewegung „zu einer internationalen Bewegung, die heute mehrere Hundert Städte und Gemeinden in verschiedenen Teilen der Welt“ umfasse (69).Aber in der Not der 1930er-Jahre wurde in der österreichischen Marktgemeinde Wörgl schon eine eigene Währung eingeführt, die Scheine wurden nicht Banknoten, sondern „Arbeitswertscheine“ genannt, und mit dieser „Währung“ wurde die Wirtschaft zum Blühen gebracht. Allerdings wurden diese Gutscheine schon im nächsten Jahr verboten, weil in Österreich nur die Nationalbank Geld herausgeben darf. Damit war „das Wunder von Wörgl“ beendet.Die hochgelobten Elektroautos sind gar nicht so umweltfreundlich, wie allgemein angenommen wird. Das für die „Batterien“ (tatsächlich sind auch die derzeitigen „Autobatterien“ Akkus!) notwendige Kobalt, aber auch Lithium, wird nicht nachhaltig gewonnen. Der ADAC hat errechnet, „dass die CO2-Bilanz eines Elektroautos nicht besser ist als die von anderen Pkw-Antriebsarten“ [!!!] (79f).Allerdings schreibt die Autorin schon auf der übernächsten Seite: „In der Gesamtbilanz von Fahrzeugherstellung, Betrieb und Recycling verursacht ein Pkw mit Verbrennungsmotor[!] im Schnitt pro Kilometer 15-mal so viel CO2 wie die Bahn“ (82). Das müsste aber auch für Elektroautos gelten (80)!Tatsächlich wird es höchst an der Zeit, dass auf allen Gebieten sinnvoll(!) und auf tatsächlich nachhaltige(!) Weise gehandelt und produziert wird.In Summe wäre dieses Buch weltbewegend, wenn es die wirtschaftlich und politisch Verantwortlichen lesen, bejahen und danach handeln würden. Wir Österreicher werden ja nach der Nationalratswahl am 29.09.2019 vermutlich wieder den weltweit jüngsten Regierungschef bekommen, auch wenn immer wieder von Moderatoren ausgesagt wird, das dieses Mal alles möglich sei. Sebastian Kurz könnte sich zudem zu „all den jungen Menschen“ zählen, denen dieses Buch gewidmet ist. Und als namhafter Politiker könnte er „sich weltweit für eine lebenswerte Zukunft einsetzen“ (10).Trotz zweier Unstimmigkeiten (Bücher, Musik, 60; Pkws, 80, 82) ziehe ich keinen Stern ab; und ich halte dieses Buch – entgegen der Widmung (nur) für die Jungen – für Menschen jeden Alters für lesenswert und wichtig, denn auch Ältere können noch ihren Beitrag für eine lebenswerte Welt, vor allem für die der Kinder, Enkel (und Urenkel) leisten.Anmerkung: Das Buch "Zukunft wird mit Mut gemacht" von Susanne Wolf ist beim Verein für Konsumenteninformation schon erschienen; sonst könnte ich es nicht rezensieren.
Wir erleben einen erheblichen Umbruch beim Denken über Ehe, Partnerschaften, Scheidungen. Die Kirche wurde gedrängt, ihr Verhalten gegenüber Geschiedenen und deren eventueller neuer Verheiratung zu überdenken. Leicht hat sie es sich nicht gemacht. Der vorbereitenden Synode 2014 war weltweit eine Befragung der Katholiken vorangegangen. 2015 fand dann die entscheidende Bischofssynode statt, an deren Sitzungen der Papst schweigend und d lediglich zuhörend teilnahm. Nun, ein halbes Jahr nach Abschluss der Synode, liegt die die nachsynodale Stellungnahme des Papstes unter dem Titel ‚Amoris Laetitia-Freude der Liebe‘ vor.Wie so oft schon nimmt sich der Papst auch in diesem Schreiben deutlich zurück, um zu zeigen, hier spricht nicht der Papst, hier spricht die Kirche. Sehr stark zitiert der Papst die Stellungnahmen der Bischöfe während der Synode, aber auch Reden und Schreiben seiner päpstlichen Vorgänger. Die Kirche ist verpflichtet, ihre Wahrheit zu vertreten, sie ist aber auch verpflichtet andere Meinungen anzuhören. Sie muss wesentliche Probleme differenziert sehen. In der Vergangenheit hat sie Fehler gemacht, wenn sie die Ehe zu stark