DAS FREMDENZIMMER MUSS FREI BLEIBENDas fordert Herta Zamanik MINDESTRENTNERIN 62 Jahre alt
zum Leidwesen ihres Mannes Gustl dem FRÜHPENSIONIERTEN BRIEFTRÄGER. Denn Hertas Sohn ist seit
Jahren verschwunden und sie will und kann die HOFFNUNG auf eine Rückkehr des verlorenen Jungen
nicht aufgeben. Doch auch sonst führen die beiden ein eher TRISTES DASEIN in einer kleinen
Wohnung in der PERIPHERIE VON WIEN. Sie haben sich auseinandergelebt über die Jahre von
gegenseitiger LIEBE und GEBORGENHEIT ist nicht mehr viel übrig geblieben.DASS EINER DER UNSERE
SPRACHE NICHT VERSTEHT MICH VERSTEHT DAS VERSTEH ICH NICHT.Eines Tages steht plötzlich der
17-jährige SAMIR im Wohnzimmer des Rentnerpaares ein SYRISCHER FLÜCHTLINGSJUNGE der offenbar
auf der Flucht vor der Polizei ist und Unterschlupf sucht. Zunächst begegnet das Paar ihm mit
ARGWOHN und den verbreiteten VORBEHALTEN. Bald schon aber scheint es als würde Samirs
Anwesenheit Herta und Gustl einander wieder NÄHER und WÄRME in das Leben der beiden
bringen.SUBTILE AUSEINANDERSETZUNG MIT DER FLÜCHTLINGSTHEMATIKIn seinem neuesten Stück schreibt
Peter Turrini über das FREMDSEIN im eigenen Haus und das VERTRAUTWERDEN mit der FREMDE. Auf
subtile Weise greift er die FLÜCHTLINGSTHEMATIK auf - und zeigt dass man sich oft besser
versteht wenn man nicht dieselbe Sprache spricht. Und wie schließt man die kulturelle Kluft
zwischen WIEN und SYRIEN? Am besten mit einer Partie
BAUERNSCHNAPSEN!*************************************************************************************************************************-
ein Stück über das Fremdsein im eigenen Haus und das Vertrautwerden mit der Fremde- subtile
Auseinandersetzung mit der Flüchtlingsthematik- Uraufführung am 25. Januar 2018 am Theater in
der Josefstadt in WienTurrini versteht es Dinge auf den Punkt zu bringen und auch so etwas wie
Rührung zuzulassen ...Frankfurter Allgemeine Zeitung