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ASIN: 3658486120
„Attentäter seit Jahren psychisch auffällig – Terror Wahnsinn oder beides?“ Immer wieder
finden nach einem Attentat solche und ähnliche Überschriften mit Hinweisen auf extremistische
Denkmuster und eine Vorgeschichte mit psychischen Auffälligkeiten ein (zeitlich begrenztes)
breites mediales öffentliches Interesse. In der Wissenschaft beschäftigt man sich schon seit
längerem mit verschiedenen Faktoren welche zu Extremismus führen können. Einer dieser Faktoren
ist die Psyche des Menschen wobei es wichtig ist hier sauber zwischen der menschlichen Psyche
einerseits und psychischen Auffälligkeiten und Erkrankungen andererseits zu unterscheiden denn
Letztere sind nicht in jedem individuellen Radikalisierungsprozess relevant. Dem Zusammenhang
von Radikalisierung Extremismus und psychischen Erkrankungen gilt jedoch ein zunehmendes
Interesse der Forschung und in der Praxis werden Psychotherapeut*innen zunehmend zu wichtigen
Akteur*innen des Ausstiegs- und Distanzierungsbereiches. Nach einem Attentat bei dem der
Täter*die Täterin stirbt oder im Rahmen der Strafverfolgung schweigt lassen sich oft nur
retrospektiv Zusammenhänge und Ursachen rekonstruieren und vieles bleibt im Bereich der
Vermutung. Einen Einblick in das aktuelle Verhalten und (innerpsychische) Erleben von
radikalisierten Personen können hingegen Berater*innen von Distanzierungs- und
Ausstiegsprogrammen bekommen: entweder bereits in der Phase der Radikalisierung bzw. der
Zugehörigkeit zu extremistischen Gruppierungen indirekt durch Angehörige oder während des
Distanzierungsprozesses in der direkten Beratung der Indexklient*innen. Immer wieder begegnen
die Berater*innen dabei Menschen die sie als psychisch belastet einschätzen. Die
Distanzierungsberatung und die Psychotherapie bilden somit eine wichtige Schnittstelle. Die
Ausgestaltung dieser Schnittstelle wird von den Berater*innen teils als herausfordernd
wahrgenommen und ist in der wissenschaftlichen Literatur bisher nicht ausreichend reflektiert
worden. Diese Forschungslücke wird dieser Sammelband schließen. Er vereint Erkenntnisse
pädagogischer therapeutischer und behördlicher Praxis sowie wissenschaftlicher Reflektion. Und
kombiniert die analytische Betrachtung von psychisch auffälligen Klient*innen mit der
vertieften Diskussion von Good-Practice-Beispielen aus Fachberatung und Traumatherapie. Ziel
dieses Sammelbandes ist es einen Transfer zwischen Wissenschaft und Beratungspraxis sowie
zwischen pädagogischen und therapeutischen Ansätzen zu ermöglichen. Daher werden sowohl
Patient*innen der Psychotherapie mit extremistischen Einstellungen als auch Klient*innen der
Distanzierungsberatung mit psychischen Auffälligkeiten mitgedacht. Der Phänomenbereich
Islamismus bildet hierbei den Rahmen aber auch phänomenübergreifende Perspektiven sind
aufschlussreich. Die Herausgeber*innen Dr. Vera Dittmar ist wissenschaftliche Leitung der
Forschungsstelle Deradikalisierung (FORA) bei IFAK e.V. Thomas Mücke ist Dipl.-Pädagoge und
Dipl.-Politologe. Er ist Gründer und Geschäftsführer von Violence Prevention Network.
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