Datenkompetenz (Data Literacy) ist eines der wichtigsten Business-Themen der Gegenwart. Besondere Bedeutung kommt dabei für Unternehmen der Nutzung jener Daten zu, die beim Vertrieb ihrer Produkte/Dienstleistungen und im Kontakt mit Kunden anfallen. Sie zu erheben und sinnvoll auszuwerten ist für Unternehmen von kapitalem Wert – vor allem für die externe Kommunikation. Hans Wilhelm Eckert führt in seinem Buch „Storytelling mit Daten“ äußerst kompetent in das komplexe Thema ein. Der Autor zeigt überzeugend, wie die Unternehmenskommunikation über gekonnte Datennutzung auf ein neues (und höheres) Niveau gehoben werden kann. Er führt mit sicherer Hand in alles ein: Welche Daten werden wie und an welchen Stellen in Unternehmen/von welchen Dienstleistern erhoben? Welche Fragestellungen lassen sich zu den Daten entwickeln und wie geht man dabei vor? Wie lassen sich aus den so gewonnen Informationen Geschichten entwickeln? Und schließlich: Auf welche Fallstricke beim Einsatz dieser Geschichten ist in der Unternehmenskommunikation zu achten und wie lassen sie sich vermeiden? Der Autor bringt einprägsame Bilder, hat für jedes Thema ein aussagekräftiges Beispiel an der Hand und verliert sich erfreulicher Weise nicht in Details. Zu jedem Kapitel gibt es eine Kurzzusammenfassung und ein Literaturverzeichnis.Bei der Lektüre wird klar, dass ein Profi am Werk ist. Der Autor bezieht souverän die wichtigsten und aktuellsten Arbeiten zum Thema (bis 2020) in seine Darstellung ein, ohne (wie das sonst oft in derartigen Büchern der Fall ist) in langwieriges Referieren zu verfallen. Sie sind alle da: Joseph Campell zur Heldenreise, Daniel Kahnemann (Thinking fast and slow) zu Entscheidungsprozessen, Hans Rosling (Factfulness) zur Verzerrung von Wahrnehmungen – aber beeindruckend knapp, in wenigen Sätzen zusammengefasst: Für Fachleute angenehme Remider und für alle, die mit den Materien noch nicht so vertraut sind, die wichtigen Informationen, um der Argumentation des Autors folgen zu können.Kurz: Eine hervorragende Einführung ins Thema. Allen, die mit Unternehmenskommunikation zu tun haben, kann ich das Buch nur nachdrücklich empfehlen. Es gibt derzeit nichts auch nur annährend Vergleichbares zu dem Thema auf dem Markt.
Das Buch (160 Seiten) bietet einen interessanten Ansatz, um mit Daten umzugehen und diese dann in überzeugende Geschichten zu verwandeln.Es ist nicht nur ein Buch; es ist ein transformativer Leitfaden für jeden, der seine Fähigkeit, effektiv mit Daten zu kommunizieren, verbessern möchte. Im Gegensatz zu traditionellen Lehrbüchern, die sich stark auf die technischen Aspekte konzentrieren, ist Eckerts Erzählung erfrischend zugänglich und konzentriert sich auf die Kunst, überzeugende Geschichten zu weben, wobei Daten die Grundlage bilden.Das Buch unterscheidet sich durch die Betonung des narrativen Aspekts von Daten. Es führt die Leser geschickt durch den Prozess, nicht nur Daten zu verstehen und zu analysieren, sondern diese Zahlen in wirkungsvolle Geschichten zu verwandeln. Dieser Ansatz ist besonders vorteilhaft für Fachleute im Marketing, Vertrieb und in der Kommunikation, da er ihnen ermöglicht, Narrative zu gestalten, die bei ihrem Publikum Anklang finden und zum Handeln anregen.Eine der Stärken von "Storytelling mit Daten" ist seine universelle Anziehungskraft. Ob Sie ein Daten-Neuling oder ein erfahrener Profi sind, die Einsichten und Strategien, die vorgestellt werden, können Ihre Erzählfähigkeiten verbessern. Das Buch ermutigt die Leser, über Zahlen hinaus zu denken und die Geschichte hinter den Daten zu betrachten, was einen nuancierteren und wirkungsvolleren Ansatz für die Datenkommunikation fördert. Eckert verweist aber auch auf die versteckten Tücken und Fallgruben, die sich ergeben können, wenn Storys mit/auf Daten erstellt werden.Doch trotz der Stärken des Buches in Form des großen Bogens gibt es einige kritische Punkte, die nicht unerwähnt bleiben sollten.Zunächst einmal, während die Zugänglichkeit des Buches und seine Betonung auf narrativem Daten-Storytelling gelobt werden können, könnte die vereinfachte Darstellung für manche Leser, insbesondere diejenigen mit fortgeschrittenen Kenntnissen im Bereich Datenanalyse, etwas oberflächlich erscheinen. Es fehlt möglicherweise an Tiefe in den technischen Erklärungen, was eine umfassende Auseinandersetzung mit komplexen Datenanalysemethoden erschwert.Der Part der Datendarstellung und der Gefahren die sich hier ergeben ist ein wenig zu kurz geraten und könnte ausführlicher sein. Zwar wird der ibcs erwähnt, jedoch werden die zentralen Aspekte nicht vorstellt.Zusammenfassend lässt sich sagen, dass "Storytelling mit Daten" für Einsteiger und diejenigen in kommunikationszentrierten Berufen ein nützlicher Leitfaden sein kann. Für Fachleute, die tiefer in die Materie eintauchen wollen, könnte das Buch jedoch in seiner jetzigen Form zu grundlegend sein. Eine ausgewogenere Behandlung von technischen Tiefen und praktischen Anwendungsbeispielen sowie eine stärkere Betonung ethischer Überlegungen könnten das Buch zu einer umfassenderen Ressource machen.