idealisiert und das Gewicht zu stark auf Fortpflanzung gelegt hatte. Die Synodalen sahen Ehen und Partnerschaften nicht abgehoben von der Realität. In einigen Fällen begannen die Bischöfe ihre Arbeit damit, dass alle Teilnehmer über Sorgen und ‚Irregularitäten‘ in ihren eigenen Herkunftsfamilien sprachen. Allgemein stellte die Synode fest, dass der steigende Narzissmus und die zunehmende Individualisierung eine Gefährdung der Gesellschaft bedeuten. Zukunftsangst überlagert das Denken, hindert oft, sich ehelich zu binden. Wenn man die alte, von Autoritarismus und zum Teil durch Gewalt geprägte Familien verwirft, so dürfe das nicht zur Geringschätzung der Ehe an sich führen. Es geht darum, den Sinn der Ehe wiederzuentdecken und zu erneuern. Das Wohl der Familie ist entscheidend für die Zukunft der Welt. Bloße Partnerschaften gefährden die Gesellschaft und reduzieren die Sicherheit des Einzelnen. Papst Franziskus Sprache ist einfach, seine Aussagen sind absolut lebensnah. So legt er überzeugend das, dass die Ehe eine Lebensaufgabe ist, man die Ehe realistisch sehen muss mit allen Höhen und Tiefen. Wichtig ist, dass Brautleute sich vor der endgültigen Bindung genau kennen lernen müssen und bereit sein sollten, den anderen auch mit seinen Schwächen zu akzeptieren. Immer wieder wird darauf hingewiesen, vor allem auch an das Wohl der Kinder zu denken. Bei der Sexualerziehung sollte das Verhüten nicht in den Vordergrund geschoben werden. Im Hinblick auf gescheiterte Ehen sollten die Verfahren zu einer Eheannullierung beschleunigt und vereinfacht werden. Es wäre sehr zu wünschen, wenn dieses Schreiben des Papstes eine weite Verbreitung fände. Ein tieferes Nachdenken über die Ehe kann einen erheblichen Beitrag zum Glück für den Einzelnen und zur Festigung bestehender Ehen leisten.
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Maria Harbich-Engels
11.03.2024
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Meine Freundin liest ihrem blinden Mann jeden Tag daraus vor. Es wird ihr so warm ums Herz dabei, sagt sie.Amor Laetitia, das Schreiben von Papst Franziskus über die „Freude der Liebe“.Ich wünschte mir das Buch zum Geburtstag. Seither wird auch mir jeden Abend warm ums Herz.Da steht zum Beispiel geschrieben: „Die Liebe erträgt alles“ (1Kor. 13/7)„An erster Stelle heißt es, dass sie ‚alles erträgt und entschuldigt‘ (panta stégei). …dieser Ausdruck… kann bedeuten ‚Schweigen zu bewahren‘ über das Schlechte, das der andere Mensch haben mag, …das Urteilen einzuschränken, die Neigung zu zügeln, eine harte und schonungslose Verurteilung auszustoßen. … Sich damit aufzuhalten, das Bild des anderen zu schädigen, ist eine Methode, das eigene aufzubessern und Groll und Neid abzureagieren, ohne sich um den Schaden zu kümmern, den man verursacht. … die Liebe dagegen hütet das Bild des anderen mit einem Feingefühl, das so weit geht, auch den guten Ruf der Feinde zu schützen.“Diesen Gedanken entwickelt Papst Franziskus weiter in Bezug auf die Liebe in der Partnerschaft. Es ist nicht naiv, meint er, Schweigen über die Fehler und Schwächen des anderen zu bewahren. „Der andere ist nicht nur das, was mir lästig ist. Er ist viel mehr als das. Aus demselben Grund verlange ich nicht von ihm, dass seine Liebe vollkommen sein muss, damit ich ihn wertschätze.“ Jeder hat Licht und Schattenseiten, keiner kann „allen meinen Bedürfnissen zu Dienste sein.“„Die Liebe lebt mit der Unvollkommenheit, mit dem Entschuldigungsgrund zusammen…“Das ist für mich ein besonders schöner Satz. Er befreit mich von der Last, immer alles beurteilen zu müssen. Ich darf Fehler machen, der andere darf Fehler machen.