Xavier Kieffer, der Luxemburger Koch und Hobbydetektiv freut sich auf die jährlich stattfindende Olivenölverkostungstour mit seinem guten Freund Allesandro. Die Beiden wollen zusammen in der Toskana seine Ölmühle und einige Feinkosthändler besuchen. Am Reisetag erscheint Allesandro nicht und Xavier macht sich auf die Suche nach ihm. Auch die Ehefrau des Italieners weiß nicht wo er ist.Kieffer fährt allein in die Toskana, der Spur seines Freundes folgend.Schnell findet er heraus, dass dieser in undurchsichtige Geschäfte verwickelt war, die teilweise über seine Ölmühle abgewickelt wurden.Ist Allessandro in Gefahr?Fazit:In diesem neuen Fall dreht sich alles um Olivenöl, dessen Herstellung und Etikettierung, denn wie so oft ist hier vieles nicht so, wir die Hersteller es uns Käufer glauben machen wollen.Viele Details und Zahlen, von Olivenernten, Ölmengen und Tankschiffen, die gewisse Länder und Häfen anlaufen, damit man minderwertiges Olivenöl teurer verkaufen kann, hat der Autor, Tom Hillenbrand, geschickt in den Krimi eingewoben.Nie hat man das Gefühl hier werden einem viele Zahlen und Fakten um die Ohren gehauen, eher ist es so, dass man staunt, wie oft man selbst schon auf falsche Etiketten reingefallen ist.Xavier löst wie schon in den Fällen zuvor mit viel Witz und einigem Glück den Fall, auch sind seine schon aus den Fällen vorher bekannten Helfer mit dabei. Alle Charaktere sind gut beschrieben und wirken authentisch. Egal ob man die Bücher davor kennt oder jetzt erst in die Krimireihe einsteigt, man findet sich schnell und gut zurecht. Auch die Luxenburger Küche, wie auch die Stadt selbst kommen wieder in der Geschichte vor.Dieses Hörbuch wird gesprochen von Gregor Weber der seit 1991 als Fernsehschauspieler tätig ist. Zum Beispiel als Sohn Stefan der "Familie Heinz Becker" und im "Tatort" des Saarländischen Rundfunks. Daneben ließ er sich zum Koch ausbilden und veröffentlichte 2009 das Buch "Kochen ist Krieg!" über seine Erfahrungen in der deutschen Gastronomie.Was besonders toll ist, dass er sowohl Französisch als auch Luxemburgerich sprechen kann und somit auch der Sprachwitz des Autors rüber kommt und den verschiedenen Charaktere Leben einhaucht.Das Hörbuch ist auf 4 CDs, in einer gekürzten Lesung, mit ca. 300 Minuten Spielzeit.Von mir gibt es 5 STERNE.
Xavier Kieffer, Koch und Restaurantbesitzer in Luxemburg, ist ein Genießer schlechthin. So freut er sich auch auf die alljährliche Olivenöl-Verkostungstour mit seinem Freund Alessandro in die Toskana. Soweit, so gut - doch zum vereinbarten Treffen erscheint Alessandro nicht und Xavier macht sich auf die Suche nach ihm, findet erst eine völlig verstörte Ehefrau und im Anschluss undurchsichtige Geschäfte. Ist sein Freund in Gefahr?Xavier findet zwar Alessandro nicht, dafür etliche Ungereimtheiten in dessen Ölmühle, zwielichtige Gestalten, die schließlich Jagd auf ihn machen und muss sich nebenbei noch um seine Beziehung kümmern, damit die Gastrokritikerin Valerie Gabin ihm nicht abhandenkommt.Der Autor, Tom Hillenbrand, schafft es, die Spannung bis zum Schluss aufrecht zu halten und begeistert mit einem flüssigen Schreibstil, der fesselt und auf eine Fortsetzung hoffen lässt.Die Charaktere rund um Xavier Kieffer sind sehr facettenreich ausgearbeitet, immerhin sind im vierten Fall des Koches schon viele Bekannte darunter, deren Eigenheiten man kennen- und schätzen gelernt hat. Protagonist Xavier ist sehr sympathisch und bewahrt meist seinen Optimismus, auch in schwierigen Situationen.Sensibilisiert wird man als Leser für Lebensmittelskandale und eine Branche, die mit Lügen- und Vertuschungsgeschichten nur so um sich schleudert. In diesem Fall werden die Unterschiede des Olivenöles verdeutlicht und so manch Widerspruch mit extra vergine kommt ans Tageslicht.Fazit: Die kulinarischen Krimis sind ein Highlight in meiner „Lesewelt“ und verdienen sich 5 Sterne.
Um die Olivenöle in meiner Küche "mit allen Sinnen" zu verkosten, habe ich meine Lektüre von "Tödliche Oliven", den vierten Fall um den luxemburgischen Koch Xavier Kieffer, unterbrochen. So neugierig war ich zu erfahren, ob meine Öle so schmecken, wie sie schmecken müssen: pfeffrig, fruchtig, bitter.Natürlich habe ich immer gewusst, dass Olivenöl nicht gleich Olivenöl ist, aber dass Xavier darüber so wenig wusste wie ich, hat mich begeistert!Aber nicht nur das hat mich begeistert, auch der spannende Fall, in den Tom Hillenbrand Xavier noch einmal verwickelt hat. Diesmal muss der in Sachen Olivenöl unerfahrene Koch - er ist ja in erster Linie ein Experte in der regionalen Küche seines Landes - mehr in diesem Gebiet lernen, als es ihm lieb ist.Xavier hat mich nicht enttäuscht. Ich gebe zu, dass es größtenteils daran liegt, dass ich ein Fan von ihm bin. Aber selbstverständlich trugen Hillenbrands Schreibstil, charakterstarke Nebenfiguren und die spannende Handlung auch dazu bei, dass ich dieses Buch mit Freude gelesen habe und mit dem Lesen kaum aufhören konnte, außer um meine Olivenöle zu testen.Gut hat es mir gefallen, dass man in diesem neuen Buch alte Bekannte wieder trifft. Wer die vorherigen Fälle kennt, bekommt beim Lesen von "Tödliche Oliven" das schöne Gefühl, Teil davon zu sein, vor allem wirkt Xavier wie ein guter Freund, von dem man schon fast alles weiß, man kennt seine Gewohnheiten und Routinen, man kann seine Reaktionen in bestimmten Situationen sehr gut einschätzen, und trotzdem kann man nicht vorhersehen, wohin die Handlung führt.Lebensmittelskandale wünscht sich keiner... aber ganz ohne wäre es ganz schön langweilig, denn so würde sich Xavier als Ermittler zur Ruhe setzen müssen. Und das ist etwas, was ich mir auf gar keinen Fall wünsche!