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k.A.
07.06.2026
ean-shopping.de
Dieses Buch ist eine fantastische Ressource, die mir wirklich geholfen hat, mein Verständnis für globale Kulturen zu vertiefen. Die Inhalte sind sehr relevant und äußerst informativ.
Ich arbeite seit vielen Jahren als Trainer für "Transkulturelle Kompetenz" und "interkulturelle Kommunikation". Immer wieder greife ich zur Vorbereitung meiner Seminare auf dieses Buch von Erin Meyer zurück. Mit klarem Blick für historische Zusammenhänge, Prägungen und kulturelle Eigenheiten, beschreibt sie interkulturelle Phänomene.Da ich selber beruflich Schwerpunkte in der Karibik und Lateinamerika hatte, war es für mich nicht schlimm, dass diese Regionen eher zurückhaltend beschrieben werden. Meine weissen Flecken liegen u. a. in Nordeuropa. Dort überzeugt das Buch mit gut verständlichen Darlegungen, über die dominierenden Kommunikations- und Verhaltensmuster in skandinavischen Ländern.Beispiel, S. 139: "Als der Legende nach der Fürst der Franke aus Südeuropa einen Gesandten schickte, mit mit den WIkingern zu verhandeln, kehrte der verwirrte Gesandte ratlos und entmutigt wieder zurück und beklagte sich: "Ich konnte nicht herausfinden, mit wem ich reden sollte. Sie sagten, sie wären alle Häuptlinge."Diejenigen Länder, die am stärksten von den Wikingern beeinflusst wurden, zählen heute zu den egalitärsten und konsensorientiertesten Kulturen der Welt. Daher ist es keine Überraschung, dass Sie beim Betreten des Konferenzraumes in Kopenhagen oder Stockholm oft keine Möglichkeit haben, den Chef zu erkennen."Interessant finde ich auch ihre These, dass Länder mit protestantischer Kultur in der Regel weiter auf der egalitären Skala als Länder liegen, als Länder mit stark katholischer Tradition. Eine Interpretation dieser Beobachtung, so die Autorin, lautet so:"die lutherische Reformation, hat weitgehend die traditionelle Hierarchie aus der Kirche entfernt. In vielen Prägungen des Protestantismus spricht das Individuum direkt zu Gott, statt mittels des Priesters, des Bischofs oder des Papstes. Daher ist es natürlich, dass Gesellschaften, in denen die protestantische Lehre vorherrscht, in der Regel egalitärer sind als vom Katholizismus dominierte. "