★★★★★
k.A.
24.05.2026
ean-shopping.de
Dieses Buch ist ein absoluter Traum und transportiert mich direkt in die wunderschöne Welt von Delft im 17. Jahrhundert; die Geschichte von Griet und Vermeer ist fesselnd und sehr schön erzählt. Ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen!
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k.A.
24.05.2026
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Dieses Buch ist wunderschön illustriert und transportiert mich direkt in die Welt von Delft im 17. Jahrhundert. Eine wirklich zauberhafte Geschichte, die man unbedingt lesen sollte!
Laut Vorwort wollte die Autorin 1998 ein Buch über den niederländischen Maler Johannes Vermeer (1632-1675) schreiben und hatte eines Tages dazu den zündenden Einfall, dies aus dem Blickwinkel des Mädchens auf einem seiner Bilder zu tun. Sie schrieb den sehr gut ausgearbeiteten Roman in sehr kurzer Zeit. 9 Monate sollen es gewesen sein, denn sie war schwanger ... wie Vermeers Ehefrau Catharina, Mutter einer ganzen Kinderschar.In diese Frau konnte sich die Autorin gut hineinversetzen, so wie überhaupt in ihre Figuren. Ihre Schreibweise ist so realistisch wie die Malweise Vermeers, die ich als fast fotografisch bezeichnen würde, deren Motive sorgfältig arrangiert sind. Auf einer Stadtansicht von Delft hat er übermittelt, wie es in dieser Stadt, gelegen zwischen Rotterdam und Den Haag, damals ausgesehen hat. Man sieht die Häuser und fragt sich, was mag darin gewesen sein, was waren das für Menschen, wie haben sie gelebt.Es ist die Zeit des "Goldenen Zeitalters", eine kulturelle und wirtschaftliche Blütezeit, in der in den Niederlanden nicht weniger als 700 Maler gearbeitet haben sollen (Quelle: Wikipedia). De soziale Hintergrund wird von Tracy Chevalier nicht ausgeblendet, wenn sie für ihr Buch die Perspektive einer Magd aus der Familie eines einfachen Fliesenmalers gewählt hat. Deren Geschichte ist bisher nicht aufgeschrieben. Diese Figuren sind erfunden im Gegensatz zum Maler, seiner Familie oder seinem Freund Leeuwenhoek, Naturforscher und Mikroskopbauer.Nicht nur die Sprache, auch der Blickwinkel entsprechen der heutigen, nicht der damaligen Zeit. Das mag Puristen stören. Aber als die Schwester des Mädchens an der Pest stirbt, spürt man die Qualität dieser nüchternen Sprache. Aufgrund der Quarantäneregelung darf die Magd ihre Familie nicht sehen und wird sich der schmerzhaften Trennung von ihrer Familie, da sie bei besseren Leuten im Papistenviertel Dienst tut, schmerzhaft bewusst. Die Beobachtungen der Beziehung zwischen den Frauen und zwischen den Männern und Frauen sind bei Tracy Chevalier psychologisch genau.Der Autorin gelingt ein Spannungsbogen, der am 18. Geburtstag der Magd, des Mädchens mit dem Perlenring, seinen Höhepunkt erreicht. Sie ignoriert Pieter, der ihr öffentlich einen Heiratsantrag macht, und lässt sich von Vermeer den Perlenohrring seiner eifersüchtigen Frau anlegen und damit malen. Das ist nicht nur ein Tabubruch, sondern hat auch was von einer sexuellen Initiation. Diese Szene ist erotisch stärker aufgeladen als das Erlebenis ihres "ersten Mals" mit Pieter mehrere Seiten davor.Tracy Chevalier gelingt es, Kunstgeschichte in sehr spannender Weise zu vermitteln. Nicht zu Unrecht ist dieses Buch bald nach Erscheinen zu einem Bestseller geworden. Ich bewerte es mit 5 Sternen.