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k.A.
01.07.2026
ean-shopping.de
Ein sehr interessantes und tiefgründiges Werk von Hannah Arendt, das eine wichtige Perspektive auf das Denken bietet. Es ist eine lohnende Lektüre für alle, die sich für Philosophie und Denkerin interessieren, wenngleich es an einigen Stellen etwas anspruchsvoll ist.
Wenn Philosophie praktizierbar wirdEs mag wohl nur wenige Zeitgenossen geben, die sich von Herzen eine Revolution mit all ihren guten Dingen, aber auch mit menschenmörderischen Schrecken wünschen würden. Hingegen ist „revolutionäres“ Denken, wie Hannah Arendt (1906-1975) es praktiziert, nicht nur nicht zu verbieten, sondern gesellschaftlich sogar sehr wünschenswert, weil es zu Lösungen führt, an denen Viele teilhaben können. Der Satz Arendts: “Ich glaube nicht, dass es irgendeinen Denkvorgang gibt, der ohne persönliche Erfahrung möglich ist. Alles Denken ist nach – denken“, führt radikal in die Tiefe und erschließt den Zugang zu einem Leben, der über das Denken führt. An dieser fundamentalen Erkenntnis richtet die Philosophin ihr Denken aus, das für sie immer auch Handeln ist und immer auch in dieser Welt stattfindet und das sichtbar in der Geschichte wird. Der Münchner Philosophieprofessor Thomas Meyer, er lehrt „Ideengeschichte des 20. Jahrhunderts“, beleuchtet in seiner Biografie das philosophische Werk Hannah Arendts mit einer immensen Spannbreite von, die von Augustinus (+ 430 n. Z.) mit „Der Liebesbegriff bei Augustin“ über den Prozessbericht „Eichmann in Jerusalem“ (1964) womit dem Arendt den Begriff von der „Banalität des Bösen“ geprägt und sprachlich fixiert hat, schließlich der umfangreiche Briefwechsel mit Martin Heidegger, dessen Vorlesungen sie an der Marburger Universität hörte. Außerdem studierte Hannah Arendt in Heidelberg bei Karl Jaspers. Zu Hannah Arendt kam ich persönlich über die Lektüre zu „Rahel Varnhagen“ mit der sie die „Lebensgeschichte einer deutschen Jüdin aus der Romantik“ beschreibt. Für mich war es die Faszination an der Person der Rahel Varnhagen, die in Berlin einen Salon führte, in dem das intellektuelle Berlin zu Beginn des 19. Jahrhunderts verkehrte. So kam ich schließlich auch zu Hanna Arendt über die Lektüre zu einer Prüfungsarbeit. Thomas Meyer beleuchtet detailliert deren Lebensstationen von Königsberg über Paris bis nach New York. Er verwendet bislang nicht bekanntes Archivmaterial und konzentriert sich vor allem auf die Pariser Jahre der Philosophin nach ihrer Flucht aus Deutschland (1933) bis zum Erscheinen des ersten Hauptwerks „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“, das 1955 auf Deutsch erschien. Überzeugt emanzipiertes Selbstverständnis belegt ihre Feststellung „…unsereiner muss auch wenn er m öffentlichen Leben teilnehmen will, was eine kann und sogar soll, privaten Boden sehr fest unter den Füßen haben, viel fester als die Herren der Schöpfung". Hanna Arendt philosophiert nicht über grüblerische Bereiche, um neue Ausdrucksweisen zu finden. Ihre Sätze sind praktisch umsetzbar und daher praktizierbare Philosophie. Die aktuelle Biografie setzt neue Perspektiven zum revolutionären Denken bei Hannah Arendt. Das ist gut für die Neubewertung vor allem für die Aktualität ihres Werkes, das im Piper-Verlag erscheint. …cpg/
Das neuste, allumfassende intellektuelle Biographie Hannah Arendts.Nicht nur höchst Informativ und absolut auf dem neusten Forschungstand, Thomas Meyers Buch ist einfach einen literarischen Meisterwerk. Es wurde wie einen spannenden Roman Gelesen.