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Yogi ❤️( Schmelzt das Eis in Euren Herzen❣️ Zitat von Angaangaq
Angakkorsuaq)
10.08.2023
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Karl Jaspers lebte von 1883-1969. In diesem Buch wurden von seinem Assistenten seine Kerngedanken festgehalten. Die Themen sind sehr weit gestreut und gehen von der Existenz, zur Liebe, zur Politik, zur freien Presse, zu den Menschenrechten, zu Hitler, zu der Wiedervereinigung, zur der Freiheit des Einzelnen, zur Wissenschaft und Philosophie und auch zur Transzendenz.Seine Gedankenanstöße lassen den Leser nicht unberührt und laden zum Weiterdenken ein. Gefallen haben mir seine sehr reflektierten und fast visionären Gedanken, wie z.B. diese Gedanken:"Wir sind auf dem Weg vom Abendrot der europäischen Philosophie durch die Dämmerung unserer Zeit zur Morgenröte der Weltphilosophie."Jaspers erklärt seine "Idee der Achsenzeit". Die "Achse der Weltgeschichte" ist die Zeit rund um 500 vor Christus, mit den fast gleichzeitig auftauchenden großen Weisen wie Konfuzius, Laotse, Buddha, Zarathustra, Elias, Jesaias, Parmenides, Heraklit, Plato! Das Neue dieses Zeitalters in allen drei Welten war, daß der Mensch sich des Seins im Ganzen, seiner selbst und seiner Grenzen bewußt wurde. Damals wurden so die Ansätze der Weltreligionen geschaffen.Es ist nach Jaspers aber auch gleichzeitig die Aufforderung zur grenzenlosen Kommunikation der Menschen mit dem Endziel der Einheit der Menschheit und einer einheitlichen Weltgeschichte. Es gibt für Jaspers kein Draußen mehr. Die Welt schließt sich.Wobei er sowohl die Chancen als auch Gefahren sieht. Wegen der Gefahr einer Diktatur und eine totale Herrschaft, fordert er keinen Weltstaat, kein Weltparlament und auch keine Weltpolizei.Jaspers stimmt Plato zu, daß es ohne die Verbindung von Politik und Philosophie bei den Regierenden kein Heil gibt. Er fügt weiter hinzu, diese Verbindung müsse auch das Volk erfassen, dass in einem unaufhörlichen Prozeß zu einem Volk von Philosophierenden werden sollte.